ABHANDLUNGEN
HERAUSGEGEBEN
VON DER
SENÜKENBERGISCHEN NATURFORSCHENDEN GESELLSCHAFT.
SIEBENZEHNTER BAND.
MIT XV TAFELN, EINEM TITELBLATT UND EINEM PORTRAIT.
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Bemerkungen: Die Verfasser sind für den Inh. ii ihrer A har dlun n erantı
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A 7 a ER de Königl. Preuss. Oberstlieutenant aD.
geb. 26. November 1832 in Römhild (Meiningen)
gest. 12. October 1890 in Bockenheim.
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LEPIDOPTEREN von MADAGANCAR.
Neue und wenig bekannte Arten
zumeist aus der Sammlung der
Senckenberg’schen naturforschenden Gesellschaft
zu Frankfurt am Main
unter Berücksichtigung der gesammten Lepidopteren-Fauna Madagascars.
Herausgegeben im Auftrage der Gesellschaft
von
M. Saalmüller
K. Preuss. Oberstlieutenant a. D. — Mitglied mehrerer naturwiss. Gesellschaften — Ritter des eisernen Kreuzes I. u. I. CL, des Herzogl. Sächs. Ernestinischen Haus-Ordens Ritterkreuz I. Cl. mit Schwertern, des Rothen Adler-Ordens IV. Cl.
ERSTE ABTHEILUNG:
RHOPALOCERA, HETEROCERA: SPHINGES ET BOMBYCES
mit 7 chromolithographischen Tafeln.
Ausgegeben Mai 1884.
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Frankfurt am Main 1884.
Im Selbstverlag der Gesellschaft.
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Die Senekenberg’sche naturforschende Gesellschaft verdankt dem Eifer zweier ihrer corre- spondirenden Mitglieder auf Madagascar Herrn Carl Ebenau aus Frankfurt am Main und Herrn Anton Stumpff aus Homburg v. d. Höhe unter vielen anderen Naturalien auch eine nicht unbedeutende Sammlung von Schmetterlingen dieser interessanten Insel. Seit dem Jahre 1877 sind von den genannten Herren bis zum Jahre 1881 fortwährend Sendungen angelangt, und zwar die ersten von Tamatave, die folgenden von dem der Hauptinsel nahe gelegenen Eilande Nossi-Be.
Mehrfach wurde der Wunsch ausgesprochen, die interessantesten Lepidopteren durch Ab- bildungen und Beschreibungen zu veröffentlichen ; dies war die Veranlassung, dass zunächst eine Anzahl neuer Arten in verschiedenen Jahresberichten der Senckenberg’schen Gesellschaft und in der Stettiner entomologischen Zeitung beschrieben wurden. Bei der Bearbeitung dieser reichen Schätze zeigte es sich aber bald, dass es wünschenswerth sei, eine zusammenhängende Schmetter- lingsfauna Madagascars aufzustellen, in deren Rahmen das vorliegende Material eingereiht werden könnte.
Diese faunistische Zusammenstellung machte es nothwendig, alle seither über Madagascar bekannt gewordenen lepidopterologischen Arbeiten, soweit sie überhaupt zugänglich waren, durchzusehen und die in denselben enthaltenen neuen Arten gerade so wie sie der Autor aufgestellt und in die resp. Gattungen untergebracht hatte, aufzunehmen; eine ganze Reihe dieser nov. spec. lag dem Verfasser nicht vor und es konnte desshalb kein eigenes Urtheil abgegeben werden.
Aufgenommen aus dem von den Herren Ebenau und Stumpff eingesandten Material sind alle neuen Arten, die in so gut erhaltenem Zustande waren, dass das Herstellen einer genauen Abbildung und ausführlichen Beschreibung möglich war; ferner im Allgemeinen solche, zwar schon bekannte Arten, die noch nicht oder wenig charakteristisch dargestellt sind.
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Ueber die Art und Weise der technischen Ausführung der Tafeln waltete kein Zweifel ob, diese durch Chromolithographie herstellen zu lassen, da die vortreffliche Kunstanstalt der Herren Werner & Winter in Frankfurt am Main eine gute und genaue Ausführung sicherte, welcher um so mehr der Vorzug vor anderen Herstellungsweisen gegeben wurde, als hierbei die Tafeln vollständig gleichmässig erscheinen, was bei dem Handcolorit nicht möglich ist.
Repräsentanten aller madagassischen Gattungen abzubilden, liess sich mit dem oben an- geführten Plane nicht vereinbaren. Eine Detailzeichnung des Flügelgeäders wurde nicht speeiell gegeben, weil einer jeden Abbildung eine Platte zu Grunde lag, auf welcher der Verfasser dieses aufs Genaueste eingezeichnet hatte.
Was die Beschreibungen anbetrifft, so glaubte man nicht ausführlich genug verfahren zu können, weil besonders in der Neuzeit oft ganze Reihen neuer Arten nur mit wenig Worten skizzirt wurden und daher schwer von nahestehenden Formen getrennt werden können.
Ob der Verfasser stets glücklich in der Wahl der oft sehr zweifelhaft gehaltenen Gattungen war, muss dahin gestellt bleiben, ob die als Mann und Weib einer Art angeführten Stücke auch wirklich immer einer und derselben Species angehören, wird wohl nur die Entwickelungs- geschichte sicher entscheiden. Ehe jedoch alle diese Arten aus ihren früheren Ständen erzogen sein werden, wird wohl noch eine lange Zeit hingehen, denn selbst ein europäischer Entomologe, der dem Klima widerstände, bedürfte sicher einer Reihe von Jahren, um günstige Resultate
zu erzielen.
Für die mir bei dieser Arbeit geleistete freundliche Beihülfe sage ich meinen besonderen Dank den Herren Hauptmann z. D. Dr. von Heyden in Frankfurt am Main, Hofkunsthändler Honrath in Berlin, P. Maassen, Controle-Chef der Königlichen Eisenbahn in Elberfeld, Professor Paul Mabille in Paris, ©. Plötz in Greifswald, P. €. T. Snellen in Rotterdam, Dr. 0. Staudinger in Dresden und G. Weymer in Elberfeld. Ferner hatte Herr Dr. H. Lenz in Lübeck, der Vorsteher der Sammlungen am dortigen Museum, die grosse Güte, das gesammte Lepidopteren-Material, welches Herr Carl Reuter ebenfalls in Nossi-Be& für seine Vaterstadt gesammelt hatte, unserer Gesellschaft, behufs Bearbeitung in diesem Werke, zur Verfügung zu stellen; wofür hier gleichfalls der beste Dank ausgesprochen sei. Ebenso verpflichtet ist die Senckenberg’sche naturforschende Gesellschaft Herrn William O’Swald in Hamburg für bereitwilligsten und kostenfreien Transport der uns überwiesenen madagassischen Naturalien, durch die Schiffe seines Hauses.
Frankfurt am Main, im Februar 1882.
Die Insel Madagascar mit einem grösseren Flächeninhalte als das gesammte deutsche Reich, liegt südlich vom Aequator, an der Ostküste Afrikas, mit deren Richtung sie gleich- läuft, vom Wendekreis des Steinbockes noch in ihrem meridionalen Theile durchschnitten. Von dem Continente ist Madagascar durch einen bis zu 390 km sich verengenden Meereskanal getrennt. Die Tiefe des letzteren ist verschieden, während sie an den meisten Stellen gegen 900 m erreicht, ist sie näher an der Westküste Madagascarıs zum Theil viel geringer, und schwindet bis zur Untiefe, welche am schmälsten Theile des Kanals bis fast in die Mitte desselben reicht.
Die Gestalt der Insel ist langgestreckt, ihr Längendurchmesser ist fast viermal so gross als ihre mittlere Breite. Die Küste ist wenig gegliedert, am meisten noch die zwei Fünftel der Länge des nordwestlichen Theiles und des nördlichsten Viertels der Ostküste, während diese in ihrem übrigen Theile gestreckt, ohne merkliche Einbuchtungen verläuft, aber in ihrer Mitte auf ein Viertel ihrer ganzen Länge Lagunenbildungen zeigt, deren Sandbarren durch die Südost- Passate in stetem Wachsthum begriffen sind. Das Küstenland ist ringsum ziemlich flach, nur im Nordwesten ist ein Theil steil und gebirgig. Am schmälsten ist die Ausdehnung dieser Ebene, die sich durchschnittlich nieht viel über 100 m erhebt, auf der ganzen Ost- und Nord- westseite, während sie im Westen breiter, im Süden fast ein Viertel der Totallänge einnimmt. Der südöstliche Theil derselben wird in der Richtung von Süd nach Nord durch parallele Ge- birgsketten durchzogen, die sich jedoch im Westen nicht über 600 m erheben; allmälig an Höhe zunehmend, vereinigen sie sich nach Osten und Norden zu einem Hochlande von 1000 bis 1500 m. Die Ränder dieser Erhebung sind höher als der von ihnen eingeschlossene Theil, mit meist stufenartigem, an einzelnen Stellen aber auch steilem Abfall gegen die Küste hin. . Das Hochland ist unregelmässig von Höhen und Höhenzügen überragt, eine Menge vielleicht noch nicht allzulange erloschener Krater geben der Landschaft ihren eigenthümlichen Charakter. Zwei Hauptbergmassen heben sich besonders aus dem Hochlande heraus, die eine im nordwest- lichen Theil, die andere Ankaratra, die den höchsten Gipfel der Insel Tsiafajavona (2728 m)
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trägt, mehr in der Mitte desselben. Unabhängig von der hohen Region steigt nahe der Nord- spitze der Insel der isolirt liegende, dicht bewaldete Berg Amber aus dem Tieflande hoch empor und zeigt sich schon in grosser Entfernung den Schiffen.
Während der südwestliche Theil, wie überhaupt die tiefe Region secundären und auch in geringem Maasse tertiären Ursprungs ist, besteht die hohe Region aus Urgebirge, vorzugsweise aus Granit und Gneis, vielfach durchbrochen und überlagert von Basalt und Laven spätern Ursprunges. Den Culturboden über diesen Gebirgsmassen bildet grösstentheils ein rother Eisenthon.
Die Insel ist ziemlich wasserreich, Seen sind nur wenige, Sumpfgegenden besonders auf dem Hochlande in ausgedehnten Maasse vorhanden. Das Hochland ist durchaus nicht wasserarm, wie mehrfach angegeben wird; hier entspringen die längeren Flussläufe, die sich besonders nach Norden und Nordwesten wendend, meist reich an Nebenflüssen der flacher abgedachten West- küste zufliessen; bei der stark nach Osten gerückten Wasserscheide haben die Flüsse nur dann einen längeren Lauf, wenn sie, ehe sie dem indischen Ocean zufliessen, den Längsthälern des Hochlandes gefolgt sind. Vielfach haben die Flüsse der Ostseite Stromschnellen und Katarakten; wasserarm ist der grösste Theil des Westens und besonders des Südens.
Das tropische Klima wird durch die insulare Lage und durch die herrschenden Passatwinde gemildert. Erstere verleiht demselben eine grössere Gleichmässigkeit und Regelmässigkeit als es der naheliegende Continent besitzt, letztere als Südost-Passatwinde, die das ganze Jahr hin- durch herrschen, führen der Insel eine bedeutende Feuchtigkeits- und Regenmenge besonders auf der Ostseite zu. Die Westseite wird dagegen mehr von den Luftströmungen des weit aus- gedehnten, benachbarten afrikanischen Hochlandes beherrscht und zwar im tropischen Sommer durch Nordostwinde, dagegen im Winter vorzugsweise durch südliche und westliche Strömungen ; letztere trocken und kühl bringen dem westlichen Tieflande die trockene (kalte) und schöne Jahreszeit, die vom October bis gegen Mai dauert. Im Sommer dagegen bedingt der monsun- artige Nordost die heisse Regenzeit von October bis April, von der nur ein kleiner, daher wüster Theil der Süädwestküste ausgeschlossen bleibt. Diese Zeit ist in tiefer gelegenen Gegenden für den Europäer ungesund, während das Hochland Jahr ein Jahr aus als gesund gilt und die Sommerwärme selten über 23° R. steigt, im Winter aber nur bis etwa gegen 3° R. sinkt. Hier herrschen auch vielfach Nebel, die meist erst die Mittagssonne zertheilt, um dann bei wunderbar klarer Luft die herrlichste Fernsicht zu gestatten. Der durch die Passatwinde berührte Westen und Süden ist trocken und theilweise wüst.
Die Vegetation ist je nach der Lage des Landstriches eine sehr verschiedene, aber im Allgemeinen ausserordentlich reichhaltig und üppig. Die Flora ist bis jetzt nur wenig erschlossen. Leider starb der deutsche Reisende J. M. Hildebrandt (am 29. Mai 1881 zu Antananarivo), der hauptsächlich zu deren Erforschung nach Madagascar gegangen war, allzufrüh.
Vor Allem fällt jedem Besucher der Insel der ungemeine Waldreichthum auf. Besonders
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“ merkwürdig ist der Urwaldgürtel, der ziemlich gleichlaufend mit der Küste, aber meist mit einem Abstande von derselben, nur an einer Stelle unterbrochen, die ganze Insel durchzieht. Er liegt theilweise an den Abhängen des Hochlandes, ist auf der Ostseite durch ein Längsthal mit grösserem Flusslauf (Mangoro) getheilt, schliesst aber an beiden Enden der eingeschlossenen Ebene von Ankay, deren Anblick durch ihr herrliches Panorama jeden aus dem Urwalde heraustretenden Reisenden aufs höchste entzückt, wieder zusammen; er hat im Nordosten seine grösste Breitenausdehnung und nimmt hier den ganzen Raum zwischen Hochland und Küste ein. Im Süden und Westen, wo der Waldgürtel schmäler ist, zieht er näher an die Küste heran und endet hier, ehe er an dem westlich am weitesten vorspringenden Punkt derselben anlangt, während der von der Nordwestküste weit abliegende Gürteltheil jenen um ein bedeutendes Stück überreicht. Hierdurch wird die nach Norden in der westlichen Ebene gelegene Lücke gebildet. Innerhalb und ausserhalb dieses Gürtels finden sich noch grössere und kleinere Urwaldparzellen auf der Ostküste, sowie an der Nordspitze und Nordwestküste. An der Südwestküste nördlich vom 23° südlicher Breite tritt eine grosse Waldregion, weniger dicht als der Urwald auf, in der sich auch Palmenwälder befinden, obgleich sonst die Palmen im Vergleich zu Afrika nur spärlich vorkommen. Hildebrandt entdeckte in einer seither noch unerforschten Gegend der Ostküste eine prächtige Fächerpalme, die im botanischen Garten zu Breslau cultivirt wird und von Wendland zu Ehren unseres grossen deutschen Staatsmannes als Bismarkia nobilis benannt und beschrieben wurde. Aus der dichten Masse des Urwaldes, der reich an den kostbarsten Nutzhölzern ist, und in welchen meist das Tageslicht nur als Dämmerschein durchdringen kann, ragen die einzelnen Palmen hoch heraus, obgleich viele seiner Bäume oft bei einem Stamm- durchmesser bis zu 6, ja bis zu 9 m eine Höhe von über 30 m erreichen. Die Stämme und Aeste sind vielfach umwunden und berankt von holzigen Kletter- und Schlingpflanzen, und von ihnen hängen mächtige Moos- und Flechtenmassen, besonders in den höher gelegenen Regionen herab. Der Boden ist mit diehtem Strauchwerk und Unterholz bedeckt; dabei schiessen allent- halben aus feuchten Stellen des Bodens und aus den Spalten und Löchern der Bäume üppige Farn hervor. Hier wachsen die Nepenthes Madagascariensis, Euphorbia fulgens, metallisch glänzende Melastomaceen, reichblühende Acanthaceen, grossblätterige Theophrasten, Pentas carnea und Vinca lancea, die auf dem Widmungsblatte dieses Buches abgebildet ist.
Das Hochland ist nur wenig bewaldet, hie und da sieht man auf den Hügeln Baum- gruppen, deren äussere Gestalt unsern europäischen Waldbäumen sehr ähneln, sie gehören meist zur Familie der Feigenbäume. Da die Vegetation bis zu einer Höhe von 1900 m steigt, so ist es natürlich, dass sie auch sehr verschiedenartig sein muss. Auf den Höhen herrscht mehr . eine Flora, die der gemässigten Zone entspricht, während die der Ebene und Flussthäler den vollständig tropischen Charakter trägt. Ein grosser Theil des Hochlandes ist kahl und öde, weite Strecken sind Heide- und Sumpfland, die Hügel sind meist nur mit Gras bewachsen, welches während der trockenen Zeit braun und halb verdorrt ist, und ähnlich wie in vielen
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afrikanischen Gegenden vor Eintritt der Regenzeit von den Einwohnern abgebrannt wird. Wo irgend eine Bewässerung möglich ist, sind weite Strecken, besonders in den Thalsenkungen und Flussthälern mit Reis bepflanzt, was der Landschaft durch den prächtigen Farbenglanz eine grosse Schönheit verleiht; häufig auch als Ersatz dieses Hauptnahrungsmittels wird Hirse angebaut.
Die grösste Ueppigkeit der Vegetation entfaltet die Ostküste. Hinter dem glühend heissen Sand des Strandes entfalten sich in der Ebene die herrlichsten Rasenflächen, vielfach mit Busch- werk, Baumgruppen und sumpfigen Strecken untermischt. Die innere Lagunenseite ist dicht mit Bäumen, zum grossen Theil mit Pandanusarten und Casuarineen bestanden. Palmen und „der Baum der Reisenden“ dessen Gattung Urania jedoch nicht mehr eine ausschliessliche Eigen- thümlichkeit Madagascars ist, da sie auch durch eine, noch üppigeren Blattfächer tragende Species in Malakka vertreten ist, erreichen hier die Höhe bis über 30 m. Die Urania speciosa, nur auf feuchtem Boden gedeihend, ist über die fruchtbaren Ebenen und die tieferen Abhänge des Waldgürtels der ganzen Insel in ziemlicher Häufigkeit verbreitet. An der Ostküste wird ferner viel Gartenbau getrieben mit herrlichen Obstsorten: Orangen, Citronen, Limonen, Limetten, Pfirsichen, Ananas, Maulbeeren, Bananen, Feigen, Quitten, Weintrauben, Kürbissen u. s. w.; auch der weit verbreitete Mangobaum liefert eine sehr beliebte Frucht; Alo& und Ingwer sind ein- heimisch. Es finden sich grosse Kaffeepflanzungen; Zuckerrohr von besonderer Ueppigkeit wird in Menge gebaut. Von den zahlreichen Grasarten erreichen einzelne eine Höhe von 2,5 m, Schilf, Binsen, Bambusrohr sind häufig; Hanf und die Papyrusstaude gehören zu den nutzbaren Gewächsen. Pflanzen mit duftenden Blüthen z. B. Akazien, Ericaceen, Gentianen, Orchideen, Vanille, an denen sich Insekten aller Ordnungen mit Vorliebe herumtummeln, und mannig- fache andere Gewürzpflanzen sind zahlreich vertreten. Schön blau und weiss blühende Nymphaeen wachsen in Flüssen, die eigenthümliche Gitterpflanze (Ouvirandra fenestralis) in warmen Sümpfen und ebenfalls in fliessenden Gewässern häufig vereint mit Aponogetum Hildebrandtii.
Weit spärlicher ist die Vegetation des westlichen aber besonders des südlichen Theiles der Insel, in dessen sandigen Ebenen stacheliche Pflanzen, die den Leguminosen, Cacteen, Euphorbiaceen angehören, vielfach wachsen.
Madagascar besitzt, soweit seine Flora bekannt ist, eine grosse Zahl der Insel eigenthüm- licher Gewächse; diese sind vielfach gemischt mit afrikanischen und indisch-malayischen Formen. Der Eindruck, den die Wälder hervorbringen, ihre Menge Farnkräuter erinnern an Indien; Palmen, Akazien, Ericaceen, von denen die Gattung Philippia in kleinen Gebüschen in den Gebirgen häufig am Rande des Urwaldes auftritt, baumartige Farn an Afrika. Die Pandanus- arten, die Casuarineen und Nepenthaceen (Kannenpflanzen), deren letzteren Vorkommen nur ein vereinzelntes ist, an den malayischen Archipel.
Die Fauna eines Landes ist ausserordentlich abhängig von Klima und Vegetation, in beiden Beziehungen bietet Madagascar die günstigsten Verhältnisse; wenn im Allgemeinen eine
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solehe einer Insel geringer als die einer gleich grossen, gut mit Vegetation versehenen Landstrecke eines Continentes ist, so macht Madagascar gewiss eine Ausnahme; dabei ist in ethnographischer, zoologiseher und botanischer Beziehung die Abhängigkeit von dem nächst gelegenen Continente lange nicht so gross, wie bei den meisten anderen Inseln, ja es ist sogar bezweifelt worden, veranlasst durch die vielen eigenartigen Geschöpfe, die es besitzt, ob es überhaupt jemals mit Afrika zusammengehangen habe, und ob Madagascar nicht vielleicht der Ueberest eines unter- gegangenen Continentes sei. Jedenfalls lässt schon. der tiefe Meereskanal, der zwischen der Insel und dem Festlande liest, darauf schliessen, dass die Trennung in sehr früher Zeit stattgefunden haben muss. Fast könnte man, was Säugethiere und Reptilien anbetrifft annehmen, dass es eher mit dem indisch-malayischen Archipel vereinigt gewesen wäre.
Der Hauptaufenthalt der Thierwelt Madagascars ist der Urwald, und doch ist er im Allgemeinen still zu nennen; nur das klagende Geschrei der Makis, was sich jeden Morgen hören lässt, unterbricht seine tiefe Ruhe. Diese Halbaffen sind es, neben dem gänzlichen Fehlen grosser Thierfamilien, die der Säugethierfauna der Insel ihr eigenthümliches Gepräge verleihen, und wodurch sie wesentlich von Afrika abweicht. Wenn wir Madagascar als den Hauptsitz dieser Halbaffen ansehen und ihre Verwandten in ost- und westwärts weit entfernten Gegenden suchen müssen, so hat die eigenthümliche Familie der Centetiden, mit unserem europäischen Igel nicht unähnlichen Arten, ihre einzigen Verwandten auf den westindischen Inseln, während der bekannte Aye-Aye eine Familie für sich bildend, ganz vereinzelt dasteht. In näherer verwandtschaftlicher Beziehung mit Afrika und auch wieder mit dem südöstlichen Asien stehen die den kleineren Raubthieren angehörenden Viverriden und zu ersterem auch die Flussschweine, die einzig noch lebenden Dickhäuter Madagascars. Die für Afrika so charakteristischen gross gestalteten Thiere dieser Ordnung, die grossen Katzenarten, Hyänen, Zebras, Quaggas, Giraffen, Antilopen, Stachel- schweine und eigentlichen Affen fehlen auf der Insel. Pferde, Esel, Zebus und Schafe sind eingeführt. Dass eine Inselfauna mehr wie die eines Continentes den Veränderungen und besonders dem rascheren Aussterben einzelner Arten ausgesetzt ist, hierfür liefert auch Mada- gascar einen Beweis. Hildebrandt fand besonders in der Umgebung des Badeortes Sirabe subfossile Flusspferdskelette, die aber einer kleineren Art wie das afrikanische angehören. Reich ist die Insel an insektenfressenden Säugethieren, ebenso an Nagern, Ratten und Mäuse sind in Menge vorhanden.
Die ‘Säugethiere Madagascars sind nicht reich an Ordnungen und Familien, dagegen ist dies in höherem Grade bei den Vögeln der Fall, deren Artenzahl (über 200) eine bedeutende zu nennen ist; doch sind sie weniger durch ihre Formen auffällig. Die Riesenvögel Madagascars .(Aepyornis) sind ausgestorben und so reich und glänzend befiederte Gattungen, wie sie viele andere tropische Gegenden aufzuweisen haben, sucht man vergebens. Die Haupteigenthümlichkeit der Vogelfauna sind eben die vielen eigenthümlichen Gattungen, mit mehrfach vollständig isolirt auftretenden Formen. Verwandtschaftliche Beziehungen bestehen einestheils nach Indien und
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dem malayischen Archipel, anderseits nach Afrika und gleichzeitig nach beiden Regionen. Von den Landvögeln hat die Insel 12 Arten mit beiden gemeinsam. Aber auch afrikanische Gattungen sind vielfach vertreten, dagegen haben in Afrika artenreiche Gattungen in Madagascar gar keine Repräsentanten. Von den Raubvögeln ist besonders die Familie der Eulen, von den übrigen Ordnungen die Sperlings- und Sumpfvögel als reich an Arten anzusehen; von erstern ist Artamus bicolor Bpte. durch seine lebhaft blau gefärbte, schwarz eingefasste Oberseite, und mit dieser Färbung contrastirenden weissen Bauchseite, eine hübsche, Madagascar eigen-
thümliche Erscheinung.
An Reptilien ist Madagascar besonders reich, sie stehen in geringer verwandtschaftlicher Beziehung zu Afrika, mehr zu Indien und Amerika. Während die grösseren Formen der Schild- kröten ausgestorben sind, verblieben die Krokodile, deren Hauptaufenthalt die verpesteten Lagunen der Ostküste sind, von wo aus sie die Flüsse auf weite Entfernungen als eine wahre Landplage unsicher machen. Von den vielen Schlangen werden nur wenige als giftig bezeichnet; in wie weit dies wirklich der Fall, bleibt noch dahin gestellt. Einzelne grosse auf Bäumen lebende Arten werden selbst grösseren Thieren gefährlich; auch im Wasser lebende kleinere Arten sind bekannt. Die Insel besitzt eigene Gattungen aus indo-afrikanischen und aus indischen sowie tropischen Gruppen, ferner Vertreter afrikanisch-amerikanischer und nur amerikanischer Gattungen. Bei den Colubriden finden sich Vertreter amerikanischer Gattungen, die in keiner Verwandtschaft zu Afrika stehen, dessen reichlich vorhandene Viperiden ganz fehlen. Bei den Eidechsen, mit denen es sich ähnlich wie bei den Schlangen verhält, tritt noch australische Verwandtschaft hinzu. Madagascar ist die Hauptheimath der allermeisten Chamäleon-Arten. Einige Geckonen erinnern an Verwandte aus Amerika und Australien. Die meisten dieser in Afrika vertretenen Familien haben auf der Insel eigene Gattungen; dagegen haben die afrikanischen Dickzüngler keinen einzigen madagassischen Repräsentanten; Leguane, eine Specialität Amerikas, kommen wohl in Madagascar aber nicht in Afrika vor. Unter den Lurchen, eigenartige mit indischen und afrikanischen Formen gemischt, sind besonders die Laubfrösche zahlreich. Dr. 0, Böttger hat eine Reihe neuer Arten aus der Sammlung der Senckenberg’schen naturforschenden Gesellschaft in deren Zeitschriften veröffentlicht.
Die Meeresfische, die aus der Umgebung von Madagascar stammen, sind ihrer ganzen Lebensweise nach in der Mehrzahl im ganzen indischen Ocean zu finden, nur wenige, sind auf die, die Insel umfluthenden Gewässer beschränkt. Ueber die Fischfauna der süssen Gewässer Madagascars theilt Dr. H. Lenz in Lübeck Folgendes brieflich mit: „Sie ist leider so gut wie unbekannt. Während man aus den der Insel benachbarten Meerestheilen gegen 800 verschiedene Arten Fische kennt, beläuft sich die Zahl der aus den Flüssen und Landseen bekannten auf noch nieht 20. Von diesen gehören über die Hälfte den Gobiiden, ein Viertel den Chromiden an; hierzu kommen noch zwei Arten der Gattung Alticus aus der Familie der Blenniden und
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zwei Arten Cyprinodontiden. Während Cypriniden und Siluriden, als ächte Süsswasserfamilien, auf dem Festlande Afrikas neben Characinen und Chromiden die Hauptrolle spielen, finden sich auf Madagascar und den benachbarten Inselgruppen nur die Chromiden durch wenige Arten vertreten. Dafür bilden hier die Gobiiden, welche mehr dem Meere als dem Süsswasser angehören, das Haupteontingent. Daraus, dass die überwiegende Zahl der Chromiden und Cyprinodontiden dem tropischen Theile Südamerikas angehören, einen Zusammenhang auch dieses Theiles der Fauna Madagascars mit dem genannten Theil der neuen Welt folgern zu wollen, dürfte ebenso verfrüht sein, wie jede andere Schlussfolgerung aus den wenigen Arten, welche wir aus dem Innern Madagascars kennen. Hoffen wir, dass sich bald ein. Reisender finden möge, der diesem Theil der Fauna seine ganz besondere Aufmerksamkeit schenkt; es darf nicht daran gezweifelt werden, dass alsdann nicht minder interessante Resultate sich ergeben werden, wie sie manche der übrigen Thierklassen bereits geliefert haben.“
Die Meeresmollusken Madagascars gehören dem indo-pacifischen Conchylienreiche an; von ihm sagt Dr. Kobelt in den Jahresberichten der Senckenberg’schen Gesellschaft: „Auf diesem ungeheuren Raume ist die malakozoologische Bevölkerung eine so gleichmässige, dass es unmöglich ist, grössere Abtheilungen zu unterscheiden. Nur an den Grenzen lassen sich ein paar Provinzen abtrennen, im Norden die japanische, im Süden die von Südaustralien und Neuseeland und die des Caps der guten Hoffnung. In dem ganzen tropischen Theil ist eine Trennung unmöglich und wenn man mit Keferstein eine polynesische, eine indische und eine indo-afrikanische unterscheiden will, muss man sich mehr nach anderen Thierklassen als nach den Conchylien richten; die scharfe Grenze, welche den malayischen Archipel in anderen Thierklassen vom polynesischen sondert, existirt für die Conchylien nicht.“
Die Binnenconchylien anlangend, sagt Dr. Kobelt in den Jahrbüchern der deutschen malakozoologischen Gesellschaft: „Madagascar ist gross genug, um seine eigene Schneckenfauna entwickeln zu können; sie hat uns schon die prachtvollsten Arten kennen lernen lassen, ohne uns nur annähernd genügend bekannt zu sein. Oder sollten wir vielleicht die Fauna einer Insel als bekannt ansehen, auf der noch in den letzten Jahren eine Helix von der Grösse einer Faust entdeckt wurde? Immerhin aber ist das, was wir von der Conchylienfauna Madagascars wissen, genügend, um zu erkennen, dass die Insel, wie auch sonst, ein eigenthümliches Ganze für sich bildet und von Afrika vielleicht weniger empfangen, als an dasselbe abgegeben hat. Ein afrikanischer Charakterzug ist eigentlich nur die Gegenwart einiger Achatinen und Ennea- arten, welche letztere an der Westküste Afrikas zahlreich auftreten, doch ist diese Gattung nicht specifisch afrikanisch, da sie auch auf anderen ostafrikanischen Inselgruppen reich vertreten ist.
Charakteristisch für Madagascar Afrika gegenüber ist die reiche Entwickelung von Helix- arten, die zu den grössten und schönsten der ganzen Gattung gehören, während das tropische Afrika arm an ihnen ist: ferner der Reichthum an ächten Cyelostomen, die sich hier ebenfalls
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durch Grösse, Schönheit und reiche‘ Sculptur auszeichnen; sie sind auch auf die Nachbar- inseln in geringerem Maasse verbreitet und diese wie die Cyelostomen des Festlandes von Südostafrika, die ohnehin in der afrikanischen Fauna fremd dastehen, auch weniger entwickelt erscheinen, sind als Ausstrahlungen des madagassischen Schöpfungscentrum zu betrachten. Die Gattungen Otopama und Lithidion verbreiten sich von Madagascar aus nord- und ostwärts.
Einige Bulimus bilden eine für Madagascar eigenthümliche Untergattung. Auffallend ist das geringe Hervortreten indischer Einflüsse. Allenfalls könnte man in dieser Beziehung die Naninen nennen, obschon diese Gattung ja auch in Afrika vertreten ist. Unter den Deckel- schnecken finden wir den vielen Cyelostomen gegenüber nur einen Cyclotus und zwei Cyclophorus; auch die seltsame Euptychia hat ihren nächsten Verwandten von den Nicobaren. Am ersten lässt sich noch eine Verwandtschaft mit der indischen Fauna nachweisen in den gedeckelten Süsswasser-Conchylien; übrigens ist die Fauna der Binnengewässer noch bedeutend weniger bekannt wie die Landfauna.*“
Von den G@liederthieren sind es besonders die Insekten, die ungemein reich an Arten und Individuen sind, ihnen scheint Vegetation und Klima besonders günstig zu sein und sie gelangen zu ihrer vollsten Blüthe, wie in allen tropischen Ländern während und kurz nach der Regenzeit. Am besten sind die Käfer, nächstdem die Schmetterlinge bekannt; die übrigen Ordnungen sind faunistisch zusammenhängend noch nicht bearbeitet worden; jedoch scheint es auch für diese wie für die beiden schon aufgeklärteren Ordnungen zu gelten, dass sie bei den zum grössten Theil Madagascar eigenthümlichen Formen, mit jedoch verhältnissmässig wenig neuen Familien und Geschlechtern sich am meisten an die Insektenfauna von Afrika anschliessen. Gerstäcker, der hauptsächlichste Vertreter dieser Ansicht wollte wenigstens in entomologischer Beziehung Madagascar als eine afrikanische Provinz betrachtet wissen.
Für die Käfer stellt Dr. von Heyden als Verhältniss auf, dass °J: der auf der Insel vorkommenden Arten endemisch, !, gemeinsam mit dem afrikanischen Festlande und !ı Kosmo- politen sind. Specieller über die Käferfauna von Madagascar schrieben Klug in den Sitzungs- berichten der Königlichen Akademie der Wissenschaften, Berlin 1833 und Fairmaire bearbeitete die Coquerel’sche Ausbeute in den Annales soc. entomol. de France von 1868 bis in die neueste Zeit. Charakteristisch sind die vielen prachtvollen Cetoniden; von Harold führt in seinem Catalogus Coleopt. 1869 21 Gattungen mit 62 endemischen Arten an, welche Anzahl sich gewiss seitdem verdoppelt hat, besonders durch die Arbeiten von Thomson und Kraatz. Ebenso charakteristisch ist unter den Buprestiden die Gattung Polybothris mit im Jahre 1869 50 Arten, die nur dort vorkommen, eine Anzahl schmal parallel, andere von schildkrötenartiger Körperform, verbunden mit der schönsten metallischen Farbenpracht.
Wenn wir die Schmetterlingsfauna Madagascars im: Grossen und Ganzen betrachten, so finden wir zunächst den Käfern gegenüber die verwandtschaftlichen Beziehungen mit der des
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afrikanischen Continentes noch grösser als bei jenen. Schmetterlinge können durch ihr grösseres Flugvermögen leichter mit benachbarten Ländern communieiren und werden häufig bei ihrer leichten Körperconstitution durch Luftströmungen weithin verschlagen. Bei der grossen Verwandt- schaft mit der afrikanischen Fauna schliessen sich fast alle Arten, ohne besonders auffällig ab- weichende Formen aufzuweisen, den afrikanischen Gattungen an. Dieselben Familien, die dem Continente fehlen, sind auch in Madagascar nicht vertreten, so z. B. die Morphiden, Heliconiden, Brassoliden, die Argynnis-, Melitaea- und die- Ageronia-Arten, die eigentlichen Castnien. Die Insel besitzt nur wenige eigenthümliche Gattungen; unter den Tagschmetterlingen eine etwas abweichende, von der man bis jetzt in dem verhältnissmässig auf Insekten noch lange nicht erschlossenen Afrika keinen Vertreter fand. Es ist dies die Gattung Heteropsis Westw., aus der Familie der Satyriden, mit nur einer bekannten Art, die durch ihre verlängerten Spitzen der Vorderflügel sich kennzeichnet. Eine Sphingiden-Gattung Maassenia m., zu den Smerinthiden gehörig, mit ebenfalls nur einer Art (M. Heydeni m.) steht mit keiner andern Gattung in näherer verwandtschaftlicher Beziehung. Unter den Bombyeiden, die im Allgemeinen durch ihr geringes Flugvermögen ünd schweren Körper der Weiber, sowie durch den meist gänzlich fehlenden Ernährungsapparat in beiden Geschlechtern, auf sehr beschränkte Lokalitäten angewiesen sind, scheint die Gattung Borocera B., die ihrer seidenspinnenden Arten wegen für die Industrie wichtig ist, keine Vertreter in Afrika zu haben. Die Noctuen-Fauna Afrikas, die mit der süd- asiatischen in naher Beziehung steht, hat bis jetzt noch keine Art der Gattung Phyllodes auf- zuweisen, während eine schöne, grosse Species derselben die Insel Nossi-B& bewohnt.
Dass Madagascar zur indischen Region und dem malayischen Archipel eine grössere Ver- wandtschaft in seiner Lepidopterenfauna habe als zu Afrika, wie einzelne Autoren behaupteten, ist zweifellos unrichtig. Würde dies der Fall sein, so wäre es doch zu verwundern, dass beispielsweise Madagascar gar keine Art des für jene Länderstriche so charakteristischen Genus Ornithoptera B. und ebenso einiger Morphiden Gattungen hat. Dagegen findet man in der indo- malayischen Region wieder keine einzige Species, die zu der für Afrika und Madagascar so eigen- thümlichen Papilio Nireus-Gruppe gerechnet werden könnte. Die Lepidopterenfauna Madagascars ist viel besser bekannt, als diejenige aller der Gegenden Afrikas, die bis jetzt naturwissen- schaftlich erforscht wurden, abgesehen von dem zur paläarktischen Region gehörigen nördlichen Theile. Diese bekannteren Gebiete sind die Küstenländer Senegambien, Liberia, Theile von Guinea, Gabun, Congo, Angola, Capland, Cafferland und Natal, Transvaal und ein kleiner Theil der Küste von Mossambique und Sansibar. Die Nilländer mit Sennaar, Kordofan und Abyssinien ausgenommen, sind nur äusserst wenig Insekten in dem Binnenland gesammelt geworden. Gerade die Madagascar zunächst liegenden Länderstrecken Afrikas sind mit am wenigsten erforscht, jedoch kann man jetzt schon annehmen, dass nur der durch den Oranjefluss abgetrennte, südliche Theil Afrikas eine mehr eigenthümliche Fauna besitzt im Vergleich zu der grossen Ländermasse südlich des Atlas; daher auch die grosse Uebereinstimmung zwischen den Lepidopteren der
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westlichen und östlichen Küste des Continentes. Tritt jetzt schon die nahe Beziehung der Insektenfauna Madagascars zu Afrika deutlich hervor, so lässt sich annehmen, dass dies noch auffälliger sein wird, wenn die afrikanischen Nachbarländer mehr erforscht sein werden, Von näheren Beziehungen zu Südamerika und Westindien kann nicht die Rede sein; wenn auch der überaus prächtige Urania Rhipheus Dr. mit dem afrikanischen Genus Cydimon Dalm. in eine Familie gehört, so sind die Arten beider Gattungen in ihrer äusseren Form doch wesentlich verschieden; durch die Entdeckung des Urania Croesus Gerst. an der Sansibarküste, steht Urania Rhipheus aber für die äthiopische Region nicht mehr isolirt da.
Madagascar besitzt neben einer grossen Zahl eigenartiger Species von Schmetterlingen eine Reihe von Kosmopoliten, unter denen es folgende Arten gemeinsam mit Europa, besonders mit dessen südlichem Theile hat: Lycaena Boetica L., Telicanus Lg. und Lysimon Hb., Danais Chrysippus Cr., Pyrameis Cardui L., Acherontia Atropos L., Protoparce Convolvuli L., Chaero- campa Osyris Dalm. und Celerio L., Daphnis Nerüi L., Deilephila Lineata L. (Mabille), Earias Insulana B., Deiopeia Pulchella L., Phragmatoecia Castaneae Hb. (Mabille), Brithys Panceratii Cyr., Prodenia Littoralis B., Eurhipia Adulatrix Hb., Plusia Aurifera Hb. und Chaleytes Esp., Heliothis Armiger Hb., Xanthodes Graällsii Feisth., Leucanitis Stolida F., Grammodes Bifasciata Petg. und Alsira L., Nomophila Noctuella Schiff., Zinckenia Recurvalis F. (Syrien), Spanista Ornatalis Dup., Etiella Zinckenella Tr.
Mit Afrika und der indo-malayischen Region hat die Insel gemeinsam, (wobei hier und den folgenden Angaben von den Kosmopoliten abgesehen ist, und die mit * bezeichneten Arten sich mit Sicherheit nur auf die letztere Region beziehen): z. B. Pieris Mesentina Cr., Melanitis Leda L., Atella Phalanta Dr., Hypanis Ilithyia Dr., Hypolimnas Misippus L., Lycaena Theophrastus F., ? *Hesperia Naso F. (nur Mauritius mit Indien), Macroglossa Hylas L., *Chaero- campa Theylia L. (Mabille), Nephele Hespera F., Argina Cribraria Clk., *Alamis Ligilla Gu. und *Umbrina Gu., Ophideres Materna L. und Fullonica L., Archiva Hieroglyphica Dr., Lagoptera Magica Hb., *Achaea Melicerta Dr., Remigia Frugalis F. und Archesia Cr., *Lacera Capella Gu., Thermesia Rubricans B., Rivula Terrosa Snell., Nodaria Nodosalis H.S., *Hydrillodes Lentalis Gu., Hyperythra Limbolaria Gu., *Asopia Gerontesalis Walk., Botys Sinuata F., *Tridentalis Snell. und *Testudinalis m., *Sameodes Thrithyralis Snell., *Pachyarches Vertum- nalis Gu., *Stenurges Ostensalis Hb., Siriocauta Testulalis Hb., Hymenoptychis Sordida Zell., *Pleonectusa Tabidalis Led., *Coptobasis Cataleucalis Snell., *Myelois Stibiella Snell., *Euzophera Subterebrella Snell.
Mit Afrika nur allein gemeinsame Arten sind unter anderen: Papilio Demoleus L. und Delalandii God., Pontia Alcesta Cr., Eurema Pulchella B. und Desjardinsii B., Tachyris Saba F. und Phileris B., Callidryas Florella F. und Rhadia B., Euploea Goudotii B., Gnophodes Betsimena B., Leptoneura Cassus L., Mycalesis Nareissus F., Acraea Rahira B., Lycia F., Serena F. und Punctatissima B., Hypanartia Hippomene Hb., Preeis Rhadama B., Eurytela
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Dryope Cr., Crenis Drusius F., Cyrestis Elegans B., Neptis Saclava B., Charaxes Cinadon Hew. (Butler), Lycaena Lingeus Cr., Pulchra Murray und Cissus God., Hypolycaena Philippus F., Ismene Forestan Cr. und Ratek B., Pamphila Borbonica B. und Poutieri B., Thymelicus Havei B., Cyelopides Malgacha B., Tagiades Sabadius B., Diodosida Murina Walk., Chaerocampa Eson Cr., Charris Walk., Balsaminae Walk. und Idreus Dr., Protoparce Solani B., Nephele Acecentifera Beauv. und Oenopion Hb., Euchromea Formosa B. und Madagaseariensis B., Ovios Eumela Cr., Leocyma Appolinis Gu., Eurhipia Bowkeri Feld., Plusia Limbirena Gu., Cosmophila Auragoides Gu. und Xanthyndima B., Polydesma Landula Gu., Cyligramma Latona Cr., und Argillosa Gu., Hypopyra Capensis H.S., Ophiodes Hopei B., Ophisma Limbata Feld. und Finita Gu., Achaea Chamaeleon Gu., Dejeanii B. und Lienardi B., Thermesia Marchalii B., Thalassodes Vermicularia Gu., Spilomela Podalirialis @u., Aneylolomia Sansibarica Zell.
Diesen gegenüber stehen eine Anzahl Arten, die mit afrikanischen eine innige Verwandt- schaft haben, aber jedenfalls durch die lange Trennung der beiden Ländermassen derart modifieirt worden sind, dass sie als besondere Formen "betrachtet werden müssen ; meist bezieht sich diese nahe Verwandtschaft auf solche Arten, die in Afrika selbst ungemein dem Variiren ausgesetzt sind, aber auf Madagascar als wenig abändernde, bestimmte Formen auftreten. So z. B. Papilio Merope Cr., Panopea Dubia Beauv., Miniodes Discolor Gu. Wir stehen hier vor einer grossen Schwierigkeit, sollen wir diese so nahestehenden Thiere als besondere Arten oder als Lokal- formen betrachten? Auch die Entwicklungsgeschichte wird uns hierüber wenig Aufschluss geben können, denn bei der wahrscheinlich schon sehr lange stattgefundenen Abtrennung der Insel vom Festlande sind durch die veränderte Lebensweise, Klima u. s. w. sicher auch die früheren Stände modifieirt worden. Leider liegen uns hierüber noch gar keine Erfahrungen vor. Eine weitere Schwierigkeit entsteht durch die Frage: Welches ist nun bei Annahme einer Lokalform die eigentliche Stammart? Vollständig ungerechtfertigt wäre es, wollte man diese stets nach dem Continente verlegen; wesshalb können nicht Arten von dem früher vielleicht viel grösseren Lemurenlande an den jetzigen Continent, der zur Zeit der Abtrennung möglicherweise geringeren Umfang hatte, ebenfalls abgegeben worden sein? So bietet Papilio Meriones Feld., den Boisduval in seinem „Species general“ als blosse Varietät (B) von Papilio Brutus F. (P. Merope Cr.) aufführt, ein merkwürdiges Beispiel. Hier muss man doch wohl Papilio Meriones mit seinem ihm so ähnlichen Weibe als die Stammart ansehen, während P. Merope, dessen durch die Zucht aus Eiern festgestellten, dem Manne ganz wunähnlichen, mehr einer Danais- als Papilioform gleichenden Weibern (deren sewöhnlichste Formen sind Papilio Cennea Cr., Hippocoon F., Dionysus Dbld. und Trophonius Westw.) als von ersteren abstammend zu betrachten ist. Trimen nimmt, veranlasst durch die weite Verbreitung von P. Merope über den grössten Theil von ganz Afrika an, dass die typische Form afrikanischen Ursprungs sei (Transactions of the Linnean Society of London vol. 26, 3. 1868—1869).
Sehr bezweifeln möchte ich, dass neben der modifieirten Art noch die Stammform in
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demselben Länderstriche zugleich vorkommt, so z. B. Junonia Oenone L. (Clelia Cr.) neben Epiclelia B., Panopea Lucretia Cr. und Apaturoides Feld., Panopea Dubia Beauv. und Drucei Butl., Charaxes Candiope God. und Antamboulou Lue., Tagiades Flesus F. und Insularis Mab., Bunnaea Aleinoe Cr. und Aslauga Kirb.; die bezüglichen Angaben mögen für Madagascar darauf begründet sein, dass die Lokalform noch nicht abgetrennt, und seither nur für Varietät gehalten wurde.
In Betreff der Artfrage scheint mir ganz richtig zu sein, was Dr. W. Kobelt in der Einleitung seines „Cataloges der im europäischen Faunengebiete lebenden Binnenconchylien (2. Auflage 1881)“ sagt: „Mit dem Durchdringen der Darwin’schen Lehre ist mir die Artum- grenzung unendlich weniger wichtig geworden. Die Art ist eben ein Coneretum, keine wirklich in der Natur existirende Sache; die Natur kennt nur Individuen, von denen kaum zwei einander völlig gleich sehen. Arten und Gattungen sind nur wie die Kasten und Schiebladen einer Sammlung, zur Bequemlichkeit des Forschers, dem sonst eine Uebersicht unmöglich ist; er bestimmt also auch ihre Grösse nach seiner Bequemlichkeit und nach dem Zwecke zu dem sie dienen sollen. Legt er besonderes Gewicht auf die geographische Verbreitung, so wird er die Arten weit fassen, will er besonders die Einflüsse der Lokalität, die Uebergänge einer Form in die andere und deren Bedingungen studiren, so thut er vielleicht zweckmässiger, den Artbegriff enger zu fassen.“
Ich halte das Benennen ziemlich gleichmässig abweichender Lepidopterenformen einer Lokal- fauna für wiehtig. Mögen dann auch die so als Arten aufgestellten Formen, später von einem besonders befähigten Systematiker, dem ein umfangreiches Vergleichsmaterial zu Gebote steht, mit andereren zu einer weit verbreiteten Art zusammengezogen werden, so hat die Wissenschaft dadurch noch lange keinen Schaden erlitten und ist deswegen die beschwerliche Synonymik nicht vermehrt, da man auffallende Varietäten und Abänderungen, die gleichmässig in einer Gegend wiederkehren, doch mit Namen bezeichnen muss.
Von den übrigen Insekten-Ordnungen lässt sich nur wenig sagen. Die Sammlung der Senckenberg’schen Gesellschaft enthält an Hymenopteren: Ichneumoniden, Wespen, Ameisen, von denen gewisse Arten bis zu 1 m Höhe Bauten ausführen, verschiedene Hummel- und Bienen- arten. Die Gewinnung von Wachs und Honig spielt unter den Landesprodukten eine nicht unbedeutende Rolle, und gelangen beide zur Ausfuhr.
Von Neuropteren enthält die Sammlung Myrmeleon- und Ascalaphus-Arten. Orthop- teren sind derselben reichlich zugegangen. Sie sind Henri de Saussure in Genf für ein grösseres Werk über Madagascar zur Verfügung gestellt. Es sind Blattiden, verschiedenartige Formen von Mantiden, darunter auch ziemlich kleine Arten, die sowie die Heuschrecken, von denen verschiedene Arten, wie auch die Raupen einiger Schmetterlinge, als Nahrungsmittel dienen, mit den afrikanischen Formen vielfach übereinstimmen. Eine Grille Prodocircus Crocinus Serville ist generisch und specifisch Madagascar eigenthümlich. Von den Acridien sind wie in Afrika Pamphagus-, von den Locustiden Eugaster-Arten reichlich vertreten.
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Dipteren befinden sich nur wenige in der Sammlung und ist es noch nicht festgestellt, ob von Bigot beschriebene Arten sich darunter befinden. Dem Europäer sind sie auf Madagascar mehr als eine Plage als durch ihre Naturgeschichte bekannt. Des Tags über quält ihn nach Sibree eine kleine Stechfliege, die nach Sonnenuntergang durch die zahlreichen Mosquitos abgelöst wird.
Von den Hemipteren ist eine Anzahl hauptsächlich von Signoret, Stal und Distant beschrieben. Das Genus Ulpius ist Madagascar eigenthümlich. Auch hier finden die meisten Beziehungen zu Afrika statt, während die äthiopische wieder Gemeinschaft zeigt mit der orientalischen, australischen und neotropischen Region. Die Familie der Cicaden ist reich ver- treten und von ihnen stellen die Fulgorinen das Haupteontingent zu den zahllosen des Nachts leuchtenden Insekten. Eine auffällige, schöne Art mit scharlachrothen Vorderflügeln ist die Flata rubra Sign. Unter den Stridulantien scheinen zwei grössere Arten Platypleura guttulata Sign., auch in Südafrika vorkommend und Madagascariensis Dist. besonders häufig zu sein. Von den Wanzen ist die Thyreicoris coceiformis Guer. eigenthümlich kugelich gestaltet, Mictis-Arten wie curvipes Sign. mit starken, innen zackigen Hinterbeinen. Von Wasserwanzen besitzt die Sammlung eine 80 mm lange Belostoma.
. Ueber die Spinnen besitzen wir ein Werk mit 118 vortreffliiehen Abbildungen und interessanten Beobachtungen: Vinson, Araneides des iles dela Reunion, Maurice et Madagascar. Paris 1863. Essind 75 Arten aufgenommen, von denen jedoch eine Anzahl älteren Namen weichen mussten, da der Autor nur die Werke französischer Schriftsteller, so besonders Walckenaer berücksichtigt hat. Allen drei Inseln gemeinsam führt er 11, nur auf Mauritius und Bourbon (Reunion) 22 an, nur auf einer der Inseln vorkommend: Madagascar mit 21, Mauritius mit 7, Bourbon mit 17 Arten. Bei grosser Mannigfaltigkeit der Formen, sind einzelne Arten durch _ besondere Grösse, andere durch die glänzendsten Farben ausgezeichnet. Viele dieser Thiere besitzen äusserst lange Beine. Das Klima gestattet allen Arten stets im Freien zu leben. So gefürchtet bei den Eingeborenen zwei Arten Latrodeetus Menavodi Vins. und Thomistus (Phrynarachne Thorell) Foka Vins., von denen letztere das Aussehen einer Krabbe hat, wegen ihres für giftig gehaltenen, schmerzhaften Bisses sind, so praktisch wird die Epeira Madagas- eariensis Vins., die grösste malgassische Spinne verwendet, sie dient als Nahrungsmittel. Bei der grossen Häufigkeit vieler Webespinnen, sieht man überall die oft sehr grossen Netze zwischen Bäumen, Agaven, Cacteen ete. ausgespannt. Dasjenige der Epeira Mauritia Walcken. mehr zwischen niederen Pflanzen, die auf feuchtem Boden stehen, angebracht, bietet eine besondere Eigenthümlichkeit. In der Mitte quer durch das Netz verläuft ein silberweisser, von der Farbe des eigentlichen Netzes abstechender Faden, der unter einem: spitzen Winkel gebrochen ist, und der dazu dient, grössere Thiere, wie Heuschrecken, die in das Netz gerathen, damit zu fesseln und zu umwickeln, während er für kleinere, schwächere nie verwendet wird. Epeira tubereulosa Vins. zieht Fäden quer über Bäche in denen sich zahlreiche Libellen fangen. Einige Arten
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verstärken die Befestigungsfaden ihrer Netze durch Anschwellungen, die sie von Zeit zu Zeit in denselben anbringen. In grossen, aus goldgelben Fäden bestehenden Netzen der Epeira (Nephila) inaurata Walckn. und nigra Vins., (letztere mit einer Körperlänge von 45 mm und 15 Cm Länge von den Klauen der Vorderbeine bis zu denen der Hinterbeine, wenn beide ausge- streckt sind, erstere wenig kleiner), die oft auf mehrere Meter Entfernung ausgespannt sind, leben Spinnen von allen Grössen und verschiedenem Alter gesellig.. Kleine Arten der Gattung Linyphia leben in Commensalismus mit jenen, um sich gegen Verfolgung kleiner Vögel zu schützen, denen die stärkeren Netze gefährlich werden, und nähren sich vom Abfallund kleineren Insekten. Die Männchen dieser beiden Epeira-Arten sind im Verhältniss zum grossen Weibchen winzig. klein, '/s deren Körperlänge, '/s der Breite. Unter den Nachtspinnen befinden sich ebenfalls Webespinnen, die ihr Netz jeden Abend von Neuem spinnen, es bei Sonnenaufgang stets wieder zerstören und sich zwischen Blättern verbergen. Vinson stellt eine neue und höchst eigenthümliche Gattung der Insel Reunion auf: Arachnoura, die sich durch den verlängerten Hinterleib auszeichnet. Vinson gibt nicht an, wie sich die Fauna zu derjenigen der Nachbar- länder verhält, aber ein Vergleich mit Gerstäckers Spinnen des Sansibargebietes zeigt auch hier die grosse Verwandtschaft, die zwischen diesen und derjenigen Madagascars und der Mascarenen besteht. Neben einigen identischen Arten, finden wir auch mehrere sich sehr nahestehende. Am zahlreichsten sind die Epeiriden vertreten, durch besonders originelle Formen das weit über die Erde verbreitete Genus Gastracantha; überhaupt sind die Gattungen der beschriebenen Arten fast alle kosmopolitisch. Zunächst der afrikanischen Verwandtschaft scheinen Analogien mit der indischen und theilweise auch mit der südamerikanischen zu bestehen.
Ein Scorpion von mittlerer Grösse scheint in Madagascar ziemlich häufig zu sein.
Die Spinnen, welche die Museen in Lübeck und Frankfurt am Main erhalten haben, liegen zur Bearbeitung Dr. H. Lenz vor, welcher schon jetzt übersehen kann, dass besonders unter den vielen kleinen sich neue Arten befinden, während die bis jetzt beschriebenen grösseren einer kritischen Sichtung nothwendig unterworfen werden müssen. Es wäre desshalb auch hier verfrüht allgemeine Schlüsse aus dem so ungenügend bekannten Material ziehen zu wollen.
Naeh Dr. H. Lenz sind die Myriopoden Madagascars noch weniger als die Spinnen bekannt. Ein schon von Ida Pfeiffer gesammeltes einzelnes Sphaerotherium ist im Museum in Berlin in zwei Exemplaren vorhanden, während diejenigen von Lübeck und Frankfurt am Main neben einer Anzahl weiblicher, die einzigen bekannten männlichen Thiere besitzen; ausserdem zwei Spirostreptus- und einige Scolopender-Arten. Die wenigen bekannten Formen haben ihre Verwandten im südlichen Afrika und Asien.
Die Crustaceen Madagascars wurden im Jahre 1868 von Milne-Edwards bearbeitet, herausgegeben, weitere Arbeiten lieferte 1874 Hoffmann und in neuester Zeit (1881) gaben die in den Museen von Lübeck und Frankfurt am Main befindlichen Arten Dr. H. Lenz und
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Dr. F. Richters Veranlassung, dieselben in den Abhandlungen der Senckenberg’schen Gesell- schaft zu veröffentlichen. Letzterer spricht sich über die Crustaceenfauna wie folgt aus: „Die Mehrzahl der auf Madagascar gefundenen Krebsthiere hat ein weites Verbreitungsgebiet, von der Ostküste Afrikas bis zu den Südseeinseln, eine Erscheinung, die ja darin ihre Erklärung findet, dass die Larven der Deeapoden, denn nur solche sind bis jetzt bekannt, nach Verlassen des Eies das hohe Meer aufsuchen und nun durch die Meeresströmungen über weite Strecken verstreut werden. Eine endemische Gattung ist bis jetzt nicht gefunden; ob eine von den auf Madagascar neu entdeckten Arten nur dort vorkommt, ist bei dem grossen Verbreitungsgebiet der meisten Seekrebse mindestens sehr zweifelhaft. Hoffmann beschreibt mehrere Palaemon- Arten (wenn es überhaupt gute Arten sind); diese könnten ein grösseres thiergeographisches Interesse haben, wenn darunter Süsswasserformen wären; darüber ist aber nichts bekannt. Unter den Landkrabben begegnen wir auch nur altbekannten, weit verbreiteten Arten und dies sicherlich auch wegen der pelagischen Lebensweise der Larven. Besondere Erwähnung verdient vielleicht Callianassa madagassa Richt., eine durch ihre merkwürdige Handbildung ausgezeichnete Form.*
Ueber die übrigen Klassen der niederen Thiere Madagascars ist bis jetzt so gut wie gar nichts bekannt, auch sind solche in den Museen nur in ganz vereinzelten Stücken vor- handen. Inwiefern das in neuester Zeit mehrfach erwähnte rasche Wachsen der Korallenriffe an der Südost-, West- und Nordküste Einfluss auf die Küstengestaltung Madagascars haben wird, muss dahin gestellt bleiben. Möglicherweise ist diese Riffbildung in früherer Zeit nur übersehen worden.
Nahe der Küste Madagascars liegen eine Anzahl Inseln, von denen die beiden grössten Nossi-B& auf der Nordwest-, Nossi-Ibrahim (St. Marie) auf der Ostseite liegen; letztere, gänzlich von einem Korallenriff umgeben, ist bergig, sumpfig und wenig fruchtbar. Nossi-B& dagegen ist von der Natur mehr begünstigt; geognostisch wie auch jene mit Madagascar überein- stimmend, ist Buntsandstein nur in deren nördlichstem Theile vorherrschend. Im Innern gebirgig und vulkanisch, mit zahlreichen erloschenen Kratern und mit dem höchsten Punkte Lukub& (600 m), ist das Eiland stark bewaldet. Fauna und Flora beider Inseln können als zu Madagascar - gehörig angesehen werden. Obgleich nun im Nachstehenden eine grössere Anzahl Lepidopteren als bis jetzt nur auf Nossi-B& und noch nicht auf Madagascar gefunden, angeführt werden und dadurch zugleich eine Fauna der kleinen Insel aufgestellt wird, so ist es doch kaum anzu- nehmen, dass diese Arten wenigstens in den grösseren Formen und der allergrössten Mehrzahl nach bei der Lage der Insel nur allein dieser eigenthümlich seien; es ist im Gegentheil höchst wahrscheinlich, dass diese Arten später wohl auch auf der Hauptinsel noch aufzufinden sind. Eine Zusammenstellung dieser neuen Schmetterlinge kann uns nur als Fingerzeig dienen, wie viel Interessantes wohl noch auf Madagascar selbst zu entdecken ist. Dass dagegen über
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Madagascar weit verbreitete Arten auf den beiden genannten Inseln fehlen, kann uns nicht in Erstaunen setzen.
Weiter ab von Madagascar liegen eine Reihe von Inselgruppen, die man gewöhnlich unter dem gemeinsamen Namen der Mascarenen zusammenfasst, obgleich sich dieser Name richtiger nur speciell auf die von dem Portugiesen Mascarenhas entdeckten zwei Inseln Mauritius, Bourbon oder Reunion bezieht, zu denen man später noch die Insel Rodriguez hinzuzog. Alle diese Gruppen vertheilen sich auf einen Bogen, der nordwestlich, nördlich und östlich die Hauptinsel umspannt. Durch die Aehnliehkeit in Bezug auf Fauna und Flora wird man zu dem Schluss geleitet, dass diese Gruppen früher wohl mit Madagascar zusammengehangen haben, aber weil sie theilweise eigenartige jedoch mit denen auf Madagascar verwandte Geschöpfe besitzen, ihre Abtrennung schon vor sehr langer Zeit stattgefunden haben muss und dies bestätigen auch die dazwischen liegenden bedeutenden Meerestiefen. Würden wir diese als massgebend annehmen, so finden wir, dass die Abtrennung der Mascarenen, Seychellen und Amiranten zu einer viel früheren Zeit stattgefunden hat, als die der Comoren, der Aldabra- und Providentia-Gruppe. Untiefen, die zwischen den Seychellen und Mascarenen hinziehen und aus denen nur kleine flache Inseln heraustreten, lassen darauf schliessen, dass der Zusammenhang zwischen diesen Gruppen vor noch nicht gar zu langer Zeit aufgehoben wurde. Wollen wir uns ein wahrscheinliches Bild aus früherer Zeit veranschaulichen und denken uns das Meer etwa bis zu 1000 Faden zurückgetreten oder das Land um ebenso viel gehoben, so würden die Amiranten und Seychellen als grosse Inseln erscheinen und mit den beiden grösseren Mascarenen nahezu verbunden sein. Beim Weitergreifen dieser Veränderung würden die Seychellen und Amiranten durch Verschmelzen mit der Aldabra- Providentia- und Farguhar-Gruppe sich mit der Nordspitze Madagascars verbinden, welches sich seinerseits ostwärts noch über die Tromelin-Inseln ausdehnen würde. Hier verbliebe aber immer noch ein tiefer Meereskanal, nach den Masearenen zu, bestehen, die ihrerseits jedoch nordwärts bereits mit der Hauptinsel verbunden wären. Rodriguez allein würde noch isolirt bleiben, während die Agalesa-Inseln bereits mit dem übrigen Mascarenen- und Seychellen-Lande in Verbindung getreten wären. Westwärts würde Madagascar mit dem Continente Afrika verbunden worden sein. Eine Verbindung dieser so gedachten Ländermasse mit Indien an der Ostküste Afrikas entlang über Sokotora und Arabien ist sehr leicht annehmbar, um so mehr als wir auf diesem Wege in einzelnen Gruppen von Landthieren entschiedene Ver- wandtschaft antreffen; dagegen ist eine ehemalige Länderbrücke über die Chagos- oder Malediven- Inselgruppen mit Indien und der Sundawelt sehr zu bezweifeln.
Keine dieser sämmtlichen Inseln überschreitet die Grösse von 45 Quadratmeilen. Die grösseren, die Seychellen, die granitischen Ursprunges und schon dadurch auf einen Zusammenhang mit Madagascar schliessen lassen, die Comoren und Mascarenen die bei Vorherrschen des Basaltes vulkanisch sind, heben sich hoch aus dem Meere heraus, während die meisten übrigen, zwischen jenen liegenden, nur aus Korallen und Sand bestehend, niedrig sind. Die Korallen spielen
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überhaupt in diesem Meerestheile eine wichtige Rolle. Einzelne der Inseln wie Mayotte, Mauritius und Rodriguez, welches letzteres im Innern des Landes granitisch ist, sind vollständig von einem Korallenriff eingeschlossen. Thätige Vulkane befinden sich auf Comoro und Reunion. Der grösste Theil der Inseln ist wasser- und waldreich und sehr fruchtbar, durch gesundes Klima zeichnen sich Mauritius und Reunion aus, doch sind beide sowie auch Rodriguez häufig, besonders während der Regenzeit, durch furchtbare Stürme heimgesucht. Weniger fruchtbar sind die Seychellen, obgleich auch diese bewaldet sind. Einige, so die Amiranten sind von Menschen unbewohnt; dagegen haben die zum Theil stark bevölkerten Eilande durch die Kultur und Entholzung viel von ihrer ursprünglichen Eigenthümlichkeit eingebüsst, so ganz besonders Reunion. Unter diesen Einflüssen hat denn auch die einheimische Thierwelt, in geringerem Maasse auch die Vegetation, gelitten. Noch in allerneuester Zeit sind einzelne höhere Thiere ausgestorben. Vor etwa 200 Jahren auf den Mascarenen die Dodos (Didus ineptus L. und solitarius Lath.) des Fluges nicht fähige, grosse taubenartige Vögel, die den besten Beweis liefern, dass sie sich selbstständig auf der Insel entwickelten, und Zeugniss von dem grossen Alter und der Isolirung geben. Säugethiere sind meist nur durch Fledermäuse vertreten. Während die Comoren ausser diesen noch einige andere besitzen, sollen nach Wallace’s Ansicht die auf den Mascarenen sich findenden von Madagascar eingeführt sein. Die Vögel liefern einige endemische Arten madagassischer oder afrikanisch-indischer, auf den Mascarenen auch einiger eigenthümlicher Gattungen. Bei den Reptilien zeigen letztere Inseln bei einiger madagassischer Verwandtschaft schon eine grosse Hinneigung zur orientalischen und australischen Region. Von den Riesenschildkröten, die früher wohl alle diese Inseln bewohnt haben mögen, sind nur noch welche auf den kleinen, von Menschen unbewohnten Aldabra-Inseln lebend vorhanden. Im All- gemeinen kann man annehmen, dass die Comoren mehr von Afrika und Indien beeinflusst sind als von Madagascar, was sich durch die grosse Meeresströmung zwischen diesem und ersteren erklären lässt. Auf den Seychellen tritt schon bedeutend die indische Verwandtschaft hervor, die bei den Mascarenen ganz untergeordnet ist, während die afrikanische bereits zurücktritt. Die eigentlichen Mascarenen, deren Insekten schon Bearbeiter gefunden haben, sind es nun auch, die wir in der Folge nach dem Vorgange von Boisduval mit zu der Lepidopterenfauna von Madagascar hinzuziehen, was durch die grosse Verwandtschaft gerechtfertigt wird. Sie haben einige endemische Arten, die aber in nächster Beziehung zu solchen aus Madagascar oder Afrika stehen: Mauritius mit Papilio Phorbanta L., Pamphilus Marchalii B. und Libythea Cinyras Trim. Röunion mit Papilio Disparilis B. und Lycaena Mylica Gu. Wenn wir diese beiden Papilio als vikariirende Arten des nur auf Madagascar fliegenden Papilio Epiphorbas B. ansehen, so liefern uns zwei andere Gattungen noch ein Paar solcher Beispiele: Euploea Goudotii B. auf Reunion und Euploea Euphon F. auf Mauritius, Rodriguez und Madagascar; Neptis Dumetorum B. auf Reunion vertritt Neptis Frobenia F. auf letzterer Insel und Mauritius. Noch sei hier die Einwanderung eines Schmetterlings von Madagascar erwähnt: Precis Rhadama B., der nach
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Trimen früher auf Mauritius unbekannt war, gegen Ende der fünfziger Jahre in verschiedenen Theilen der Insel gleichzeitig und nicht selten auftrat. Das Gleiche führt Coquerel (1866) von Reunion an und zwar, dass dieser Schmetterling jetzt daselbst häufiger sei als in Mada- gascar selbst, wo er herstamme.
So ist der jetzige Stand unserer Kenntnisse von der Flora und Fauna von Madagascar. Wunderbar ist ihr Reichthum, obgleich das Material nur von wenigen Forschern herstammt, die auf ihre eigenen Hülfsmittel angewiesen waren. Keine andere Insel ist so mit mannigfachen Pflanzen- und Thierarten ausgestattet, wie dieses Wunderland! Aber wie ganz anders würde unsere Kenntniss von demselben bereichert werden, wenn eine Regierung sich entschlösse, eine Expedition auszurüsten, um die dort schlummernden naturhistorischen Schätze zu heben. Hoffen wir, dass bald ein Schiff unter der Flagge des deutschen Reiches die geeigneten Natur- forscher zur Lösung dieser belohnenden Aufgabe nach Madagascar tragen möge!
Literatur.
Selbstständige Werke.
Linne, Mantissa Plantarum altera generum editionis VI et specierum editionis II. Holmiae 1771.
Enthält auf p. 529—543 Beschreibungen von Insekten, auf p. 534—540 von Schmetter- lingen und unter diesen Papilio Phorbanta Z. p. 535.*)
Drury, Ilustrations of Natural History, wherein are exhibited upwards of two hundred and forty figures of exotie insects, according to their different genera; etc. London Vol. 1. De ART ker
Drury führt in diesem Werke, dessen Text englisch und französisch ist, Madagascar nicht als Vaterland einer seiner Arten an; nur wird bei Idaea Lincea Dr. T. I. t.7 £.1 von der Insel Johanna (Comoren) kommend, letztere im indischen Ocean nahe bei Madagascar liegend, erwähnt. Jedoch bildet er T. I. t.3. £.1. Papilio Antenor Dr., dessen Herkunft er nicht anzugeben weiss und in T. Il. t.23. £.1,2. Urania Rhipheus Dr. als von China stammend ab, von beiden Schmetterlingen ist als sicheres Vaterland nur Madagascar bekannt. Die Abbildung des U. Rhipheus ist wohl nach einem verstümmelten Exemplare mit angesetztem fremden Kopfe angefertigt, und so ist sie auch in andere Werke übergegangen. (Swainson Zoological Nlustrations. London 1829. 2. Ser. Pl. 151 im Texte als Rhipheus Dasycephalus Sw, aufgeführt).
Ausser diesen beiden Schmetterlingen sind nach Originalen, die anderen Gegenden ent- stammen, aber gleichfalls der Fauna von Madagascar angehören, noch folgende abgebildet:
T. I. Melanitis Leda Z. [China] t.15. f£.5. Atella Phalanta Dr. [China] t. 21. f.1, 2. Achaea Melicerta Dr. [Bombay] t. 23. £. 1.
T. I. Archiva Hieroglyphica Dr. [Madras] t. 2. f. 1. Stemorrhages Sericea Dr. [Goldküste] t. 6. ££1. Archina Astrea Dr. (Cribraria 01%.) [Goldküste] t. 6. £.3. Ophideres Materna L. [Bengalen] t. 13. f.4. Hypanis llithyia Dr. [Senegal] t. 17. f. 1. 2.
T. III. Chaerocampa Idrieus Dr. [Afrika] t. 2. £ 2.
*) Die Diagnose in dem seltenen Buche lautet: »Alis caudatis nigris supra caeruleo maculatis posticorum fascia interrupta subtus alba. Habitat in Cayenna.«
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Cramer, De Uitlandsche Kapellen, voorkomende in de drie Waereld-deelen Asia, Africa en America etc. Amsteldam en Utrecht. 4 Bände 1779—1782 mit 400 Tafeln.
Im Texte, der holländisch und französisch ist, finden wir nur zweimal die Angabe des madagassischen Faunengebietes für Amblythyris Mauritia Or. und die zweite im Anhang von Stoll wohl irrthümlich für Hestia Idea Stoll.
Alle übrigen dieser Fauna angehörigen entstanımen meist afrikanischen Küstenländern.
T. I. Cyligramma Latona Or. [Guinea-Küste] t. 13. £-B. Pyrameis Carduelis Or. (Cardui Z.) t.26. ££ E.F. Hypolimnas Diocippus Or. (Misippus Z. 9) t.28. f.B.C. Achaea Melicerta Dr. [Coromandel] t. 62. £. C. D. Hypolimnas Bolina Dr. (Misippus Z. 8) t. 65. £. E. F. Ophideres Pomona Or. (Fullonica Z. 2) [Corom.] t. 77. £. C. Eurytela Dryope Or. [Guinea, S. Leone] t. 78. £. E. FE.
T. II. Hyblaea Puera Or. [Surinam] t. 103. f. D. E. Danais Chrysippus Z. [Corom. ete.] t. 118. f£. B. C. Macroglossa Picus Or. (Hylas Z.) |Corom.] t. 148. £B. Nephele Morpheus Or. (Hespera F.) [Corom.] t. 149. £. D. Nyctipao Crepuscularis Z. [Bengalen] & t. 159. f. A. 21.160. £ A. Patula Macrops Z. [Corom. ete.] t. 171. ££ A.B. Argiva Mygdonia Or. (Hiero- glyphica Dr.) [Corom.] t. 174. f. F. Argiva Hermonia Or. (Hieroglyphica Dr. 2) [|Corom.] t. 174. aRsbreriseHedyler 072 ndjet-18362.22C. D:
T. II. Melanitis Leda Z. [Corom.] t. 196. £. ©. D. Euchromia Bumolphus Or. [Guinea- Küste] t. 197. f. D. Argina Oribraria C7k. (Astrea Dr.) [Corom. ete.] t. 208. f. C. G. Hypanis Tlithyia Dr. [Afrika] t. 213. f. A. B. t. 214. f.C.D. Hypolimnas Misippus Z. var. ® Inaria Or. [Amboina, Java] t. 214. f. A. B. Daphnis Nerü Z. [Corom.] t. 224. £. D. Chaerocampa Eson Or. [Cap, Corom.] t. 226. f. C. Chaerocampa Theylia? Z. [Corom.] t. 226. f. E. F. Papilio Demoleus Z. [Cap] t. 231. f. A. B. Atella Columbina Or. (Phalanta Dr.) [Corom.] t. 238. f£. A.B. ?Achaea Ezea Or. (? Dejeanii D.) [Guinea] t. 239. f. D. Dichroma Trofonia Or. [Cap] t. 247. f. F. Grammodes Ammonia Or. (Bifasciata Petg.) |Corom.] t. 250. f. D. Pieris Mesentina Or. [Corom.] t. 270. £. A. B. Remigia Archesia Or. [Corom.] t. 273. £. F.G. R. Virbia Or. (var. Archesia Or.) [Corom.] t. 273. f.H. Archina Cribraria O7k. S. oben |Corom.] t. 288. f. D.
T. IV. Achaea Melicerta Dr. [Corom.] t. 323. £.C.D.E. Atella Columbina Cr. (Phalanta Dr.) t.337. f.D.E. Amblythyris Mauritia Or. [Mauritius] t. 345. f. B. Ovios Bumela Or. [Cap] t. 347. f.G. Hyperythra Lutea Or. [Java] t. 370. f.C.D. Phakellura Marginalis Or. (Hyalinata L.) [Surinam] t. 371. £. D. Pontia Alceste Or. [Guinea] t. 379. £. A. Lycaena Lingeus Or. t. 379. f.E.G. ? Spilomela Phenice Or. [Surinam] (Podalirialis Gx.?) t.382.f.G. Urania Rhipheus Dr. [Chandernagor an der Bengalischen Küste ist jedenfalls ein Irrthum.] t. 385. f. A. B. Ismene Forestan Or. [Bengalen] t. 391. f£. E.F. Zinckenia Fascialis Or. (Recurvalis #') t. 398. £. O.*) Botys Marginata Or. (Sinuata F.) [Corom.] t. 00. £. I.
*) Ob die auf t. 399 f. H. abgebildete Phalaena Noctua Dominica Cr. identisch mit Brithys Pancratii Cyr., ist sehr zweifelhaft.
Als Fortsetzung hierzu:
Stoll, Aanhangsel van het Werk de Uitlandsche Kapellen etc. Amsteldam 1791.
Zinckenia Fascialis Or. (Recurvalis F.) [Surinam] t.36. f. 13. Ovios Sylviana Stoll (Eumela Or.) [Cap] t. 40. f.4.4.B. Hestia Idea Stoll (var. Lynceus Dr.) [Madagascar ?] t. 42. £. 1.
Herbst und Jablonsky, Natursystem aller bekannten in- und ausländischen Insekten ete. Schmetterlinge Bd. 1—11. tab. 1—527. Berlin 1783 — 1804.
T. U. (1784) t. 12. £. 3. ist unter dem Namen Papilio Phorbanta Z., P. Disparilis B. & nicht nach der Natur, sondern nach einer Handzeichnung dargestellt.
Die übrigen Abbildungen von Lepidopteren Madagascars sind Copien von Drury, Oramer etc. (Das Gleiche gilt für Esper, die ausländischen oder die ausserhalb Europa zur Zeit in den übrigen Welttheilen vorgefundenen Schmetterlinge in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen Theil I oder 16 Hefte mit illum. Kpfrtaf. 1-63. Erlangen 1785—1798.)
Fabrieius, Supplementum Entomologiae Systematicae. Hafniae 1798. Führt drei der Fauna eigenthümliche Arten als von Isle de France stammend an. Euploea Euphon F. p. 423. E. Phaedon F. p. 423. und Neptis Frobenia F\. p. 425.
Godart, Encyclopedie Methodique. Histoire naturelle. Insectes par Olivier. Paris.
T. 5. article Bombyx (1790). T. 8. article Noctuelle (1811). T.9. par Latreille (1819) article Papilio: Papilio Phorbanta Z. p. 47 wird mit richtiger Vaterlandsangabe Isle de France anstatt Cayenne aufgeführt und in beiden Geschlechtern beschrieben. Nymphalis Candiope @od., einer Form der Fauna Madagascars nahestehend, wird p. 353 zuerst beschrieben, im Suppl. (1823) p- 811 Papilio Delalandii God. mit dem Vaterlande Caffraria. Für Idea Lyncea Dr. p. 195 wird Madagascar als Heimath angegeben. T. 10. article Phalaena (1825). Im Uebrigen sind, wesentlich angeschlossen an die Werke von Fabricius, der grösste Theil der bis dahin beschriebenen Lepi- dopteren unter den verschiedenen Artikeln aufgeführt; article Sphinx bringt nur ein Verzeichniss.
Hübner, Sammlung exotischer Schmetterlinge. 3 Bände mit 491 illum. Kupfertafeln. Augsburg 1806 —1841.
T. I. Danais Chrysippus Z.&2 4f. Melanitis Leda Z. & 2?4f. Papilio Demoleus L. 2 £. Argina Pylptis F. (Cribraria Olk.) &£.
T. II. Hypanartia Hippomene Zb. 2 f. Nephele Oenopion Ab. 2 £.
T. III. (von Geyer) Aterica Rabena B. SQ 4E£
Hübner, Zuträge zur Sammlung exotischer Schmetterlinge ete. mit 172 col. Kpftf. und Text. Band I—IH. 1818—1825. von Hübner. Band IV. 1832 und V. 1837 von Geyer.
Der Fauna von Madagascar gehören an:
Deiopeia Venusta Hb. f. 521. 522; Lagoptera Magica 4b. f. 535. 536; Siriocauta Testu- lalis Ib. f. 629. 630; Eurema Pulchella B. f. 815. 816; Remigia Lycopodia Hb. (Frugalis F.) ö
22
f. 897. 898; Cyrestis Elegans D. 9 f. 923. 924; Acraea Ranavalona B. 8 f. 925. 926; Amaura Phaedon X! 2 £. 957. 958.
Guerin-Meneville, Iconographie du rösne animal de Cuvier etc. Atlas et texte expli- catif. Paris 1829—1844. Löpidoptöres: Tome II, pl. 76—91. Tome III, Texte p. 466—530.
Von den wenigen angeführten Lepidopteren gehören verhältnissmässig viele der Fauna von Madagascar an:
Danais Desjardinsii Guer. von der Insel Rodriguez (Euploea Euphon F') p. 474. Vanessa Musa Guer. Madagascar (Precis Andremiaja B.) p. 474. Hesperia (Tagiades) Sabadius 2. p. 492. t. 82. f. 2. Agarista Pales B. p. 493. t. 83. £. 1. Anaphila Stellata Gwer. (Luctifera B.) p- 493. Macroglossa Cynniris Ger. von der Insel Mauritius wohl zu M. Hylas Z. gehörig, p. 495. Syntomis Myodes B. p. 500. t. 84 bis. f.6. Glaucopis Formosa B. (Folletii Feisth. vid. Boisd. Faun. Mad. p. 82.) p. 501. t. 84 bis. f. 10. Borocera Marginepunctata Ger. p. 508. Latoia albifrons Ger. (Limacodes Florifera 7. S.) p. 512. Chelonia Evidens B. (Ovios Eumela Or.) p- 513. t. 83. f. 1. Lithosia Marginata @wer. p. 519. Ophideres Imperator B. 2 p. 520. t. 89. f.1. Erebus (Oyligramma) Magus Guer. 5 p. 521.
Cuvier, Le rögne animal distribu& d’apr&s son organisation. Tome II. Les insectes. Avec un atlas par Audouin, Blanchard, Doyöre et Milne Edwards. Paris 1836. Enthält: Urania Rhipheus Dr. t. 144. f. 3, a. b.
Boisduval, Faune entomologique de Madagascar, Bourbon et Maurice. Löpitopteres. Avec 16 planches coloriees. Paris 1833.
Unter diesem Titel als Separatabdruck der Nouvelles Annales du Mus. d’histoire natu- relle I. 1833 (p. 149—270) erschienen.
Die erste Zusammenstellung einer grösseren Anzahl von Speeies durch diesen bedeuten- den Lepitopterologen, die bereits geeignet war, den Charakter der Fauna auszudrücken, stützte sich vorzugsweise auf die an der Ostküste Madagascars, auf Mauritius und Bourbon gesammel- ten Schmetterlinge, auf Angaben französischer Officiere und des Reisenden Goudot. Von den 161 aufgeführten Arten sind 114 Madagascar und den Mascarenen eigenthümlich, von denen 106 als neu beschrieben und die charakteristischen Formen abgebildet sind.
Die neuen Arten sind: Papilio Epiphorbas B. p. 13. t.1. f.1.& Disparilis B. p. 15. t.1. f.2.2 Pieris Helcida B. p. 17. 1.2. f.1.2. Phileris B. p. 17. t.2 £. 35. 82 Leucophasia Sylvicola B. p. 20. Xanthidia Pulchella B. p. 20. t.2. £.7.& Floricola B. p. 21. Desjardinsü B. p. 22.1.2. f.6.58 Lycaena Batikeli B. p. 24. t.3. f.5. Rabe B. p.25. Tsiphana B. p. 25. Malathana B. p. 26. Tintinga B. p. 27. Emesis Tepahi B. p.27.t.3. f.4. Acraea HovaB. p. 29. 4. 21.2. IgatiB 9.29. 1.4. £381t5.f3.2 Ranavalona B. p. 30. t.6. £. 35, 69 Mahela B. p. 31. t.6.f.1. Punctatissima B. p. 31. t.6.f£.2. Rakeli 2. p. 32. 1.5. £.1.2. ZitjaB. p. 82 1.4. £.4.5.5 Rahira B. p. 33. t.5. f£4.5. Manjaca B. p.33..4.2£.6.9 1.5. £6.7.8
Sganzini B. p. 34. t.6. f.6.7.& Euplaea Goudotü B. p. 36 t.3. f.2. Cyrestis Elegans B. p. 42. t.7. £.4. Vanessa Epiclelia B. p. 44. t.T. £3.2 Rhadama B. p. 44. t.7. f.2.5 Goudoti B. p. 45. t.7. ££1. Andremiaja B. p.45. n..g. Salamis DB. p.46. S. Augustina B. p.47.1t.8f.18 n. g. Aterica B. p.47. A. Rabena B. p.47. t.8. f. 2.5 n. g. Crenis BD. p.48. C. Madagas- cariensis B. p.48. Limenitis Saclava B. p.49. Kikideli B. p.50. Dumetorum B. p.50. t.7. f£.6. Libythea Fulgurata B. p.52. t.8. £5. n. f. Biblides B. p.53. n. g. Eurytela B. p. 54. n. g. Hypanis B. p.55. H. Anvatara B. p. 56. t.7. £.5. Cyllo Betsimena D. p.58. Satyrus Tamatavae B. p.60. t.8. f£.6.7.2@ Thymele Ratek B. p.61. t.9. f.1.5 Ramanatek B. p. 62. t.9. £.3. Hesperia Havei B. p.64. Poutieri B. p. 65. Borbonica B. p. 65. t.9. £.5.6. Coroller B. p-66. t.9. £.8.2 Marchalii B. p.66. Andracne D. p. 67. Steropes Malgacha B. p. 67. Bernieri D. #26871.9. 19. Rhadama’B2 9.63. 2 9#7 10. 11.8
Agarista Pales 3. p. 70. t.10. f.1.2. Deilephila Saclavorum 2. p.71. t. 10. £.6. Lacordairei D. p. 70. t.11. £1. Sphinx Solani B. p.76. t.11. f.2. Macroglossa Milvus B. p. 78. t. 10. f.3. Apus BD. p.79. t.10. f.4.
Syntomis Myodes 2. p. 80. t. 11. £.5. Minuta 5. p. 80. t. 11. £.6. Glaucopis Formosa 2. p- 82. t.11. £.5. Madagascariensis B. p. 83. t. 11. f.4. Leptosoma Insulare B. p. 84. t. 12. £.1.
Cypra Crocipes B. p.87. t.12 f.2. Bombyx Annulipes D. p. 87. t.12. f£.3.& n. g. Borocera B. p 87. B. Madagascariensis B. p. 88. t.12. £.5.6. &? Saturnia Mangiferae Syanzin p.89. Suraka B.
p- 89. 1.12. ££4.8
Hadena Littoralis D. p. 91. t.13. f£.8. Mauritia B. p. 92. t.13. f.9. Apamea Litigiosa B. p- 93. t.16. f.3. Basimacula B. p.95. n. g. Cosmophila B. p.94. C. Xanthindyma B. p. 94. t.13. £7. n.g. Aganais B. p.96. A. Borbonica B. p.96. t.15. f.1. Insularis B. p. 97. t. 15. f. 2. Heliothis Apricans B. p. 98. t.15. £.7. n. g. Ophideres B. p. 99. Ophiusa Hopei B. p. 101. t.15. ££5. Dejeani B. p. 102. t.15. f££4 Lienardi B. p. 102. t.15. £5. Klugii 2. p. 103. Angularis B. p. 103. t. 13. f.2. Mayeri B. p. 104. (Archesia Or.) Anfractuosa BD. p. 104. t. 15. £.6. Delta B. p. 105. t.13. f.1. Marchalii 3. p. 105. t.13. f.4. Rubricans 2. p. 106. t. 16. £.1. n. g. Polydesma 5. p. 108. P. Umbricola B. p. 108. t.13. £.5. Nycterina B. p. 109. t. 13. £.6. n. g. Cyligramma B. p.109. C. Joa B. p. 110. t. 16. £.2.
Geometra Madecassaria B. p. 114. Mangiferaria B. p. 114. Distrigaria 5. p. 115. Dios- pyrata. 5. p. 115. Minorata B. p. 115. Boarmia Acaciaria B. p. 116. t. 16. f. 4.
Botys Quinquepunctalis B. p. 117. t. 16. £.5. Childrenalis B. p. 118. Poeyalis B. p. 118. Asopia Mauritialis B. p. 119. t. 16. f.8. Pyrausta Nerialis B. p. 119. Tortrix Neriana B. p. 121. Insulana B. p. 121. t.16. £.9. n. g. Sindris B. p. 122. S. Sganzini B. p. 122. t. 16. f.10. Tinea Borboniella BD. p. 122.
Von schon beschriebenen Arten sind folgende abgebildet:
Pieris Saba F. (Orbona B. & Malatha B. 2) t.1. ££.3—5. Euplaea Euphon F. t.3. f.1. Phaedon F. t.3. f.3. Vanessa Hippomene Ab. t.8. f£.3.4.2 Thymele Sabadius B. (Gu£r.)
Bu Ron Te:
t.9.£.2. 2 Deilephila Idrieus Dr. t.10 f.5. Ophiusa Repanda F. t. 13. £.3. Urania Rhipheus Dr. t.14. f.1.2. 8 Ophideres Imperator B. (Gu£r.) t. 14. f.3. ö& Botys Sericea Dr. (Thalassinalis B.) t. 16. £.6. Recurvalis #! (Albifascialis 2.) t. 16. f.7.
Boisduval, Histoire Naturelle des Insectes. Species g@nöral des L&pidopteres. Tome 1. Ouvrage accompagne de 24 planches. Paris 1836.
Nach einer längeren Einleitung, enthaltend die allgemeine Naturgeschichte der Schmetter- linge und deren Systematik p. 1—170, folgt neben der Charakterisirung der Familien und Gattungen die Beschreibung der bis dahin bekannten Papilioniden und Pieriden.
Als neue Arten für Madagascar treten ergänzend zu seiner 1833 veröffentlichten Fauna hinzu: Papilio Oribazus B. p. 223. P. Cyınus 5. p. 239. P. Endochus 3. p. 243. P. Evombar B. p. 254. Anthocharis Evanthe B. p. 567. Callidryas Rhadia B. [Senegal, Mauritius] p- 617.
Boisduval, Histoire Naturelle des Insectes. Species gön&ral des L&pidoptöres. Het6rocöres: Tome I. Sphingides, Sesiides, Castnides. Ouvrage accompagnd de 11 planches. Paris 1874.
Dieses Werk des verdienstvollen Entomologen wurde vor länger als 20 Jahren begonnen und mit Hülfe des nur denkbar reichhaltigsten Materials 6 Jahre vor der Herausgabe voll- ständig fertig gestellt. Es enthält die Beschreibung von 685 Arten, unter denen als neu für Madagascar aufgeführt sind: Smerinthus Meander BD. p. 22. t.4. f. 1. Sphinx Jasmini B. p. 114. Zonilia Rhadama B. p. 146.t.6.f.1. Ambulyx Coquerelii B. p. 191. t.4. £.2. Chaerocampa Geryon B. p. 241. t.7. £.3. Ocyton Tyrrhus 3. [Natal, Caffraria]. p. 303.
Guende, Histoire Naturelle des Insectes. Species g6n&ral des Löpidopteres. Tome V—VU. Noectuelites T. 1—3. Ouvrage accompagn6 de 24 planches. Paris 1852.
Der einleitende Theil bespricht in den »Gönöralites« den Bau der Noctuen in ihren ver- schiedenen Ständen, in der »Classification et Bibliographie« gibt er eine Uebersicht der früheren systematischen und faunistischen Werke in chronologischer, in den »Abreviations« eine solche nach den Titeln in alphabetischer Reihenfolge. In dem Werke sind nahezu 2000 meist exotische Arten beschrieben. Das System hat jedenfalls seine grossen Mängel; schon die erste Ein- theilung der Noctuen in Trifidae und Quadrifidae ist nicht stichhaltig, und die Familien und Gattungen trennen sich zu wenig scharf von einander ab. Trotzdem ist man, da bis jetzt kein anderes Werk existirt, welches alle Noctuen der Erde zusammenfasst, auf dasselbe aus- schliesslich angewiesen. Walker folgt demselben in seinem Buche »List of specimens« voll- ständig, und das später von Lederer veröffentlichte bezieht sich nur auf die europäischen Arten.
Neu für die Fauna Madagascars sind:
T. I. Leucania Insulicola Gu. p. 82. L. Torrentium @%. p. 88. Prodenia Testaceoides G. p- 165. t.6. £.7.& Caradrina Ignava Guw. p. 247. C. Pigra Gw. p. 248.
a.
T. II. Micra Cochylioides G«. p. 245. Plusia Florina G«. p. 336. Pl. Signata F\. var. A. p. 345. Pl. Limbirena Gx. p. 350. Pl. Anargyra Gu. p. 351. Polydesma Landula Gu. p. 441.
T. IH. Catephia Pilipes Gw. p. 44. Cyligramma Argillosa @u. p. 186. ©. Duplex @u. p. 187. t. 20. f.2.9 C. Acutior Ga. p. 187. C. Goudotii Gu. p. 189. Ophisma Praestans @w. p. 241. t22.f.2.2 O0. Finita (Infinita Gu.) Gw. p. 242. Ophiusa Torrida @u. p. 269. Remigia Latipes @u. p. 314.
Guenee, Histoire Naturelle des Insectes. Species gönöral des L£pidopteres. Tome VII. Deltoides et Pyralites. Ouvrage accompagnö de 10 planches. Paris 1854.
Ohne eine besondere Einleitung führt dies Werk 698 Arten auf. Die systematische Zusammenstellung aller bekannten Pyraliden-Arten ist durch Lederer (1863) überholt.
Simplicia Inflexalis @u. p.52. Hydrillodes Lentalis @u. [Indien] p. 66. t.5. f.3. 5 H. Uliginosus Gu. [Cap] p. 66, t.6. £.6. Asopia Filalis Gu. p. 204. Cataclysta Coloralis Gu. p- 265. Spilomela Podalirialis G@«. [W.-Afrika] p. 281.
Guende, Histoire Naturelle des Insectes. Species general des Löpidopteres. Tome IX et X. Uranides et Phalenites. Ouvrage accompagn& de 24 planches. Paris 1857.
Diese beiden Bände sind in Bezug auf Einleitung ganz ähnlich arrangirt wie V—VI, welche die Noctuen umfassen. Den eigentlichen Phalaeniden mit 178, sind die Uraniden mit 20 Arten vorausgeschickt. Die auf der letzten Tafel abgebildeten Sieuliden sind im Texte nicht berücksichtigt. Zur Fauna von Madagascar gehören:
T. IX. Hyperythra Limbolaria G«. (Lutea Cr.) p. 101. t.3. £.3—4 [Ostindien). Hypo- chroma Rhadamaria G«. p. 277. Thalassodes Vermicularia Gx. p. 359 [Afrika] und Hyraria Gu. p- 360. Acidalia Lophopterata G«. p. 470. Luculata Guw. p. 412.
T. X. Cidaria Borbonicata G«. p. 469.
Doubleday and Westwood, The Genera of Diurnal Lepidoptera, illustrated with 86 plates by Hewitson. 2 vols. London 1846—1852.
Den ausführlich gekennzeichneten Gattungen der Tagschmetterlinge folgen catalogartig mit Synonymie und Vaterlandsangabe die bekannten Arten, unter denen sich viele befinden, die hier zuerst aufgeführt werden. Die Abbildungen, wie der Text in Folio-Format, sind sehr gut ausgeführt.
Das Werk enthält an Arten von Madagascar abgebildet:
vol. I. 1846—1850. Papilio Endochus 2. t.3. f. 2.
vol. II. 1850—52. Aterica Rabena 5. t.43. f.3. Kallima Eurodoce B. t.54*. f.1.
Heteropsis Drepana 2. t.65. f.5. n. g. Heteropsis B. p. 325. Hypanis Tlithyfa Or. t. 68. f.1 stellt die indische und afrikanische Form dar.
DR
Herrich-Schäffer, Sammlung neuer oder wenig bekannter aussereuropäischer Schmetter- linge. 120 color. Kupfertafeln. Regensburg 1850—58.
Neben den vortrefflichen 653 Abbildungen enthält das Werk das Verzeichniss der abgebildeten 528 meist neuer, jedoch nicht beschriebener Arten, deren Unterbringung im System, und eine die Systematik betreffende, höchst inhaltreiche Einleitung auf 84 Seiten.
Der Fauna von Madagascar angehörig sind:
Rhopalocera f.1—102. Papilio Phorbanta Z. f£.61.62. P. Disparilis B. f. 63. 64. Heterocera f. 1—551. Macrosila Solani 2. f. 101. [Port Natal]. Sibine Florifera H.S. f. 178. Antherea Dione Wstw. var. Wahlbergii BD. £.95. Aganais Borbonica H.S. f. 120. Agarista Eriopus H.S. f£.31. A. Pedasus 4.8. f. 32. A. Agrius H.S. f.33. A. Zea H.S. f. 34. 35.
Chenu, Encyclopedie d’Histoire Naturelle. Paris. I. Papillons. 1852. II. Nocturnes. 1857.
Die Holzschnitte im Text und auf besonderen Tafeln meist Copien aus französischen und englischen Kupferwerken enthalten eine verhältnissmässig grosse Zahl von Madagassischen Lepidopteren:
T. I. Acraea Hova B. f.6 und t.27. f.3. Papilio Disparilis 2. t.5. £.2. P. Delalandii God. t.7. ££2. P. Demoleus L. t.8. £.1. Danais Chrysippus Z. f.154. Acraea Rakeli B. £. 177. Pieris Phileris B. t.18. f.4. Junonia Epiclelia B. f.214. Athyma Saclava B. f.248. Aterica Rabena B. f.256. Libythea Fulgurata B. f.285. Myscelia (Crenis) Madagascariensis B. t.27. f. 1. und f.494. Emesis Tepahi B. f.367. Steropes Rhadama B. f.378 (nicht 379). Hesperia Borbonica B. 1.385. Agarista Pales B. f.398. Godartia (Euxanthe) Madagascariensis Zaue. t. 34. £.1. Glaucopis Formosa B. f.414. G. Madagascariensis B. f.415. Junonia Rhadama B. f.492. Heteropsis Drepana B. f.495. Eurytela Dryope Or. £. 517.
T. I. Cypra Crocipes B. t.7. f.4. Heliothis Apricans B. t.13 f.2. Polydesma Nycterina B. t.15. f. 1, Cyligramma Joa B. f.2, Ophiusa Lienardi B. f.3, und ©. Hopei B. f.4. Ophideres Imperator B. t. 14. f.1. Polydesma Umbricola B. f.98. Miniodes Discolor Gu. f. 112. Borocera Madagascariensis B. t. 21. f.5, Leptosoma Insulare B. f.6. Urania Rhipheus Dr. f. 117. u. 118. Boarmia Acaciaria B. f. 122. Sindris Sganzini B. t.28. f.5. Cosmophila Xanthindyma B. t. 28. f.6. Botys Thalassinalis 2. t.29. f. 6.
Hewitson, Ilustrations of new Species of exotic Butterflies ete. London 1851— 1876. Vol. I-V.
T. 1. 1851—1857. T. II. 1857— 1861. T. II. 1862—1866. Letzterer enthält von Mada- gascar: Charaxes t.3. Charaxes Cacuthis Hew. f.12.13. Diadema t.2. Diadema Imerina Hew. f. 5. 6. (1865) sicher identisch mit der Panopea Glaueina Gu. Vinson Voy. Mad. Lep. p. 38. 1.6. 2.1.2. (1865).
Be
T. IV. 1867—1871. Ismene t.1. Ismene Pansa Hew. f.1.2. — Callidryas and Eronia t.1. Callidryas Fiaduna Hew. (1867) f. 1—4. (Thauruma Reakirt (1866)).
T. V. 1872—1876. Cyelopides t.1. Cyclopides Carmides Hew. f.1. C. Cariate Hew. £.8. Papilio t.15. Papilio Mangoura Hew. f.49. 50.
Hewitson, Descriptions of one hundred new Species of Hesperidae. Part I—II. London 1867, 1868. Cyelopides Carmides Hew. p. 41 und C. Cariate Hew. p. 44 von Madagascar.
Maillard, Notes sur l’ile de la Reunion (Bourbon). Paris 1862.
Annexe G.: Guen&e Löpidopteres. p. 1—72. Die sehr schönen, colorirten Abbildungen befinden sich auf t.22 und 23. In der Einleitung bespricht der Verfasser den geringen Reichthum an Lepidopteren, die jedoch durch Einwanderung einzelner Arten vermehrt wurden. Grosse Lücken in der systematischen Verwandtschaft bestehen in dieser Inselfauna. Die eigentlichen Pieriden und Acraeiden fehlen gänzlich; bei den Nymphaliden einige ächt afri- kanische Geschlechter; Satyriden, Lycaeniden und Hesperiden, sonst so reichlich vertreten, zählen nur wenige Arten. Die Sphingiden sind verhältnissmässig zahlreich; den übrigen Heteroceren ergeht es wie den Tagschmetterlingen; Syntomiden und Glaucopiden fehlen, nur einige Bucheliden und Lithosiden vertreten das grosse Reich der Bombyeiden. Reichlicher bedacht sind die Noctuen durch die den tropischen Regionen eigenthümlichen Ophiusiden, Remigiden, Thermesiden und einige der sonst über die ganze Erde verbreiteten Plusiden. Sparsamer treten die Geometriden, besonders mit einigen Boarmiden, auf. Die Deltoiden scheinen auf der Insel die bevorzugte Familie zu sein. Ueber die Microlepidopteren lässt sich wohl noch kein bestimmtes Urtheil abgeben. Guenee sagt über die Physiognomie der Arten, dass die Fauna gleichzeitig indische wie amerikanische Typen enthalte, aber besonders merk- würdig sei es, dass die Fauna sich am meisten dem europäischen Typus nähere, »comme si Dieu avait destin& cette belle terre ä ötre francaise!« Es folgen eine Reihe von Beispielen.
Der Insel eigenthümlich sind Papilio Disparilis B., welche Art sie mit den Nachbar- faunen nicht ausgetauscht hat. Es werden als endemisch noch andere Arten angeführt, die aber seither meist auch auf Madagascar gefunden wurden.
In diesem Werke werden sämmtliche auf Bourbon gefundene Arten (138) aufgeführt, unter denen als neu zum erstenmal folgende beschrieben und theilweise abgebildet werden:
Lycaena Mylica Gu. p. 18. Lithosia Squalida G«. p. 23. Boarmia Incompletaria Gu. p- 27. B. Orygaria Gw. p. 28. n. g. Hypopalpis G«. p.29. H. Terebraria Gu. p.29. t. 23. f£.3.8 H. Perforaria Gu. p.30. t.23. £.4.2 Hypochroma Hypoleucaria @x. p. 31. Thalassodes Cellularia G«. p. 32. und Ricinaria Gu. p.32. Collix Inaequata Gu. p.34. Mamestra Rubiana Gx. p. 35. Perigea Decolorata Gu. und P. Nigrita Gu. p. 36. Amyna Colon Gr. p. 37. Erastria Blandula Gw. und Anthophila Augusta Gr. p. 38. Eriopus Maillardi Gw.
Fe
p. 39. 1.22. f.8. Plusia G. roseum G«. p.42. t.22. f.9. n. g. Odontina Gu. p.42. O. Excavata Gu. p.43. t.22. £.10. Homoptera Vinsonii Guw. p.45. t.22. f.5—7. Hulodes Sandii Gu. p. 46. Ophisma Trapezoides Gr. p. 47 t.23. f.2. Hypospila Thermesina G«. p. 53. Hypena Nasutalis @«. und H. Senectalis G«w. p.55. H. Inextensalis Gx. und H. Frappieralis Gu. p. 56. H. Longi- palpalis Gw. p. 57. Simpliecia Pannalis G@u. p. 5%. Hydrillodes Aviculalis Gw. p. 58. n. g. Arsina Gu. p. 58. A. Silenalis Gw. und Physula Synnaralis G«. p. 59. Salbia Achatinalis @w. p.61. Stenia Viperalis Gw. p. 62. Cymoriza Upupalis Gu. p. 63. t.23. f.6. Phakellura Cucur- bitalis Gau. p. 64. Filodes Costivitralis Gu. p. 65. Botys Pastrinalis Gw. p. 66. B. Dorcalis Gz. p- 67. n. g. Borer @u. p. 68. B. Saccharellus G@w. (Saccharalis F.) p. 70. Crambus Paphiellus Gu. p. 71. Phyeis Irisella Gu. p. 71. t.23. £. 7. Pb. Semipectinella @%. und Rhamphodes Heraldella G«. p. 72. Ausserdem enthalten die Tafeln Callidryas Florella F\ var. 2 t. 22. £.1. 2. Raupe von Hesperia Borbonica B. t. 22. f.3.4. Ophisma Klugi B. var. t.23. f.1. Boarmia Acaciaria B. var. 2 1.23. £.5.
Lucas, Histoire naturelle des Lepidopteres exotiques avec 80 planches coloriees. Paris 1877. (Ed. I. 1835).
Enthält folgende Arten der Fauna von Madagascar in Abbildung und Beschreibung: Papilio Demoleus Z. p.16. t.9. P. Phorbanta Z. p.18. t.10. P. Disparilis 3. p. 19. t.10. P. Delalandii God. p. 39. t.20.
Peters, Naturwissenschaftliche Reise nach Mossambique. Zoologie. V. Insecten und Myriopoden. 4°. Berlin 1862.
Lepidoptera bearbeitet von Hopffer. Mit No. 21—28 der 34 vortrefflichen, colorirten Tafeln.
‘Der Text umfasst die Seiten 349—438 und nimmt vielfach Rücksicht auf das gleich-
zeitige Vorkommen der Arten in Madagascar oder auf daselbst lebende verwandte Species.
Trimen, Rhopalocera Africae Australis; a Catalogue of South African Butterflies: eomprising Descriptions of all the known Species etc. Part I, II with 6 plates. Cape Town and London 1862 and 1866.
Von den 222 sorgfältig beschriebenen, südafrikanischen Tagschmetterlingen führt Ver- fasser bei 38 Arten das gleichzeitige Vorkommen auf Madagascar, Mauritius oder Bourbon an, wobei Papilio Nireus Z. ausser Betracht gelassen, für P. Merope Or. — Meriones Feld. und für Diadema Anthedon Dbld. — Drucei Butl. substituirt wird.
Felder, Caj. und Rud. Reise der österreichischen Fregatte Novara um die Erde in den Jahren 1857—1859. Zoologischer Theil. O. Band. 2. Abth. Lepidoptera. Rhopalocera. Text (548 S.). Wien 1864—1867.
a
Felder, Caj., Rud. und Rogenhofer, Lepidoptera. Atlas von 140 Tafeln mit 2500 Abbildungen. Wien 1864—1867.
Zu den Heteroceren ist kein Text vorhanden, sondern blos Tafelerklärungen mit Vater- landsangabe. Unter den Beschreibungen befindet sich Papilio Meriones Feld. p. 95. (Pap. Brutus B. F. d. Mad. und von dieser Art als var. B. in Sp. gen. p. 222 angeführt). Panopaea Apaturoides Feld. p. 416. Yphthima Batesii Feld. p.486. t.68. £.10.11. Ohne Beschreibung: Zonilia Malgassica Feld. (var. Accentifera Palis.) 8.76 f.2. Actias Idae Feld. (var. Cometes (D.) Gu.) 8t.88 £.1. Ophisma Limbata Feld. [Natal] t. 116. £.6. Achaea? Leona Feld. (Dejeanii B.) [Sierra Leone] t.116. f£.13. Achaea Radama Feld. (Praestans @%.) t.116 f.17. Apiletria? Haematella Feld. [Mauritius]. t. 138. £. 61.
Vinson. Voyage ä Madagascar au couronnement de Radama II. Avec 7 planches. Paris 1865.
Bei Schilderung der Sitten der Eingebornen wird auch ihrer praktischen Entomologie Erwähnung gethan. Ausser einigen Heuschreckenarten, die getrocknet als Nahrung dienen, werden die eben eingesponnenen Raupen der Euphaga Florifera H.S. in Menge gesammelt und mit Oel, Käse und Eiern zu einer von den Vornehmen des Landes sehr gesuchten Deli- katesse zubereitet. Auch die Puppen grösserer Seide spinnender Raupen werden für die Küche verwendet, nachdem die Seide des Cocons abgewickelt ist. Der Seidenfabrikation wird in der Abtheilung III der »Documents pour servir & l’'histoire naturelle de Madagascar« speciell gedacht und als hauptsächlichste Seidenraupen Borocera Madagascariensis B., B. Cajani Vöns., Bombyx Radama (og. und B. Diego (og. angeführt, von denen letztere ihre Cocons in bedeutender Zahl in grossen taschenähnlichen Gespinnsten zusammenfügen. Als dem Zucker- rohr sehr schädlich wird die Raupe der Pyralide Borer Saccharellus @Gw. angegeben (Pyralis Saccharalis F.).. In IV p. 573 beschreibt Vinson eine neue Salamis Duprei (t. 5.). In dem Anhange p. 25—48 gibt Guenö6e ein Verzeichniss sämmtlicher bis dahin bekannten Schmetter- linge von Madagascar, jedoch mit Ausschluss der Mascarenen, im Ganzen 178, davon 83 Rhopalocera, 90 Heterocera.*) In den angeschlossenen »Notes« sind ausser Bemerkungen zu schon bekannten Arten als neu beschrieben: Panopea Glaucina G@x. p.38. t.6. f.1.2. Ypthima Vinsoni Gu. p. 39. Hesperia Mango Gu. p. 40. n. g. Euphaga G«. und hierzu als bis dahin einzige Art Florifera H.S. p. 40. Bizone Hova Gu. p. 42. n. g. Napta Gu. N. Serratilinea Gu. p. 43. Lasiocampa Tamatavae Gu. p. 44. Borocera Cajani Vins. p.45. t.4. f.1.2. Actias Cometes B. p.46. t.7. Plusia Orbifer Gx. p. 47. t.6. £.3.
*) Sphinx Jasminearum Guer. als zur Mad. Fauna gehörig beruht auf Irrthum, und ist wohl ver- wechselt mit Jasmini B.
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Pollen et van Dam, Recherches sur la Faune de Madagascar et de ses Dependances. V. Part. 1. Livr. Insectes par Snellen van Vollenhoven et de Selys-Longchamps. 2 Planches. Leyden 1869.
Die 40 aufgeführten Arten sind der Mehrzahl nach auf den Inseln Nossi-Be und Mayotta gesammelt; darunter sind als neu aufgeführt: Pieris Elisa Voll. p.12. t.2. £3.82 Acraea Dammiü Voll. p.12. t.2. £.4. und Deiopeia Occultans Voll. (D. Laymerisa Grand.) p. 13. t.2. f£.5. Das Vorkommen von Papilio Disparilis 3. auf Nossi-B& ist zu bezweifeln und liegt wohl hier eine Verwechselung mit dem dort häufigen P. Epiphorbas BD. vor. Callidryas Hyblaea B., Callosune Theogone B., Neptis Agatha Or. und Cyligramma Acutior Ge. von der Insel Mayotta stammend, sind bis jetzt in Madagascar noch nicht beobachtet worden.
Butler, Lepidoptera Exotica or Descriptions and Illustrations of Exotic Lepidoptera. 4°. London 1869 — 1874.
Enthält auf 190 Seiten Text und 94 chromolith. Tafeln meist Rhopaloceren, von denen folgende aus Madagascar sind:
Charaxes Phraortes Dbld. p.26. t.10. £.6. Callidryas Florella 7. (als C. Pyrene Sw. aufgeführt) p.44. t.16. £.8—10. Ptychopteryx Lucasii Grand. p. 45. Callidryas Thauruma Reakirt p.56. t.22. f.3—6. Callidryas Florella F. p. 56. t.22. f.1.2.2a.
Gerstäcker, Die Gliederthier-Fauna des Sansibar-Gebietes. Mit 18 col. Kupfertafeln. Leipzig und Heidelberg 1873.
p. 438. »Ueber den Charakter der Insektenfauna des Sansibar-Gebietes« finden wir p. 455 10 Arten dieses Gebietes aufgeführt, welche auch auf Madagascar einheimisch sind. Von den gesammelten Arten werden 5 als gemeinsam bezeichnet.
p- 456—460. Ueber den Charakter der Insektenfauna Madagascars.
Ward, African Lepidoptera. Descriptions and Ilustrations of new Species of Lepidoptera from Afrika. 4°. Part I, II with 12 beautiful coloured plates. London 1873 — 1874.
Das Werk hat nicht vorgelegen. Es enthält folgende Arten von Madagascar in Beschrei- bungen und Abbildungen, die jedoch in »The Entomologist’s Monthly Magazines bereits ver- öffentlicht sind.
Teracolus Mananhari Wrd. p.2. t.2. £.1—4. Eronia Antisanaka Wrd. p.2. t.2. f.5.6. E. Vohemara Wrd. p.4. t.4. £.3.4. Amauris Nossima Wrd. p.5. t.5. f.1. Salamis Anteva Wrd. p.5. t.5 .2—4. Acraea Manandaza Wrd. p.9. t.7. f.1.2. A. Masamba Wrd. p.10. t.7. £.3.4. A. Masanola Wrd. p.10. t.7. £.5. Mycalesis Vola Wrd. p. 15. t.12. £.1.2. M. Ankova Wra. p. 15. t.12. £.3.4. M. Iboina Wrd. p.16. t.12. £.5.6. M. Avelona Wrd. p. 16. t.12. £.7.8.
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Kataloge.
Hübner, Verzeichniss bekannter Schmetterlinge. Augsburg 1816.
Stellt in ein, durch eine grosse Anzahl neuer, höchst oberflächlich gekennzeichneter und schlecht zusammengefügter Gattungen, weit verzweigtes System, die Artnamen mit Citat, jedoch ohne Vaterlandsangabe zusammen, unter denen sich auch der grössere Theil der von Mada- gascar beschriebenen und abgebildeten Arten befindet.
Doubleday, List of the Speeimens of Lepidopterous Insects in the Collection of the British Museum. London. Part. I. 1844. P. II. 1847. Appendix 1848.
Gibt ein Verzeichniss der Tagschmetterlinge excl. Hesperiden des British Museum mit Citaten, Synonymen und Angabe der Fundorte; darunter befinden sich verhältnissmässig nur wenige Arten von Madagascar.
Vorzugsweise auf die Sammlung des British Museum gegründet, ist das Verzeichniss aller bekannten Tagschmetterlinge in dem schon oben angeführten Werke:
Doubleday and Westwood, The Genera of Diurnal Lepidoptera. London 1846 — 1852.
Walker, List of the Specimens of Lepidopterous Insects in the Collection of the British 35. London 1854—1866. Dieses bändereiche Werk soll alle im British Museum befindlichen und überhaupt
Museum. Lepidoptera Heterocera. Part 1
bekannten Heteroceren enthalten und sind dieselben mit einer kurzen Diagnose (bei den Microlepidopteren nur theilweise), mit Citaten, Synonymen, Vaterland resp. Fundort und Namen des Gebers versehen, in einer grossen Zahl meist neuer Gattungen untergebracht. Den vielen neuen Arten, von denen auch einige unter verschiedenen Namen mehrfach beschrieben sind, fügt der Verfasser ausser der Diagnose noch eine Beschreibung in englischer Sprache bei. Einzelne ganz bekannte Arten sind ausgelassen, so z. B. für die sonst reichlich vertretene Fauna von Madagascar: Nephele Accentifera Palis. Dagegen ist die Oramer’sche Bombyx Mauritia in den zwei verschiedenen Gattungen Hypsa II. p. 455 und Amerila II. p. 726 untergebracht.
Zu Ende des letzten Bandes befindet sich eine Zusammenstellung der geographischen Verbreitung der Heteroceren; es wird angegeben, dass im Ganzen zwischen 20 und 21 Tausend Arten aufgeführt sind, darunter 79 der Fauna Madagascars angehörig, die sich auch als gemeinsam mit andern Faunen wie folgt vertheilen: Süd-Afrika und Madagascar 8; S.-Afr., Mauritius, Indien und Australien 1; S.-Afr., Maur., Ind. 1; Madagascar 68; Mad., Ind., Austr. 1. In Wirklichkeit aber ist bei 109 Arten die Zugehörigkeit zur Madagascar- und Mascarenen- Fauna angeführt.
Aus dem Folgenden ist die Eintheilung des Werkes ersichtlich, ebenso wie die für die
Fauna von Madagascar zum ersten Mal aufgeführten Arten. 5
T. I-VI. 1854—1856. Lepid. Heter. Anaphela Luctifera B. (WIk.) (Stellata Guer.) p. 751.
T. VII. 1856. Sphingidae. Deilephila Biguttata Wk. p. 172.
T. IX—XV. 1856—1858. Noetuidae. Nyctipao (Cyligramma) Disturbans WIk. ohne Vaterlandsangabe p. 1307 und Conturbans Wk. [Indien] p. 1308.
I XEVEEI EDS IE Ihipiidieis.
T. XVII—XIX. 1859. Pyralides. Botys Neloalis Wk. p. 643.
T. XX—-XXVI 1860-1862. Geometrites.
T. XXVII-XXX. 1863—1864. Crambites, Tortricites et Tineites. Chilo Mauriciellus Wik. p. 141. — Batodes Incultana WIk. p. 316. — Tinea Subcervinella Wik- p: #77. T. Acquisitella WIk. p. 478.
T. XXXI-XXXV. 1864—1866. Supplement 1—5. Lymantria Detersa WIk. p. 365. Agrotis Aliena WIk. p. 694. Erastria Pardalina WIk. p. 794. Remigia Inconeisa WIk. p. 1013.
Gray, Catalogue of Lepidopterous Insects in the Collection of the British Museum. Part. I. Papilionidae. gr. 4°. London 1852. Mit 13 color. und 1 schwarzen (Rippenverlauf-) Tafel. Im Texte werden die bekannten
Arten von Madagascar aufgeführt.
Lederer, Beitrag zur Kenntniss der Pyralidinen. Mit 17 Tafeln in der »Wiener entomo- logische Monatsschrift. VII. Band. Wien 1863«.
N. 8. p. 243280. N. 10. p. 331378. N. 11. p. 379-426. N. 12. p. 427501. Die Arbeit hat das grosse Verdienst correcte Gattungen aufgestellt zu haben, denen dann die bis dahin bekannten Arten mit Synonymen, Citaten und Vaterlandsangabe folgen. Die grosse Zahl neuer Arten, die aufgestellt werden, sind am Schlusse mit Beschreibungen und theilweise auch mit Abbildungen versehen, unter denen jedoch keine zur Fauna Madagascars gehörigen sich befinden.
Herrich-Schäffer, Prodromus Systematis Lepidopterorum. Versuch einer systematischen Anordnung der Schmetterlinge. In dem »Correspondenzblatt des zoologisch-mineralogischen Vereines zu Regensburg 1864—1871«.
Es ist sehr zu bedauern, dass diese höchst gründliche Arbeit nur bei einem Versuche blieb, der noch nicht einmal alle Familien der Tagschmetterlinge vollständig umfasst.
Kirby, A Synonymie Catalogue of Diurnal Lepidoptera. London 1871. Supplement 1871— 1877.
Verfasser führt in dem für jeden Lepidopterologen unentbehrlichen Werke die sämmt- lichen bis jetzt veröffentlichten Tagschmetterlinge in der Zahl von 7740 Arten auf, bei denen von 125 das Vorkommen auf Madagascar und den Mascarenen angegeben ist.
Kirby, Catalogue of the Collection of Diurnal Lepidoptera formed by the late W. Ch. Hewitson and bequeathed by him to the British Museum. Under the Directions and by the
2 at ne;
Authority of the Executors of the will of Mr. Hewitson. Printed for Private Circulation. London 1879.
Der Katalog in Quart enthält auf seinen 246 Seiten 5764 Arten in 24746 Exemplaren angegeben; reichlich vertreten ist die Fauna von Madagascar mit einer Anzahl Species, deren Vorkommen auf der Insel zum ersten Mal gemeldet wird; da aber in der Vorrede die Vater- landsangaben nicht durchweg als correct bezeichnet werden, so ist auch für diese Arten die
Sicherheit nicht unumstösslich.
Butler, Revision of the Heterocerous Lepidoptera of the family Sphingidae. S. Zeit- schriften: Transactions of the Zoological Society of London. 1877.
Oberthür, Etudes d’Entomologie. IV. Catalogue raisonn& des Papilionidae de la Collection de Ch. Oberthür. Rennes 1879.
117 Seiten und 6 schön colorirte Tafeln in gr. 8°. In der grossen Sammlung sind die Papilioniden Madagascars reich vertreten (11 sp.), unter denen sich die typischen Stücke zu den Boisduval’schen Beschreibungen befinden. Papilio Disparilis DB. var. Nana Oberth. von den Seychellen, um die Hälfte kleiner als die Exemplare von Bourbon, ist p. 54 angeführt.
(Etudes d’E. II: Faune des Lepidopteres de la cöte orientale d’Afrique enthält Bemerkungen über Papilio Meriones Feld. p. 12. Acraea Serena F. var. Manjaca B. p. 25. Hypanis Ilithyia Cr. var. Anvatara B. p. 26
von Madagascar.)
Zeitschriften. a. Amerika.
Proceedings of the Academy of Natural Seiences of Philadelphia. I. Philadelphia 1842. Jahrgang 1866 enthält:
Reakirt, Descriptions of some new Species of Diurnal Lepidoptera. p. 238—249. Callidryas Thauruma Reak. von Madagascar p. 238.
b. Belgien.
Comptes-rendus de la Soeiet€ Entomologique de Belgique. I. Bruxelles 1857. 7,23 (7. 2. 1880).
Mabille, Diagnoses Lepidopterorum Malgassicorum. p. XVI—XXVI. Folgende 42 neue Arten sind aufgeführt:
Crenis Amazoula, Lycaena Artemenes, Spilosoma Melanimon, Sarrothripa Virgulana, Porthesia Depauperata, Borocera Punctifera, Notodonta Marmor, Odontina Pierronii, Thal- pochares Partita, Erastria Apieimacula, E. Leucoglene, Micra Lacteola, Achaea Sinistra, Hypena Lyperalis, H. Glyptalis, H. Angulalis, H. Contortalis, H. Hemigrammalis, Herminia Periplocalis, Helia Serralis, Madopa Parrallelalis, Thallassodes Pallidulata, Phorodesma Leuco- chloraria, Thalera Atroviridaria, Epione Malefidaria, Caberodes Insularia, Acidalia Faeculentaria, A. Punctistriata, Macaria Crassilimbaria, Tephrina Malesignaria, T. Univirgaria, Psamatodes
RIO
Arenularia, Scotosia Syngrammata, Eupithecia Hemileucaria, Margarodes Septempunctalis, Botys Bifenestralis, B. Stenopalis, B. Venilialis, Nymphula Luteivittalis, Phyeis (Myelois?) Saturatella, Euplocamus Foedellus, Crambus Punctistrigellus.
(3. 7. 1880).
Mabille, Note sur une Collection de L&pidopteres recueillis ä Madagascar. p. CIVT—CIX. Die Sendung enthielt gegen 100 Schmetterlinge, bei Foulepointe im nordöstlichen Theile von Madagascar gesammelt, derselben Gegend, aus der auch Boisduval seiner Zeit viele gute Arten, von denen einzelne seitdem nicht wieder aufgefunden wurden, erhalten hatte. Nach einer Liste der hervorragendsten Arten folgt die Beschreibung von 15 seither unbeschriebenen Species.
Strabena Dyscola, Mycalesis Difficilis, M. Cingulina, Pieris Hecyra, Acraea Zitja var. Fumida, Neptis Gratilla, Idmais Philumene, Arctia (Areas) Galactina, Liparis Binotata, Agrotis Consentanea, n. g. Stenopis, S. Reducta, Siculodes Terreola, Herminia Campanalis, Spilomela Trivirgalis, Botys Chrysotalis.
7. 25. (2. 4. 1881.)
Mabille, Notes sur plusieurs envois de Leöpidopteres provenant de Madagascar. pl. LVI—-LXL.
Dass in verschiedenen Sendungen, selbst aus dem waldreichen Innern Madagascars fast nichts Neues an Rhopaloceren sich vorfand, will der Verfasser dahin erklären, dass vielleicht die zahlreiche Liste der madagassischen Tagschmetterlinge nahezu geschlossen sei. An neuen Arten werden beschrieben:
Diadema Madagascariensis, Hypsa Ambusta, Notodonta Angustipennis, Orthosia ? Arcifera, OÖ. Ochroglene, Ophiodes Pelor, Athyrma Saalmülleri, Achaea Orea, Cyligramma Concors. — Es folgt eine Zusammenstellung und mehrfache Zusammenziehung der bis jetzt bekannten Cyligramma-Arten Madagascars. — Acontia Malgassica, Xanthodes Mariae, Anthophila J-graecum, Stenia Baltealis, Botys Holoxanthalis, Phakellura Imparivirgalis, Paraponyx Minoralis.
e. Deutschland.
Jahrbücher der Königlichen Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. I. Erfurt 1757.
Neue Folge Heft VI. 1870.
Keferstein, Entomologische Notizen aus dem Tagebuch des zu Madagascar ver- storbenen Herrn Tollin. p. 17, t. col. 3.
Das Wichtigste der Ausbeute wird tageweise aufgezählt und durch charakteristische Andeutungen kenntlich gemacht. Unter einigen Raupenbeschreibungen befindet sich auch die- jenige von Urania Rhipheus, der nach der Angabe Tollins nur gegen Abend (Juni) fliegt.
Die Sammelorte waren Tamatave und Vohidotia.
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Hieran schliesst sich die Aufzählung von 39 Arten, von denen 8 als neu beschrieben p. 13—16 und abgebildet sind:
Acraea Percussa f.1.2. Glaucopis Tollinii f.3. Chaerocampa Batschii f.4. Zonilia Densoi (Accentifera Palis.) f.5. Saturnia Dura f.6. Cyligramma Importuna (Argillosa @%.) f. 7. C. Intellecta f.3. Pyralis (Sieulodes) Wernebursialis f£. 9.
Entomologische Zeitung, herausgegeben von dem entomologischen Verein zu Stettin. I. Stettin 1840.
‘1863. Keferstein, Lepidopterologische Notizen p. 164 enthalten den Inhalt eines Briefes von C. Tollin aus Foulepointe auf Madagascar, auf. welcher Insel der Berliner Reisende sich seit dem 22. Mai 1862 befindet. Nach einer kurzen Schilderung der herrlichen Vege- tation, deren richtige Ausnutzung zu grossen Reichthümern führen würde, drückt er seine grosse Zufriedenheit über den Arten-Reichthum und die Pracht der dortigen Lepidopteren aus. Es wird das Vorkommen europäischer und südafrikanischer Arten besprochen. Durch Zucht aus Raupen erhielt er eine Anzahl Schmetterlinge, aber auch Ichneumoniden. Urania Rhipheus Dr. beobachtete Tollin häufig, jedoch unerreichbar durch den hohen Flug; er zieht später den prächtigen Schmetterling ebenso wie Ophideres-Arten aus Raupen, deren Beschreibung er liefert. Ferner gibt der Reisende die Beschreibung einer Raupe, aus der sich die Lokalform von Miniodes Discolor Gz. entwickelte. Kurze Skizzirung von Papilioniden-, einer Bombyciden-Raupe, desgleichen von einem Sphingiden, welcher Nephele Accentifera Palis. sein könnte. Auffällig erscheint es Tollin, dass die Sphingiden-Raupen zur Verwandlung nicht in die Erde kriechen.
1579. Maassen, Bemerkungen über Urania Rhipheus Dr. p. 113—115.
Es wird die Trennung von Urania Rhipheus Dr. und der Oramer’schen Art gleichen Namens, letztere als U. Crameria, vorgeschlagen.
1881. Saalmüller, Zwei neue Noctuen aus Madagascar p. 214—218.
Ophisma Imperatrix und Megacephalon Stygium.
Saalmüller, Neue Lepidopteren aus Madagascar. p. 433 —444.
Ingura Snelleni, Ophiusa Lenzi, Azeta Reuteri, Selenis Affulgens, Phyllodes Dux, Sicu- lodes Mellea.
Berieht über die Senekenbergische naturforschende Gesellschaft. Frankfurt a. M.
I. 1850.
1877—1878. Saalmüller, Mittheilungen über Madagascar, seine Lepidopteren-Fauna, mit besonderer Berücksichtigung der dieser angehörigen, im Senckenbergischen Museum befindlichen Arten. p. 71—96.
Von den 78 aufgeführten Arten sind ein Theil beschrieben, darunter eine Anzahl nov. spec., über die im Verlauf dieses Werkes noch berichtet wird.
u
1878—1879. Saalmüller, Bemerkungen und Nachträge zu den »Mittheilungen über Madagascar und seine Lepidopteren-Fauna« des Jahresberichtes 1877—1878. p. 122—126.
Die Zahl der Arten ist bis zu No. 89 fortgesetzt, davon 2 beschrieben.
1879—1880. Saalmüller, Neue Lepidopteren aus Madagascar, die sich im Museum der Senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft befinden. p. 258— 310. s
Die Arbeit weist 93 Nummern auf, deren in der Folge Erwähnung geschehen wird.
d. England.
Philosophical Transaetions of the Royal Society of London. I. London 1665.
vol. 168. (Extra vol.) 1879.
Butler, Lepidoptera of Rodriguez. p. 541—544.
Es werden 21 Arten (7 Rhop. 14 Heter.) aufgeführt, die während einer astronomischen Expedition erbeutet wurden; davon kommen 12 auch auf Mauritius und Reunion, von diesen 8 auch auf Madagascar vor. Die 4 neuen Arten, die der Verfasser auch als endemisch ver- muthet, hat er bereits in den »Annals and Magazine 1876 p. 407 ff.« beschrieben. Rodriguez wird für das Vorkommen von Acherontia Atropos ZL. als äusserste beobachtete Grenze nach
Osten zu bezeichnet.
The Transaetions of the Linnean Society of London. vol. I. London 1791.
vol. 26. pt. 3. 1868 —-1869.
Trimen, On some remarkable Mimetic Analogies among African Butterflies. p. 497 — 522. 2 col. plates.
Unter den angeführten Beispielen wird auch Papilio Meriones Feld. von Madagascar einer näheren Betrachtung unterworfen, von dem das 9 t.42 f.1 abgebildet ist; es werden die Unterschiede vom afrikanischen Papilio Merope Cr. dargelegt, die sich wesentlich auf die Aussenlinie der Flügel, auf die verschiedene Weite der Discoidal-Zelle der Hinterflügel und ganz besonders auf die gänzliche Verschiedenheit des Q basiren. Es würde naturgemässer erscheinen, anzunehmen, dass Madagascar der Ausgangspunkt für diese beiden Arten von einem gemeinsamen Stamm sei und dass die rauheren und schwierigeren Verhältnisse der afrikanischen Lebensweise eine stärkere Verfolgung und die Annahme der geschützteren Danaidenform für das © zur Folge hatten. Doch die weite Verbreitung von Merope über ganz Afrika scheint anzudeuten, dass die ursprüngliche Form von Merope afrikanischen Ursprungs ist; sie hat sich von hier aus nach Madagascar, zu einer Zeit, wo .dies vielleicht noch keine Insel war, verbreitet und hat, da hier die Existenzbedingungen günstig waren, die ursprüngliche Form beibehalten. Einige gemeinsam verbliebene Zeichnungen auf den
Flügeln der so verschiedenen weiblichen Formen werden nachgewiesen.
u.
Journal of the Linnean Soeiety. Zoology. vol. I. London 1857.
vol. XV. 1880.
Butler, Description of a new Genus of Moth of the Family Liparidae from Madagascar. p- 84. n. g. Pyramocera, P. Fuliginea Butl.
Das Genus wird zu Lymantria Mb. gestellt; der Kopf mit den eigenthümlichen Fühlern, die gekämmt, an der Basis am breitesten erscheinen und nach der Spitze zu pyramidalisch abnehmen, ist durch einen Holzschnitt vergrössert dargestellt.
The Transaetions of the Entomologieal Society of London. London. I—II. 1810—1812 by Haworth. vol. I—-V. 1834—1847.
New Series vol. I—V. 1850—1861. Third Series vol. I-V. 1862—1867. Continuation : for the year.
1865. vol. II. ser. 3.
Hewitson, a Monograph ofthe genus Yphthyma p. 2833—293 enthält die Beschreibung der schon durch Boisduval bekannten Y. Tamatavae B.
1866. vol. V. ser. 3.
Trimen, Notes on the Butterflies of Mauritius. p. 329—344.
Trimen hielt sich während der ersten 3 Wochen des Monat Juli 1865 auf der Insel auf und erlangte daselbst 20 Tagschmetterlinge, unter denen 4 von Boisduval nicht auf- geführte sich befinden. In dem aufgestellten Verzeichniss aller bis jetzt auf der Insel beobach- teten sind 26 aufgenommen, unter denen eine neue Art: Libythea Cinyras Trim. p. 337 und 2 Arten als endemisch bezeichnet werden. Eine vergleichende Tabelle der geographischen Verbreitung der Mauritius-Rhopaloceren nebst Erläuterung dazu folgt nun.
In einer Anmerkung p. 343 ist auf einen Aufsatz »Trimen, On the Butterflies of Madagascar in the Quarterly Journal of Science 1864, p. 648« verwiesen. Die Arbeit ist mir unzugänglich geblieben.
Die Fortsetzung der Zeitschrift folgt nun nicht mehr in Serien, sondern jahrweise: for the year 1868 etc.
1870. Trimen, Notes on Butterflies collected in Basutoland p. 341—3%.
Der Verfasser bezieht sich mehrfach bei Arten auf deren Vorkommen in Madagascar, so z. B. will er die Callidryas Rhadia B. vereinigt wissen mit C. Florella F.
1872. Kirby, Notes on the Diurnal Lepidoptera described by Jablonsky and Herbst p. 120.
Die auf t.12. £.3 abgebildete und p. 125 als Papilio Phorbanta beschriebene Art wird auf diese von Linn& zuerst aufgestellte Species bezogen, während das wenig charakteristische Bild sich wohl mehr als Papilio Disparilis B. & deuten lässt.
Zur Aufklärung der Papilio Merope Or.- und Meriones Feld.-Frage tragen wesentlich die beiden Aufsätze bei:
Ma
1874. Weale, Notes on the habits of Papilio Merope with Description of its Larva and Pupa. p. 131.
Trimen, Observations on the case of Papilio Merope with an account of the various known forms of that Butterfly. p. 137—153. t.1, worin die von Pap. Meriones Feld. 9 ganz verschiedenen weiblichen Formen des P. Merope Or.. festgestellt werden.
Butler, Descriptions of some new Species and a new Genus of Diurnal Lepidoptera. p. 423, Panopea Drucei Butl. von Madagascar. p. 426. t. 6. f. 3.
i Butler, A List of the Lepidoptera referable to the genus Hypsa (Hb,) Wik. p. 315. Hypsa Insularis 3. (Walk. Het. II. 459) wird mit Aganais Borbonica H.S. 9 (f.118) von Bourbon zusammengezogen, ebenso Aganais Borbonica B. mit A. Jodamia H.S. (f. 119).
| 1877. Kirby, Notes on the African Saturniidae in the Collection of the Royal Dublin Society. p. 15.
Als neue Art von Madagascar wird Bunaea Aslauga Kirb. aufgestellt. p. 18.
Kirby, Notes on the new or rare Sphingidae in the Museum of the Royal Dublin Society, and Remarks on Butler’s recent revision of the family. p. 223.
Die Artrechte von Hemaris Cyaniris @uer. von Sylhet und Mauritius werden bestätigt. Nach Besprechung noch einiger Arten von Madagascar wird als neue Art Nephele Charoba Körb. p- 243 beschrieben.
Butler, On the Lepidoptera of the Family Lithosiidae in the Collection of the British Museum. p. 325.
Lithosia Kingdoni Butl. wird als neue Art von Madagascar beschrieben.
1880. Butler, On the Genus Sypna @w. p. 201.
Madagascar liefert zu diesem Genus nur eine Art, die schon früher beschriebene S. Com- plicata Bull.
1881. t.9. £.3.4. Pieris Saba F. & (Orbona B.) und 9,
Transaetions of the Zoologieal Society of London. I. London 1833.
1877. (IX.) Butler, Revision of the Heterocerous Lepidoptera of the family Sphingidae p- 511—644. Pl. col. XC—XCIV.
Enthält eine systematische Zusammenstellung der bekannten Sphingiden. Unter den beschriebenen neuen Arten befindet sich Protoparce Mauritii Butl.? abgetrennt von P. Solani B. p- 606 und im Appendix II: Diodosida Peckoveri Butl. p. 637 von Madagascar.
1879. (X) Westwood, Öbservations on the Uraniidae, a family of Lepidopterous Insects with a Synopsis of the family etc. p. 507—542. Plates LXXXV—LXXXVII.
Verfasser bespricht die allgemeinen Verhältnisse der Familie und ihre Stellung im System und will dieselbe bei den Bombyeiden den Saturnien anschliessen. Den seither gebräuchlichen
Genus-Namen Urania ändert er für die amerikanischen Arten in Uranidia um, weil ersterer
ey Ale. 2
bereits in der Botanik vergeben und führt für Rhipheus den in Hübner’s Verzeichnis p- 289 verwendeten Genus-Namen Chrysiridia wieder ein. t.85. f.15.16 stellt den Rippenverlauf dieser Art dar.
1881. (XT.) Moore, On the Genera and Species of the Lepidopterous Subfamily Ophi- derinae inhabiting the Indian Region. p. 62—76. Pl. col. XII—XIV.
Das Genus Ophideres B. wird in 8 neue Genera für die indische Region zersplittert, wobei 3 alte Hübner’sche Verwendung finden. Die beiden Arten, die auch der Fauna Mada- gascars eigen sind, deren Entwickelungsgeschichte beschrieben und von denen Raupe, Puppe und Schmetterling abgebildet sind, erscheinen nun als Othreis Fullonica L. P-64. 1.12. 8.1, 1a. t.13. £.18, £.1a2 und Argadesa Materna Z. p. 74. t.12. f. 1a—d, t. 14. £.38, 3ao.
Proceedings of the Seientifie Meetings of the Zoologieal Society of London. I. London 1830.
1847. Doubleday, On some undeseribed Species of Lepidoptera in the Society’s Collection. p. 58—61.
Charaxes Phraortes Dbld. von Madagascar. p. 60.
1863. Hewitson, A list of Diurnal Lepidoptera taken in Madagascar by Caldwell. p. 64.
Neue Arten: Acraea Obeira Hew. p. 65. Diadema Dexithea Heıw. p. 65. t. 40.
Walker, On some Insects colleeted in Madagascar by Caldwell. p. 165.
Neue Arten: Bizone Amatura Wlik. (B. Hova @u. 1865.) © p. 167. Artaxa Fervida Wir. & und Euproctis Producta Wil. & p. 168.
Bates, On some Insects collected in Madagascar by Caldwell. p. #72.
Der Verfasser gibt einen kurzen geschichtlichen Ueberblick der Entomologie Madagascars, die aus dem Ende vorigen Jahrhunderts datirt, zu welcher Zeit Dr. Commerson dort sammelte. 1830 sandte der Reisende Goudot seine Ausbeute nach Europa, deren Resultate durch Klug und Boisduval veröffentlicht wurden. Hierauf folgten nur kleinere Sendungen. Es heisst dann: »Die Wiedereröffnung der Insel für die Europäer hat den Entomologen nicht die gewünschten Erfolge gegeben, als höchstens die Wiederentdeckung der Goudot’schen Arten.« Einer Besprechung der allgemeinen faunistischen Verhältnisse Madagascars, besonders den Ansichten Hartlaub’s gegenüber, folgt eine Aufzählung der durch Caldwell gesammelten Insekten aller Ordnungen, darunter 16 bereits bekannte Lepidopteren.
1873. Bartlett, Description of a new Moth belonging to the family Saturniidae p. 336.
Tropaea Madagascariensis Bart. (Actias Cometes B.).
1876. Butler, Revision of the Lepidopterous genus Teracolus Sırains. p. 126.
Pieris Mananhari Wrd. wird in der 4. Abtheilung dieses Genus untergebracht. p. 133. 6
a
1877. Butler, Description of new Species of Heterocerous Lepidoptera in the. British Museum. p. 168.
Zwei Sphinges von Madagascar sind beschrieben:
Diludia Chromapteris Bretl. und Protoparce Lingens Bull.
The Annals and Magazine of Natural History including Zoology, Botany and Geology. I. London 1838. (vol. I-V, 1838—1840 sind unter dem Titel »Annals of Natural History or Magazine of Zoology, Botany and Geology« erschienen, und waren selbst eine Fortsetzung von »The Magazine of Zoology and Botany« und dem »Botanical Companion.)
1874. vol. XIV. (4. ser.)
Hewitson, Description of a Butterfly from Madagascar forming a new genus p. 359. n. g. Smerina Hew. 8. Vindonissa Zeww. (Nymphalide).
1876. vol. XVII. (4. ser.)
Butler, Prelimmary Notice of new Species of Lepidoptera from Rodriguez. p. 407.
n. sp. Caradrina Expolita Butl. p. 407. Diomea Bryphiloides Burtl. p. 408. Homoptera Turbida Butl. p. 408. Laverna Plumipes Butl. p. 409.
1878. vol. II. (D. ser.)
Butler, On.a Collection of Lepidoptera recently received from Madagascar p. 283—297.
Von den 56 aufgeführten Arten sind folgende unter Aufnahme dreier neuen Gattungen und Angabe des Fundortes als neu mit kurzen Beschreibungen versehen:
Mycalesis Perdita, n. g. Coryphaeola (für Eurodoce Wstzw.), Charaxes Cowani, Acraea Calida, n. g. Saribia (für Tepahi 2.), Lampides Aberrans, Lycaena Atrigemmata, Pseudonaclia Sylvicolens, n. g. Hylemera, H. Tenuis, Dasychira Mascarena, Dianthoecia Graminicolens, Audea Ochreipennis und Botys Phyllophila.
Butler, Descriptions of some new Genera and Species of Lepidoptera from Old Calabar and Madagascar. p. 455465.
Von Madagascar: Areas Virgmalis, n. g. Daphaenura, D. Fasciata, Sozuza Argentea, n. g. Helicomitra, H. Pulchra, Gogane Ochrea, Dasychira Ampliata; n. g. Ceranchia, C. Apollina, Zeuzera Üretacea.
1879. vol. IH. (5. ser.) Butler, On a collection of Lepidoptera from the Island of Johanna. p. 136—192.
Von den 27 angeführten Arten (dabei 3 Heter.) tragen 20 den Charakter der Mascarenenfauna, 14 sind
auch auf Madagascar und 12 kommen auch im tropischen Afrika vor; 10 nov. spec. sind beschrieben.
1879. vol. IV. (5. ser.)
Butler, Descriptions of new Species of Lepidoptera from Madagascar, with notes on some of the forms already described. p. 227—246.
Enthält die Diagnosen folgender Gattungen und Arten:
Beh,
Strabena Mabillei, Culapa Parva, Pseudonympha Subsimilis und Angulifaseia, n. g. Henotesia, H. Anganavo? Wrd., Ypthima Niveata, Salamis Definita, Acraea Fornax, Castalius Azureus, Jolaus Argentarius, Belenois Albipennis, Tapezites? Kingdoni, Cyclopides Pardalina.
Gnathostypsis Latieornis, Diodosida Grandidieri, Chaerocampa Humilis, Rothia Micropales, R. Westwoodii, Pseudonaclia Simplex, Hylemera Puella, H. Fragilis, Leucoma Pruinosa, ‘Gogane Turbata, Euproctis Titania, n. g. Laelapia, L. Notata, n. g. Numenoides, N. Grandis, Lymantria Rosea, Dasychira Vibieipennis, D. Gentilis, Mardara Viola und Peceuliaris; n. g. Chrysotypus, ©. Dives; n. g. Argyrotypus, A. Locuples, Nioda Lignea, Parasa Valida; n. g. Synelysmus, S. Niveus, Caradrina Spaelotidia, Panolis Notabilis, Eremobia Virescens, Buplexia Debilis; n. g. Crocinis, C. Fenestrata, Ochracea und Plana, Eubolia Duleis, Singara Hypsoides, Botys Kingdoni.
1880. vol V. (8. ser.)
Butler, On a Collection of Lepidoptera from Madagascar, with Deseriptions of new Genera and Species. p. 333 —544 und p. 384—:395.
Enthaltend 59 Arten, davon für die Fauna neu:
Pseudonympha Cowani und Turbata; n. g. Callyphthima (für Pseudonympha Wardü Butl.), Panopea Diffusa, Castalius Auratus, Terias Aliena, Catopsilia Decipiens, Hesperia Fervida. — Eusemja Metagrius und Tranquilla; n. g. Mydrodoxa, M. Splendens; n. g. Epicausis, E. Lanigera; n. g. Isorropus, I. Tricolor, Sommeria Extensa.
n.. g. Xanthodura, X. Trucidata; n. g. Lechriolepis, L. Anomala; n..g. Raphipeza (für Gogane Turbata Bautl.); n. g. Chrysopsyche (für Chaerotriche Mirifica Butl. von Old Calabar), Copaxa Subocellata; n. g. Crothaema, C. Sericea, Sypna Complicata, Marcala? Modesta, Thalera Cowani, Thalassodes Glacialis, Zanclopteryx Puella, Panagra Rachicera; n. g. Rhodoph- thitus, R. Formosus, Emmelesia Sublutea, Agamana Insignis, Actenia? Signata, Gelechia Insu- laris, Cryptolechia Argillacea. b
Aus der Hewitson’schen Sammlung sind drei seither unbeschriebene Tagschmetterlinge angeschlossen:
Charaxes Relatus Dutl., Jolaus Argentarius Butl. & (? S. Ann. Mag. Nat. Hist. 1879. IV. (5.) p. 231.), Catopsilia Rufosparsa Bull.
The Entomologist’s Monthly Magazine. I. London 1864.
Ward, veröffentlicht eine Reihe neuer Tagschmetterlinge, die Crossley in Madagascar für ihn gesammelt hatte.
T. VI. 1869— 1870. p. 224—225. Pieris Mananhari &2, Eronia Vohemari 52 (Lucasi Grand.), Danais Nossima 8%, Junonia Anteva 59.
T. vII. 1870—71. p. 30—32. Pieris Antsianaka &, Erebia Rakoto, Erebia Ankaratra, Mycalesis Vola ö, Mycalesis Ankova d, Mycalesis Iboina ö, Mycalesis Avelona.
A Re
T. VIII. 1871—1872. p. 121—122: Atella Manoro ö, Erebia Passandava, Mycalesis Anganova.
T. IX. 1872—1873. p. 2—3. Acraea Maransetra ö&9, A. Masamba, A. Masanola, Charaxes Analava; p. 147—148. Acraea Manandaza 82, Eurytela Narinda ö, Mycalesis Antahala, Diadema Usambara; p. 209— 210. Charaxes Andara 8%, ©. Andriba &.
T. X. 1873—1874. p. 59—60. Acraea Sambavae &, Mycalesis Ibitina.
T. XI. 1874—1875. Distant, Description of a new Papilio from Madagascar. p. 129. Papilio Lormieri.
Hewitson, Descriptions of Rhopalocera from Madagascar. p. 226—227. Papilio Mangoura, Melanitis Masoura $® und Heteropsis Drepana (B.) Dbld. 2 (6 1850).
T. XIX..1882—1883. p. 57—58. Butler, On Nyctemera Biformis, of Mabille and two other forms of Nyctemeridae from Madagascar n. sp. Leptosoma Mabillei (von Mabille irrthüm-
lich als Biformis $ beschrieben); Hylemera Candida und H. Nivea.
Cistula entomologiea. Vol. I with 10 plates. London 1869—1876.
Druce, Descriptions of new Species of Diurnal Lepidoptera. p. 361. {
Als eine für Madagascar neue Art befindet sich dabei: Miletus Docus Draıce.
vol. IH with plates. 1877 — 1882.
Butler, On a Collection of Lepidoptera from Madagascar. (1879). p. 389 —394.
n. sp.: Pseudonympha Wardii Butl. Belenois Ooniata Brıtl. Hesperia Marginata Butt. Hypochroma Grandidieri Butl. Comibaena Stibolepida Butl.
vol. III. pars 26. (10. 1882).
Butler, Deseriptions of new Species of Heterocerous Lepidoptera from Madagascar. p. 127.
Die 53 beschriebenen neuen Arten sind bis auf eine Ausnahme von Ankafana aus dem Betsileo-Lande im Innern der südlichen Hälfte Madagascars.
n. g. Hypsoides, H. Bipars, Hydrusa Kefersteinii; n. g. Callicereon, C. Affine, Daphaenura Minuscula, Euchaetes Madagascariensis, Bizone Saalmülleri, Coracia Plumicornis, Sozuza Puncti- striata, S. Mabillei, S. Albicans, S. Sordida, S. Aspersa, Prabhasa Carnea, P. Ardens, P. Nigro- sparsa, P. Flexistriata, P. Fasciata, P. Angustata, P. Insignis, Lysceia Parvula, Eugoa Mar- morea, E. Placida, Nola Bryophiloides, Chaerotriche Limonea, Artaxa Ineommoda; n. g. Pachy- eispia, P. Picta, Lymantria Duleinea, Calliteara Elegans, ©. Grandidieri, ©. Moerens, ©. Pastor, C. Prasina, Dasychira Pumila, D. Pallida, Parorgyia Phasiana, P. Malignä, Bunaea Plumicornis, Ceranchia Reticolens, C. Cribrelli, Copaxa Vulpina, Lasiocampa Leonina, Lebeda Cowani, Eutricha Nitens, Borocera Arenicoloris, Ocha Hova, Miresa Pyrosoma, M. Gracilis, Anzabe
Micacea; n. g. Macrosemyra, !!. Tenebrosa; n. g. Zelomera, Z. Imitans, Cossus Fulvosparsus,
C. Pavidus, C. Senex.
eis
e, Frankreich,
Bulletin de la Soeiete Philomathique de Paris. Paris I. 4°. 1797. I. 8°. 1836.
T. TIL... (7. serie.) 25.1.1879.
Mabille, Lepidoptera Madagascariensia; species novae; p. 152—144.
Die 28 beschriebenen neuen Arten sind:
Acraea Lia, Lycaena Sanguigutta, Pieris Smithi, P. Affinis, Anthocharis Ena, Cyclopides Malchus, Endagria Locuples, Ambulyx Grandidieri, Chaerocampa Argyropeza, Bizone Grandis, Eusemia Virguncula, Amblythyris Radama, Arctia Bicolor, Liparis Rhodophora, Bombyx Sordida, Borocera Pelias, Limacodes Strigatus, Saturnia (Bunaea) Fusicolor, S. Auricolor, Ophiodes Orthogramma, Achaea Oedipodina, Ophiusa Digona, Grammodes Rhodotaenia, Ther- mesia Anceps, Hypena Ophiusinalis, Alyta Calligrammalis, Pyralis Cyanealis, Botys Acosmialis.
Annales des Sciences Naturelles, Zoologie et Paleontologie. 5. serie. I. Paris 1864.
Die erste Serie, die als Fortsetzung der beiden 1792 als »Journal d’Histoire Naturelle« erschienenen Bände gilt, wurde unter dem Titel »Annales des Sciences Naturelles« I. 1824 veröffentlicht. Mit Beginn der 2. Serie 1834 erscheint Zoologie und Botanique getrennt, und mit der. 5. Serie wird der Zoologie im Titel Pal&ontologie zugefügt.
1872. T. XV.
Lucas, Description de quelques Löpidopteres provenant du voyage de Grandidier ä Madagascar. Article No. 22.
Charaxes Antamboulou &, C. Antanala ©, Ü. Betsimisaraka ö, C. Betanimena d, Cyli- gramma Raboudou 8° (Conturbans Walk.)
Revue et Magasin de Zoologie, par Gu@rin-M&neville Paris I. 1849 als Fortsetzung des Magasin de Zoologie etc. par Gu£erin-Möneyille. Paris 1831—1838 und Magasin de Zoologie, d’Anatomie compar&e et de Palöontologie par Gu6rin - Möneville. Paris 1859 —1848.
1862. Gu&rin-M&neville, Note provisoire sur un nouveau ver ä soie observ@ par Fleuriot de Langle pendant une station ä Madagascar. p. 344. t. 14. f. 2.
Beschreibung und Abbildung von Bombyx (Artaxa?) Fleuriotii Ger.
1863. Vinson, Entomologie utile ä Madagascar. p. 45.
Auszug aus »Vinson et Coquerel im Bulletin de la Soeciöte d’acclim. et d’histoire naturelle de l’ile de la Reunion T. I. p. 16—24. t.1.« Für Beides S. Vinson voy. & Mad.
1867. Grandidier, Description de quatre especes nouvelles de Lepidoptöres decou- vertes sur la cöte sud-ouest de Madagascar. p. 272.
Anthocharis Zoe Grand. Callidryas Lucasi Grand., Hesperia Ernesti Grand. (Ismene Pansa Hew.) und Lithosia Laymerisa Grand.
1874. Boisduval, Monographie des Agaristidees. p. 26—110.
Die Arbeit enthält die Beschreibungen der bereits bekannten Arten Madagascars.
nz
Revue Zoologique par la Soeiete Cuvierienne; par Gu6erin-Meneville. Paris 1838 —1848.
1847. Gu&rin-Möneville, Description d’un Bombyx (Mittrei) nouveau decouvert par M. Mittre ä Nossi-B6, ile de Madagascar. p. 229— 230.
Bombyx (Actias) Mittrei (A. Cometes DB. 1847).
Nouvelles Annales du Museum d’Histoire Naturelle. I—IV. Paris 1832—1835. T.1I. 1833. Boisduval, Descriptions des Lepidopteres de Madagascar. p. 149—270. 16 t. S. Boisduval, Faune Ent. de Madagascar ete.
Annales de la Soeciete Entomologique de France. I. Paris 1832.
1833. Boisduval, Anomalie du genre Urania. p. 248.
1842. Lucas, Observations sur un nouveau genre de la tribu des Nymphalites. p- 295—307. Godartia (Buxanthe 5.) Madagascariensis Zuc. p.299. t. 12. n.2. f£.1.2.
1863. Vinson, Löpidoptere nouveau de Madagascar. Salamis Duprei Vins. p. 423. t. 10. 9
1866. Coquerel, Faune de Bourbon. p. 293.
Allgemeine Verhältnisse in interessanter Weise geschildert.
Coquerel, Des differentes espöces de Bombyx qui donnent de la soie a Madagascar. p: 341. 1.5.6.
1. Bombyx Radama (og. t.5. £.1.59
2. Bombyx Diego Cog. Die Raupen dieser beiden Spinner fertigen zu ihrer Verpuppung gemeinsame grosse, taschenförmige Gespinnste an, in denen die einzelnen Cocons dicht neben einander liegen. t.6. (B. Radama Cogq.).
3. Borocera Cajani Vins. (var. B. Madagascariensis B.) fertigt isolirte Cocons. t. 6.
4. Bombyx (Artaxa) Fleuriotii Ger. gehört wohl auch zu Bor. Madagascariensis D.
1869. Lucas, Remarques sur l’Urania Rhipheus. p. 426.
1873. Boisduval veröffentlicht eine aus dem Jahre 1831 von Sganzin stammende Angabe über die früheren Stände von Urania Rhipheus Dr. Bulletin p. COXX.
1875. Mabille, Diagnose von Cyclopides Howa Mab. Bull. p. CCXV.
1876. Mabille, Sur la Classification des Hesp6riens avec la description de plusieurs especes nouvelles. p. 251.
Oyclopides Howa Mab. p. 270. Tagiades Insularis Mab. p. 272.
Lucas, Urania (Thaliura) Croesus Gerst. als identisch betrachtet mit U. Rhipheus Or. Bull. p. CXXVI.
1877. Guen&e, Note sur l’Urania Rhipheus Dr. p. 103.
Bespricht die Gattung Urania, die nur eine Species Rhipheus Dr. hat und mit welcher Croesus Gerst. hier zusammengezogen wird, ihre Stellung in der Familie der Uraniden, die
Al, „=
vereinigt bleiben muss. Die Angaben Sganzins über die Entwickelungsgeschichte von U. Rhipheus Dr. hält der Verfasser für unwahrscheinlich und auf Verwechselung beruhend. Guen&e, Ebauche d’une Monographie de la famille des Siculides. p. 275, die er zwischen die Thyriden und Hepialiden gestellt wissen will. Siculodes Plagula @«. p. 300 von Madagascar ist S. Werneburgalis Kef.
Mabille beschreibt folgende neue Arten von Madagascar:
Anthocharis Flavida, A. Guenei, Eronia Grandidieri. Bulletin p. XXXVII. Lycaena Rabefaner &, L. Delicatula ö, L. Smithii ö, L. Scintilla&, L. Reticulum &, L. Antanossa £, Cyclopides Leucopyga ö, C. Dispar &2, Mycalesis Wardii ö, p. LXXI.
1878. Mabille, Strabena Argyrana, Mycalesis Ankoma, M. Strato, Satyrus Mopsus, Pieris Grandidieri. Bulletin p. LXXV.
1879. Mabille, Recensement des Lepidopteres höteroceres observ6s jusqu’ä ce jour ä Madagascar. p. 291—341.
Die Zusammenstellung der Heteroceren, die übrigens einige Lücken enthält, ist vorläufig in Aussicht des von demselben Verfasser in Arbeit befindlichen grösseren Werke »Faune gensrale des Lepidopteres malgaches« vorausgeschickt, hauptsächlich um Sammler zu veran- lassen, ihre madagassischen Arten zur Verfügung zu stellen.
An neuen Arten sind in dieser Arbeit aufgenommen:
Macroglossa Aesalon p. 299. Lithosia Erythropleura p. 302. Nychthemera Rasana p. 304. Beiopeia Diva p. 305. Argina Serrata p. 307. Lasiocampa Gueneana p. 314. L. Plagiogramma p. 314. Anchirithra Punctuligera p. 315. Saturnia Diospyri p. 316. Perisomena Cineta p. 317 Acontia Microptera p. 321. Hypocala Florens p. 324. Ophisma’ Saalmülleri p. 328. Serrodes Leucocelis p. 330. Nemoria Pallidularia p. 333. Micronia Semifasciata p. 335. Stenia Uniflexalis p- 336. S. Pulchellalis p. 337. Pionea Terminalis p.338. Botys Minutalis p. 339. B. Mono- tretalis p. 339. n. g. Metoeces p. 340. M. Lepidocerella p. 341.
Hieran schliessen sich von demselben Verfasser eine Reihe neuer Arten an. p. 341—348.
Acraea Smithii p. 341. Mycalesis Parvidens ö p. 342. M. Exocellata 8 p. 343. M. Irrorata & p. 343. Butleri &? p. 343. Satyrus Albivittula & p. 344. Cossus Brevieulus ö p. 344. Pterogon Obscurus ö p. 344. Chaerocampa Bifasciata & p. 345. Orgyia Aurantiaö p. 345. Asthenia? Flavicapilla& p. 345. Bolina Agrotidea & p. 346. Hypopyra Megalesia 8? p. 346. Ophiodes Ponderosa @ p. 346. Ophiusa Nigrimacula & p. 347. Siculodes Opalina® p. 347. Hypochroma Eugrapharia @ p. 347. Macroglossa Bombus ö p. 347. Aglaope ? Perpusilla & p. 348. Euchelia Ragonoti & p. 348.
Mabille, neue Schmetterlinge, darunter Eucrostis Albicornaria von Nossi-Be. Bulletin u UNE
PN
Mabille, neue Schmetterlinge von Madagascar: n. g. Smithia, S. Paradoxa (Satyride), Idmais Eucheria und Daphaenura Smithüi. Bulletin
p. CLXXII.
Petites Nouvelles Entomologiques. Paris 1869—1878.
II. vol. No. 178. (15. 8. 1877) enthält:
Mabille, Diasnoses de Lepidopteres de Madagascar. p. 157—158.
Strabena Smithii, Mycalesis Andrivola, Masikora, Narova, Strigula, Menamena und
Acraea Turna.
Ann.
No. 210. (15. 12. 1878).
Mabille, Diagnoses de Lepidoptöres de Madagascar. p. 285.
Cyelopides Empyreus, Catalonicus, Pamphila Ariel, Gillias und Sinnis.
No, 2UL (ib 15 SS)
Mabille, Diagnoses de Lepidoptöres de Madagascar. p. 289.
Lycaena Leucon und Hypolycaena Vittigera.
No. 213. (1. 2.1879).
Saalmüller, Diagnose d’un Lepidoptere nouveau du groupe des Ophiusides. p. 297. Ophisma Mabillei.
Le Naturaliste. Paris I. 1879. Fortsetzung der Pet. Nouv. Beides redigirt von Deyrolle. I. annee. No. 1. (1. 4. 1879.)
Mabille, Note sur une petite collection de Lepidopteres de Madagascar. p. 3.
Enthält nur die Aufzählung schon bekannter Arten.
No. 3. (1. 5. 1879.) Fortsetzung hiervon. p. 4 als n. sp. Deiopeia Serrata Mab. in den. S. Fr. 1879. p. 307 unter Genus Archina wiederholt.
IV. annee. No. 13. (1. 7. 1882.)
Mabille, Description de Lepidoptöres de Madagascar p. 99.
Neptis Sextilla, Terias Hapale, Anthocharis Siga, Eusemia Vectigera, Hylemera Fadella,
Homoptera Terrena.
No. 17. 1..971882,) Mabille, Description de Lepidopteres de Madagascar. p. 134.
Syntomis Butleri und Quinquemaculata, Liparis Nolana, Acontia Miegii, Phyllodes Prae-
texatus (Dux Saalm.) Hyperythra Miesii.
Bulletin de la Societe Zoologique de France. Pour l’annde 1877.
Mabille beschreibt p. 234 Hesperia Amygdalis von Madagascar.
1878. (15. 4.)
Mabille, Lepidoptera Africana p. 87—9.
nie
Aus Madagascar befinden sich folgende neue Arten dabei:
Strabena Smithii, Mycalesis Bicristata, Fuliginosa, Andravahana und Maeva, Hypolycaena Wardii und Mermeros, Thecla Lieinia und Rutila. Hierauf folgt p. 84 eine Bestimmungstabelle der Syntomis- und Naclia-Arten, von denen Syntomis Reducta, Anapera und Culiculina sowie Naclia Quadrimacula, Tenera und Trimacula als neu für die. Fauna zu nennen sind. Ferner _ Caloschemia Monilifera, Nychthemera Biformis, Lithosia Sanguinolenta, Deiopeia Heterochroa, Chelonia Rubriceps, Eusemia Obryzos, Spilosoma Aspersa, Liparis Melanocera, Vitrina, Hep- tastieta und Barica, Orgyia Velutina; n. g. Olostherothrix, ©. Gambeyi, Micronia (Fasciata) Lobularia, Malgassaria, Hypopyra Malgassica, Ophiusa Daedalea, Acontia Microcycla; Cataclysta Callichromalis. |
f. Russland. Horae Societatis Entomologieae Rossicae. I. Petropoli 1861. 1877. T. XIT. 1—4. Zeller, Exotische Microlepidoptera. p. 1—493. t. I—V1. (172 col. Abbildungen). Es sind 11 neue Gattungen aufgestellt und 342 Arten beschrieben, unter denen sich Schoenobius Terreus Z. p.10. t1. f.1a, b. als neue Art von Madagascar befindet.
Erklärung der Abkürzungen der Autornamen und der entomologischen Werke.
Beauv. Palisot de Beauvais, Ambroise Marie Francois Joseph, 1752—1820.
Bert. Bertoloni, Giuseppe, 1804—1878, Professor in Bologna.
B. Boisduval, Jean Alphonse, Dr. med. Paris, 1801—1879. F. Mad.: Faune entomologique de Mada- gascar. — Sp. gen.: Species general des Lepidopteres.
Butl. Butler, Arthur Gardiner, geb. 1844, Assistent-Keeper bei der zoologischen Abtheilung des British Museum in London. Lep. ex.: Lepidoptera exotica.
CIk. Clerck, Carl Alexander, + 1765. Ie. Ins.: Icones Insectorum etc.
Cog. Coquerel, Charles, Chirurgien de la marine, geb. 1822 zu Amsterdam, seit 1846 zu verschiedenen Malen auf Reunion und Madagascar; 1863 nach mehrfach wechselndem Aufenthalt krank nach Reunion zurückgekehrt, wo er bald darauf starb.
Cr. Cramer, Pieter, + De Uitlandsche Kapellen ete.
Cyr. Cyrillo, Dominico, 1734—1799, Professor der Botanik und Mediein in Neapel.
Dalm. Dalman, Joh. Wilh., 1787—1828, Professor und Inspector des Museums in Stockholm.
Dist. Distant, Will. Lucas, Director des anthropologischen Instituts in London.
Dbld. Doubleday, Edward, 1810—1849, Assistent im British Museum zu London. Dbld. Wstw. Gen. Diurn. Lep.: Doubleday & Westwood, The genera of Diurnal Lepidoptera.
Druc. Druce, Herbert, in London.
Mab. Maill. O. Palis. Petg. Reak. Schiff. ‚Snell. ‚Stoll. Swains. Tr. Trim.
Vins. Voll. Wligr. Wir.
N,
Drury, Drew, Goldschmied in London, + Anfang dieses Jahrhunderts. Exot. Ins.: Illustrations of Natural History etc.
Duponchel, Philogene Auguste Joseph, 1774—1846, Paris.
Esper, Eugen Joh. Christoph, 1742—1810, Professor in Erlangen.
Fabricius, Joh. Christian, 1745- 1808, Professor in Kiel.
Felder, Cajetan, Wien. — Rudolf + 1871. Nov. Lep.: Reise der Fregatte Novara. Lepidoptera.
Gerstäcker, Carl Eduard Adolph, geb. 1828 zu Berlin, Professor in Königsberg.
Godart, Jean Baptiste, 1775—1825. Enc. meth.: Encyclopedie möthodique.
Grandidier, Alfred, in Paris, reiste längere Zeit in Madagascar.
Guenee, Achille, Advokat zu Chäteaudun, 1809-1880. Sp. gen.: Species general des Lepidopteres. — Gu. Vins. Voy. Mad.: in Vinson Voyage ä Madagascar. — Gu. Maill. Röun.: in Maillard Notes sur lile de la Reunion.
Guerin-Meneville, Felix Eduard, 1799—1874. Ic. R. An.: Iconographie du regne animal.
Herrich-Schäffer, Gottlieb August Wilhelm, 1799 —1874, Kreis- und Stadtgerichts-Arzt zu Regensburg. Lep. exot. auch unter dem Titel: Sammlung neuer oder wenig bekannter aussereuropäischer Schmetterlinge.
Hewitson; William Chapman, 1806—1878. Ex. Butt.: Illustrations of new species of exotic Butterflies.
van der Hoeven, Jan, 1801—1868, Professor in Leyden, Reise nach Mossambique.
Hopffer, Heinrich Carl, 1810—1876, Custos am K. Museum in Berlin. Hpff. Peters Moss.: in Peters
Hübner, Jacob, 1761—1826, Zeichner in einer Kattun-Fabrik zu Augsburg; sein Gehülfe war Carl Geyer. Verz.: Verzeichniss. — Samml. ex. Schm.: Sammlung exotischer Schmetterlinge. — Zutr.: Zuträge.
Keferstein, Adolf, Gerichtsrath in Erfurt.
Kirby, W. F., Naturalist am British Museum.
Klug, Joh. Christoph Friedrich, 1775—1856, Professor in Berlin.
Lederer, Julius, 1321—1870, Kaufmann in Wien. Pyr.: Beitrag zur Kenntniss der Pyralidinen.
Linne, Carl von, 1707—1778, Professor in Upsala.
Lucas, Hippolyte, aide-naturaliste au Museum, Paris. Lep. ex.: Histoire naturelle des Lepidopteres exotiques.
Mabille, Paul, Professor in Paris.
Maillard, L., Reun.: Notes sur l’ile de la Reunion.
Ochsenheimer, Ferdinand, Dr. phil., geb. 1767 zu Mainz + 1822, Hofschauspieler in Wien.
Palisot de Beauyais, S. Beauv.
Petagna, Vincenz, 1734—1825, Professor der Botanik in Neapel.
Reakirt, Tryon, in Philadelphia.
Schiffermüller, Ignaz, 1727—1809, Professor am Theresianum in Wien.
Snellen, P. C. T., Rotterdam. In Tijd. v. Ent.: Tijdschrift voor Entomologie.
Stoll, Caspar, 7 1795.
Swainson, Williams, + 1856 auf Neu-Seeland.
Treitschke, Friedrich, geb. 1776 zu Dresden, + 1842, Hofschauspieler in Wien.
Trimen, Roland, Curator des Süd-Afrikanischen Museums in Cape Town. Rhop. Afr. austr.: Rhopa-
locera Africae australis.
Vinson, Auguste. Voy. Mad.: Voyage ä Madagascar.
Snellen van Vollenhoven, Samuel Constantinus, 1816—1880, Director des Museums in Leyden.
‘Wallengren, H. J. D., Pfarrer in Fahrhult in Skane (Schonen).
Walker, Franeis, 1509—1874, Cat. Br. Mus.: List of the Specimens of Lepidopterous Insects of the British Museum.
N =
Wra. Ward, Christopher, in Halifax. Afr. Lep.: African Lepidoptera.
Wstw. Westwood, John Obadiah, geb. 1805, Professor in Oxford.
Z. Zeller, Phil. Christoph, geb. 1808, Professor, jetzt wohnhaft in Grünhof bei Stettin. Ann. 8. Fr. Annales de la Societe entomologique de France.
Ann. & Mag. The Annals and Magazine of Natural History.
Ann. Se. nat. Annales des Sciences naturelles.
Ber. S. G. Bericht über die Senckenbergische naturforschende Gesellschaft. Bull. S. phil. Bulletin de la Societe philomathique de Paris.
Bull. S. z. Bulletin de la Societe zoologique de France.
Cist. ent. Cistula entomologica.
C. r. 8. Belg. Comptes-rendus de la Societe entomologique de Belgique.
Guer.Rev.Mag. Guerin, Revue et Magasin de Zoologie. Guer. Rev. z. Guerin, Revue zoologique par la Societe Cuvierienne.
Hor. Horae Societatis Entomologicae Rossicae.
Jahrb. Ak. Erf. Jahrbücher der K. Akademie zu Erfurt.
J. Linn. S. Journal of the Linnean Society.
Monthl. Mag. The Entomologist’s monthly Magazine.
Natural. Le Naturaliste.
Pet. Nouv. Petites Nouvelles Entomologiques.
Proc. Ac. Philad. Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia. Proc. z. 8. Proceedings of the zoological Society of London.
Stett. e. Z. Stettiner entomologische Zeitung.
Trans. ent. S. Transactions of the entomological Society of London. Trans. Linn. S. The Transactions of the Linnean Society of London. Trans. z. S. Transactions of the zoological Society of London.
Erklärung der Abkürzungen der Fundorte.
Ambohinamboarna.
Ankafana im Betsileo-Lande.
Antanarivo, Hauptstadt des Hova-Reiches, Provinz Imerina, im Innern von Madagascar. Betsileo-Land, im Innern der südlichen Hälfte von Madagascar. Bourbon (Reunion), Insel.
Ellongo. :
Fenerife, an der Ostküste Madagascars, nördlich von Tamatave gelegen. Fianarantsoa, Hauptstadt vom Betsileo-Lande.
Foulepointe auch Mahavelona, Ostküste, nördlich von Tamatave. Lucube, Stadt und Berg auf der Insel Nossi-Be.
Mascarenen, die Inseln Mauritius, Bourbon und Rodriguez.
Mauritius (Ile de France), Insel.
Nossi-Be, kleine Insel, nahe der N. W. Küste Madagascars.
Reunion (Bourbon), Insel.
Er
Rodriguez, Insel.
St. Mar. Sainte Marie, kleine Insel nahe der Ostküste Madagascars.
Surakack.
Takarana.
Tamatave, Haupthafen an der nördlichen Hälfte der Ostküste Madagascars gelegen. Tanala-Land, östlich vom Betsileo-Land liegend.
Tintingue, ein zerstörter Ort, der nahe bei Tamatave lag.
Erklärung der angewendeten Zeichen und sonstigen Abkürzungen.
Männchen.
Weibchen.
enthält den Fundort des Autors, aber nicht zum Madagassischen Faunengebiete gehörig. aberratio, Abänderung.
editus, herausgegeben.
exp. al. expansio alarum, Flügelausspannung, die Entfernung der Vorderflügelspitzen von einander, wenn bei
dem aufgespannten Schmetterling der Innenrand dieser Flügel etwa rechtwinkelig zur Mittellinie des Körpers zu stehen kommt.
figura, Figur der citirten Werke.
Figura, Figur der beigegebenen Tafeln.
genus, Geschlecht. — n. g., novum genus, neues Geschlecht. Heterocera.
loco eitato, an der angeführten Stelle.
Millimeter.
Museum. — Mus. F., Museum Frankfurt a. M. — Mus. L., Museum Lübeck. Numerus, (Numero), Nummer.
pagina, Seite.
Planche, Plate, Tafel.
Rhop. Rhopalocera.
species, Art. — n. sp., nova species, neue Art. Tomus, Band.
tabula, Tafel.
varletas, Varietät.
volume, Band.
Bemerkung: In. Beziehung auf Nomenelatur folge ich genau der von Dr. O. Staudinger in seinem Cataloge
der Lepidopteren des europäischen Faunengebietes (1871) p. X—XXII aufgestellten Grundsätzen. Von den Citaten sind nur die wichtigsten aufgeführt.
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Rhopalocera. Papilionidae. Papilio L.
1. Papilio Oribazus Borsduval. Fig. 30.
P. niger, holosericeus. Fascia caerulea communis alarum, marginem interiorem alarum anteriorum solum attingente, costis nigris intersechs; macula apicalis alarum anteriorum seriesgue macularum marginis externi alarum posteriorum caudatarum colore caeruleo. Subtus diverse brunneus. Exp. al. 86 mm.
B. Sp. gen. I. p. 223.
Körper schwarz, nach dem Afterende zu in’s Braune übergehend; auf der Unterseite braun, Palpen mit je drei gelben Flecken.
Vorderrand der Vorderflügel stark gerundet; Aussenrand derselben mässig gewellt, auf Rippe 6 etwas eingezogen. Derjenige der Hinterflügel zwischen den Rippen stark eingebuchtet, auf Rippe 3 mit mässig langem spatelförmigem Schwanze.
Ueber die sammetschwarzen Flügel zieht eine breite seidenglänzende lasurblaue Binde, die von den Rippen schwarz durchzogen wird; ihre innere Begrenzung ist ziemlich geradlinig, während die äussere, besonders auf den Vorderflügeln ausgezackt ist. Auf diesen zieht sie vom Innenrande bis in die Mittelzelle, dann folgen abgetrennt als Fortsetzung ein Fleck, der die vordere Ecke der -Mittelzelle ausfüllt, dicht bei diesem ein zweiter grösserer, hinter der Mittelzelle durch die Rippen in drei bis vier ungleiche Theile zerlegt, reicht nur bis an die Subecostale. Vor der Flügelspitze befindet sich in Zelle 7 ein blauer alleinstehender, kleinerer Fleck. Die Binde selbst bildet in Zelle 2, 3 und 4 einen regelmässigen Zacken nach aussen. Auf den Hinterflügeln erreicht die sich etwas verbreiternde Binde nicht ganz den Vorder- und Innenrand, bedeckt nahezu die Hälfte der Mittelzelle und überschreitet dieselbe nach aussen noch um einen schmalen Streifen. Die äussere Begrenzung ist unregelmässig ausgezackt. Vor dem Aussenrande steht eine blaue Fleckenreihe: in Zelle 2 und 6 je ein kleiner, in Zelle 3 und 4 je zwei grössere, ziemlich gleich grosse, in Zelle 5 ein grösserer und ein kleinerer Fleck. Ausserdem befinden sich in der Nähe des Vorderwinkels und am Aussenrande der
N
Zelle 6 noch einzelne blaue Schuppen zusammengefügt. Alle Einbiegungen des Aussenrandes sind fein weiss gesäumt.
Unterseite schwarzbraun, auf den Vorderflügeln ist das äussere Drittel heller angelegt und in diesem zieht mit dessen ganzer Breite am Vorderrande beginnend eine silberweiss bestäubte Binde, die geschwungen verlaufend sich verschmälert bis zu Rippe 2, diese noch mit einigen Schuppen überschreitend. Die Zacken an ihrer inneren Begrenzung entsprechen der äusseren der Öberseitsbinde. Am Vorderrande befinden sich in ihrer Mitte zwei verschieden gross auftretende schwarzbraune durch Rippe 8 getrennte Flecken. Der untere, kleinere endet mit einer Spitze. Die Hinterflügel sind reichlich mit silberweissen Schuppen besäet, mit Ausnahme des dunkelbraunen Basaltheiles, der das erste !/J, der Flügelfläche einnimmt und einer etwas hinter der Mitte verlaufenden Binde, die sich nach dem Innenrande zu verbreitert. Die übrigen Theile des Flügels sind heller braun und abgesehen von der ziemlich scharf abgegrenzten Saumbinde wolkig verdunkelt. Auf letztere sind mit hellerem Zwischenraum verwaschene dunklere Mondflecken zwischen den Rippen aufgesetzt. Auch auf der Unterseite sind die Einbuchtungen des Aussenrandes weiss gesäumt.
Hellere scharf begrenzte Flecken wie bei den verwandten Arten treten nicht auf. :Die beiden Geschlechter sind in der Zeichnung gleich. Mad. (Ant.)
2. P. Disparilis B. F. Mad. p. 15. t.1. f.2.2 BD. Sp. gen. I. p. 227. Luce. Lep. ex. t. 10. £.2.58 H. 8. Lep. exot. f. 63, 64.2 — P. Phorbanta, Herbst Naturs. II. t. 12. f. 3. — Korby (1872) und Oberthöär (1879) wollen letztere Abbildung auf Phorbanta ZL. bezogen haben; dieselbe gibt die grösseren Flecken auf den Flügelmitten wenig charakteristisch und würden sich diese auf beide Arten beziehen lassen. Dagegen stimmen die 3 Flecken vor der Spitze der Vorderflügel mehr mit einzelnen Exemplaren von Disparilis, ebenso wie die 12 Aussen- randsflecken der Hinterflügel, die bei Phorbanta in geringerer Zahl vorhanden und kleiner sind, überein. Bourbon.
var. Nana Oberthär Etudes d’Ent. IV. p. 54. Seychellen.
3. P. Epiphorbas B. F. Mad. p. 13. t.1. £.1. B. Sp. gön. I. p. 226. — Mad. (Fian.) St. Mar. N.-B. ziemlich häufig.
4. P. Phorbanta Z. Mant. Plant. p. 535. God. Ene. möth. IX. p. 47. Dre. Lep. ex. t. 10. £.1.2 B. Sp. gen. I. p. 225. H. S. Lep. ex. f. 61. 62. — Maur., in früherer Zeit hier nur allein beobachtet; nach neueren Angaben auch auf Bourb.
5. P. Evombar B. Sp. gön. I. p. 254. Wrd. Afr. Lep. t. 1. f.3,4.— Mad. N.-B. nur 1 Exemplar. Mus. L.
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6. Papilio Cyrnus Boisduval. Fig. 17. 18.
P. ecaudatus, niger, maculis flavo-viridibus; alis anterioribus maxima macularum novem- deeim basi margineque interno proxima, ceterae versus marginem externum apicemque diminutae; macularım undecim alarum posteriorum maxima in basi et in cellula dis- eoidali; maculae ante marginem anticum undulatum externe furcatae. Subtus rufo- fuseus maeulis albidulis, alis antieis basi margineque externo sangwineis, medio obseurius; posterioribus inter maculas albidulas et nigras limitatas magis sangwineis. Exp. al. 75—80 mm.
5. Sp. gen. I. p. 239.
Kopf schwarz, auf dem Scheitel 4, auf den Palpen je 2 weissliche Flecken. Thorax und Hinterleib schwarzbraun, grau behaart, letzterer in der Seite mit zwei Reihen gelblich weisser Flecken, von welchen je zwei der 3 vorderen Leibesringe durch einen schmalen, ebenso gefärbten Strich mit einander verbunden sind. Auf der Unterseite ist die schwarze Brust ziemlich dicht gelblich weiss und ockergelb gefleckt. Beine gelblich braun, die Schenkel innen schwarz, aussen weiss behaart. Das Brustende und die ersten Hinterleibsringe sind in ihrer Mitte ockergelb behaart, über die übrigen weisslich gelben zieht eine schwarzfleckige Mittellinie. Das Leibesende ist graubraun behaart.
Vorderflügel am Vorderrande stark gebogen, die Mitte des Aussenrandes eingezogen, dadurch die Spitze breit abgerundet vortretend; nach dem Hinterwinkel zu wenig, der Aussen- rand der dreieckigen Hinterflügel stark gewellt. Oberseite der Flügel schwarz mit einem Stich ins Bräunliche und mit hellgrünen Flecken. Auf den Vorderflügeln zieht, spitz beginnend, aus der Wurzel, an die Mittelzelle angeschlossen und begrenzt durch die Rippen 1 und 2, am letzten Flügeldrittel abgerundet, der grösste sämmtlicher Flecken. Nach der Flügelspitze zu sind in den Zellen 2, 3 und 4, ebenfalls an die Subdorsale angesetzt, drei länglich runde Flecken, die nach der Flügelspitze zu an Grösse abnehmen. Vor dem mittelsten befindet sich in der Mittelzelle ein schräg viereckiger, vor diesem etwas nach innen gerückt und die Subecostale berührend, ein dreieckiger, ebenfalls an letztere sich anschliessend vor dem Ende der Mittelzelle ein ovaler Fleck, mit einem weissen Strich davor auf der Subcostalen; ein kleineres weisses Strichelchen befindet sich zuweilen auch vor dem vorderen Fleck der Zelle 8. Hinter der Mittelzelle und im Anschluss an die an die Subdorsale angesetzte Fleckenbinde befinden sich zwei kleine rundliche Flecken in den Zellen 6 und 8, dahinter noch je ein kleiner Fleck in Zelle 7 und 8. (Bei einzelnen Exemplaren sind die beiden Flecken in Zelle 8 zu einem zusammengeflossen) Nahe dem Saume und ziemlich gleichlaufend mit diesem befindet sich eine aus acht Flecken, die zwischen den Rippen liegen, bestehende Reihe, deren
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grösster sich in Zelle 1 befindet; der nächst kleinere in Zelle 6 ist etwas nach innen gerückt. 8
SEARgE „2
Einzelne weisse Haarschuppen befinden sich zwischen dem Vorderrand und der Subeostalen von der Wurzel bis zu der Flügelmitte, ebenso auf Rippe 1 und in geringem Masse in den Einbiegungen des Aussenrandes. Der grösste Fleck der Hinterflügel liegt in der Mittelzelle, diese jedoch nur zur Hälfte ausfüllend und nicht ganz die Basis erreichend. Um die Mittel- zelle herum liegen vier rundliche Flecken in Zelle 1, 2, 3 und 5, letzterer, der grösste, dicht an diese herangeschoben. Dahinter befinden sich nahe dem Aussenrande und mit zwei Spitzen nach ihm zeigend, fünf Flecken, auf die Zellen 1 bis 5 vertheilt. Vor seiner Mitte ist an den Vorderrand ein weisser, dreieckiger mit zwei Spitzen nach aussen zeigender Fleck angehängt, dahinter ebenfalls in Zelle 6 sind zu zwei übereinander liegenden Streifen weisse Schuppen aufgehäuft. Der Vorderrand ist weiss, darunter die Zelle 6 matter als der Grundton gefärbt. Die Innenrandsfalte ist weiss, mit Grau und Gelb gemischt und mit gelblichen und weissen, die Subdorsale in der Nähe der Basis mit langen weissen Haaren besetzt. Die Mitten der Aussenrands-Einbiesungen sind fein weiss gezeichnet.
Die Unterseite der Vorderflügel ist rothbraun, nach der Basis zu am Vorderrande ins Rothe, nach dem Hinterwinkel zu ins Schwarzbraune übergehend. Die Flecken, von blasserem Grün als auf der Oberseite, sind etwas kleiner und erreichen die Conturen nach der Aussen- seite zu nicht ganz, wodurch hier ein graulicher Rand entsteht. Sämmtliche hellen Flecken der Unterseite sind seidenglänzend.
Dicht an der Basis sind die Hinterflügel schwarz, weiss gefleckt; zu beiden Seiten ist lebhaftes Blutroth, welches die Zellen 7 und 1 durchzieht; der äussere, von dem hellen Flecken freibleibende Theil der Mittelzelle ist dunkelbraun, auch über die Subdorsale hinaus; hierauf folgt rothbraune Färbung, die vor dem Saume in Rostbraun übergeht. Der Saum selbst ist schwarz, in den Einbuchtungen gelblich weiss. Die gelblichen Flecken entsprechen denen der Oberseite, jedoch tritt in Zelle 1 ein innerer, in Zelle 5 ein kleinerer in der Mitte liegender und in Zelle 7 noch ein äusserer Fleck hinzu, welch’ letzterer als gabelförmiger Wisch erscheint. Von der Basis aus über der Rippe 8 ist der Vorderrand bis gegen die Mitte breit gelblich weiss, ebenso ist der Innenrand bis gegen seine Mitte schmal weiss, dicht an der Basis orange behaart. Ausser diesen hellen Zeichnungen haben die Hinterflügel tief schwarze, annähernd viereckige Flecken. In Zelle 1 ein langer Längsstrich an den hellen Fleck angesetzt, der bei einzelnen Exemplaren noch quer hell getheilt und an seinem Ende hell begrenzt oder auch sonst noch gefleckt ist. In Zelle 2 bis 5 hat jeder helle Fleck einen solchen schwarzen nach innen angesetzt, ein äusserer verbindet die beiden hellen. In der Mittelzelle steht nahe vor ihrem Ende ein solcher mit zwei Spitzen nach innen; zwischen den beiden Flecken in Zelle 6 und 7 ist je ein schwarzer, grösserer Fleck.
In beiden Geschlechtern in Zeichnung und Färbung übereinstimmend ist dieser Falter auf Mad. und N.-B. nicht selten.
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7. Papilio Endochus Borsduwval. Fig. 31.
P. brevissime caudatus, albus, alis extus late nigris; anterioribus intus dentatis, macula magna eostali a basi intus griseo-pulverulenta, saepe cum macula minuta cellulali, posterioribus dentatis. Subtus maculis fascüisque similibus ut supra sed magis fuscis, in alis ante- rioribus autem maculis argenteis apicalibus 8&—-9, maculaque costali basi rufa, lisdem posterioribus in fascia maculis rufis et argenteis, fascia brunmea ante marginem abdomi- nalem ad basin (ucit. Exp. al. 70 mm.
B. Sp. gen. I. p. 243. Dbld. Wstw. Gen. Diurn. Lep. t.3. f.2.
Kopf und Brust schwarz, ersterer mit 4 weissen Punkten, die Palpen mit je 2 weissen Flecken, letztere weisslich behaart. Hinterleib weiss, seitlich mit einer schwarzen Fleckenreihe. Die Unterseite des Körpers gelblich weiss, schwarz gefleckt. Beine aussen weiss, innen schwarz.
Vorderrand der Vorderflügel gleichmässig gebogen, Aussenrand in der Mitte nach der Basis zu eingezogen. Hinterflügel stark gezähnt, besonders auf Rippe 3; in den Einbiegungen zwischen den Zähnen die Fransen weiss.
Die Oberseite der Flügel ist glänzend weiss, mit breitem, tief schwarzem Rande, der auf der Mitte des Vorderrandes der Vorderflügel beginnt und im Bogen nach deren Hinterwinkel zieht, auf den Rippen 1 bis 4 wurzelwärts mit einer Spitze vortretend, während zwischen diesen die abgerundeten Vorsprünge des Weissen nach dem Hinterwinkel zu geneigt sind. Aus der Wurzel zieht über das erste Drittel des Vorderrandes ein breiter, schwarzer, weiss bestäubter Streif, die Mittelzelle auf die Hälfte ihrer Breite oder auch mehr ausfüllend, und gegen den Aussenrand zu in eingehendem Bogen endigend, öfters auch mit einer vortretenden Spitze bis an die Subdorsale reichend. Dieser Streif ist mit der Aussenbinde durch den schmal schwarz angelegten Vorderrand und der ebenfalls schwarz gezeichneten Subeostalen verbunden ; meist ist an letztere ein ovaler, in der Grösse wechselnder, schwarzer Fleck angehängt. Hinter- flügel: der schwarze Rand, gleichlaufend mit dem Saume, ist nahezu ein Drittel der Flügel- länge breit, wurzelwärts nach dem Innenrande zu verwaschen; dunkle Zeichnungen der Unter- seite scheinen nach oben durch das Weisse durch.
Das Mittelfeld der Unterseite ist perlmutterweiss glänzend, darin die Rippen gelblich, die schwarze Randzeichnung wie oben, auf den Hinterflügeln etwas ausgedehnter; das Schwarze matter. Vorderflügel: nahe der Spitze 9 verschieden grosse, matt silbergraue Perlmutterflecken, davon am Vorderrande 3 in Zelle 8, 2 in Zelle 7, in den 4 nächstfolgenden je 1, bei ein- zelnen Stücken auch 2 in Zelle 6. Von der Wurzel aus ist nicht ganz die Hälfte der Mittel- zelle rothbraun ausgefüllt, nach dem Aussenrande zu in einem gebogenen, mattschwarzen Querstreif, der über die ganze Breite der Mittelzelle hinweggeht und mit einem isolirten ebenso gefärbten ovalen Fleck dahinter, endigend. Hinterflügel an der Basis rothbraun, nach aussen
schwarz begrenzt; an dem weissen stark behaarten Innenrande entlang läuft ein breiter,
ee
braunschwarzer, die Zelle 1 ausfüllender Streif nach der Aussenbinde, in der vor dem Saume, der selbst in seinen Einbiegungen weiss ist, 6 perlmutterglänzende Mondflecken stehen, von denen die 4 zunächst dem Vorderrande grösser und rundlich, die beiden folgenden schmal und eckig sind. Davor stehen 2 bis 3 gleichfarbige Flecken, in Zelle 5 und 4 je ein kleiner, runder Fleck, in Zelle 3 über der Spitze des Mondflecks ein gerader Strich; in Zelle 6 trennt ein hakenförmiger Vorsprung der inneren Bindenbegrenzung einen rundlichen oder selbst hakenförmigen Fleck von der Perlmutterfläche theilweise oder ganz ab. Von hier aus zieht eine stark nach aussen gebogene Reihe blutrother, nach innen zu im der hohlen Seite weiss gekernter Mondflecken um diese Bindenbegrenzung bis zum Innenrande herum, deren Zahl von 5 bis auf 2 redueirt sein kann; die dem Afterwinkel zunächst stehenden sind die deutlichsten und auch stets vorhandenen. Auf allen Flügeln verdunkelt sich das Schwarze der Binden nach dem Hinterwinkel zu. Mad. (Ant.) N.-B. ziemlich häufig.
8. P. Demoleus Z. Syst. Nat. ed. X. (1758.) p. 264. Or. t. 231. A. B. Hb. Samml. ex. Schm. T.I. 2f. B. Sp. gen. I. p. 237. Lue. Lep. ex. t. 9. f.2. — In Senegambien und Aegypten und südwärts dieser Länder über ganz Afrika verbreitet. Mad. N.-B. häufig. St. Mar. Mayotta. Auf den Masc. scheint die Art nicht einheimisch zu sein.
9. P. Lormieri Dist. Monthl. Mag. XI. p. 129. — Die daselbst gegebene, kurze Beschreibung stimmt mit den Abbildungen des P. Menestheus Dr. Exot. Ins. II. t. 9. £.1. Or. 1.142. A. B., aber besonders mit derjenigen in Trim. Rhop. Afr. austr. t.2. £.1. und 1 Exemplare Mus. F. überein, so dass man versucht ist, die beiden Schmetterlinge für eine Art zu halten. Vielleicht findet hier durch geringe Abweichungen ein ähnliches Verhältniss statt, wie bei P. Delalandii God. von Madagascar zu den südafrikanischen Stücken. Mad.
10. Papilio Delalandii Godart. Fig. 1.
P. fusco-niger, extus obscurior,; fascia commumi sulphurea intus compluries curvata, extus dentata, amtice bifurcata, furca interna in cellula discoidali extus migro-pulverulenta ; ante marginem externum series macularum octo sulphurearum, alis posterioribus longe caudatıs extus dentibus fasciae in costis extensis,; inter costas in margine externo el im caudıs postice maculis sulphureis; macula aurantia et supra caerulea in amgulo amali. Subtus ferrugineo-fuscus signaturis simihibus ut supra sed palhidioribus, dentibus fasciae nigro-adumbratis. Exp. al. 86 mm.
God. Enc. möth. IX. Suppl. p. 811. B. Sp. gen. I. p. 326. Wstw. Arcana
Entom. T. t. 37. £. 1.2. Luce. Dep. ex. t. 20. £.2. Körper braunschwarz mit mattgelben Flecken auf Kopf, Halskragen und Thorax; unten braun und braungrau; am Hinterleib mit drei wenig deutlichen gelben Streifen, Brust und
el
Beine schwefelgelb behaart, Palpen innen schwarz, aussen breit schwefelgelb gesäumt. Fühler schwarz.
Vorderflügel kurz und breit, Saum steil, auf den Rippen ein wenig eingekerbt. Hinter- flügel lang mit tiefen Einbuchtungen am Aussenrande und langem, ziemlich schmalem, spatel- förmigem Schwanze.
Flügel auf der Oberseite braunschwarz, nach dem Leibe zu etwas ins bräunlich Graue übergehend. Ueber beide Flügel zieht in der Mitte eine schwefelgelbe Binde. Unmittelbar hinter dem Vorderrand beginnend, umzieht sie das Ende der Mittelzelle, auf Rippe 6 sich sehr ver- schmälernd, von hier aus verbreitert sie sich besonders nach aussen zu ganz unregelmässig, in den Zellenmitten zackig ausspringend, am weitesten in Zelle 2. Die innere Begrenzung dieser Binde trifft auf die Mitte des Innenrandes. Die Rippen 5, 6, 7 und 9 treten dunkel in derselben hervor. Der Bindentheil der Zelle 4 setzt sich hinter der dunkel gefärbten Sub- dorsalen quer über die Mittelzelle in derselben Färbung fort, die schmälere an die Subcostale stossende Hälfte ist dicht schwarzbraun bestäubt. Vom letzten "/, des Vorderrandes zieht eine Reihe von 8 ovalen in der Grösse ‘wenig verschiedener, schwefelgelber Flecken nach dem Hinterwinkel, deren jeder einzelne zwischen je zwei Rippen von la bis 9 zu liegen kommt. Die Einkerbungen am Saume sind fein gelb gezeichnet. Auf den Hinterflügeln schliesst sich die Binde mit ihrer inneren Begrenzung an die der Vorderflügel an, überzieht noch ein Stück der Mittelzelle, biest aber, an Rippe 3 angekommen und diese als Grenze benutzend, nach aussen, bis sie ziemlich schmal und schliesslich in eine Spitze endigend, nach Rippe 2 überspringt. Die äussere Begrenzung entspricht ziemlich der Saumrichtung. Das Anfangsstück in Zelle 7 ist schmäler als die Vorderflügelbinde am Innenrande, auch erscheint dieses Stück um einen Ton heller; in den nun folgenden Zellen bildet sie Bogen, die mit langen Spitzen an der innern Seite der Rippen entlang in das dunkle Saumfeld vorspringen. In Zelle 5 ist der Bogen am wenigsten regelmässig, da er in seiner Mitte eine kleine Ausbiegung hat. Die starken Einbuchtungen des Saumes haben sämmtlich breite gelbe Flecken, ebenso auch das Schwanzende. Der letzte über dem Afterwinkel hat einwärts in einer Verdunkelung zunächst einen orangegelben Fleck, über welchen ein aus blauen Schuppen bestehender breiter Bogen hinzieht.
Die Unterseite ist dunkelrostbraun, die gelben Zeichnungen entsprechen im Allgemeinen denen der Oberseite; auf den Vorderflügeln ist der Querast der Binde in der Mittelzelle nur äusserst wenig dunkler bestäubt. Die Aussenrandsflecken sind verwaschen vergrössert, so dass sie sich gegenseitig berühren. Der Innenrand ist von Rippe 3 ab bis an die Mittelzelle schwarzbraun verdunkelt; ebenso auf den Hinterflügeln das Schwanzende vor dem gelben Spitzenfleck, der Aussenrand zwischen den gelben Einbuchtungsflecken , der Afterwinkel, die äusseren Einbiegungen der Binde und die inneren zwischen dem Innenrande und Rippe 3, hier bis zum 'Sammetschwarzen, wovon der Theil in Zelle 2 sparsam fein orangegelb bestäubt
ed
ist; gleichfalls verdunkelt ist die äussere Begrenzung des blauen Bogens; der orangegelbe Fleck weniger lebhaft wie auf der Oberseite, hängt mit der Binde zusammen, während der Analfleck von dieser durch die bis zum Aussenrand rostbraun verlaufende Rippe 2 getrennt erscheint.
Der auch im südlichsten Afrika vorkommende Falter ist auf Mad. (Fian.) und N.-B. selten, von hier hat das Mus. F. nur ein ® erhalten, welches obiger Beschreibung und der Abbildung als Original diente. Es scheint übrigens von dem afrikanischen Typus in Folgendem abzuweichen: die schwefelgelbe Binde der Vorderflügel ist breiter, zusammenhängender und nur gegen den Vorderrand durch die dunkleren Rippen 5, 6, 7 und 9 unterbrochen. Der Quer- ast in der Mittelzelle ist dagegen sehr schmal, von gleicher Farbe wie die Binde und nur gegen den Vorderrand zu etwas dunkler bestäubt. Auch scheint die Grundfarbe nach der Basis zu weniger stark ins Braune überzuziehen.
11. P. Mangoura Hew. Monthl. Mag. XI. p. 226. — Hew. Ex. Butt. V. Pap. t.15. f. 49.50. Diese schöne von Crossley auf Madagascar entdeckte Art scheint bis jetzt nur allein in der Sammlung von Henley Grose Smith vertreten zu sein. Die Zeichnungen der Oberseite dieser kleineren Art sind denen von P. Delalandii ähnlich, während jedoch statt gelb die über beide Flügel ziehende Binde blau, und die Flecken an und vor dem Aussenrande weiss, oder vom Blauen in das Weisse übergehend, sind, so ist die Zeichnung der Unterseite, violett auf braunem Grunde, von der jener Art vollständig verschieden.
12. Papilio Meriones KHelder. Fig. 2.
P. albido-sulphureus,; & alis anterioribus costa fusca , faseia lata intus dentata in margine externo cum macula apicali parva,; alis posterioribus longe caudatis margine externo nigro-fuseo limbato, sed sinu et apice caudae flavis; fascia post medium interrupta scalaris ante marginem externum e maculis tribus confluentibus ad marginem anticum adhaerentibus quartaque in margine interno. Subtus alis anterioribus fascia apice antice ferruginea postice nigro-fusca,; , posterioribus ochraceis, fascia mediana non interrupta et cauda ante apicem ferrugineis.
Q ut 6, sed in alis anterioribus macula longa costali, antice subhamata a basi medium cellulae discoidalis superante. — Exp. al. 92 mm. Feld. Nov. Lep. p. 95. Trim. Trans. Linn. S. T. 26 1869. t.42. f. 1.2 — P. Brutus 5. FE. Mad. p. 12. — P. Brutus var. B. 5. Sp. gen. I. p. 222.
ö. Körper schwarz, Palpen seitlich mit gelbbraunem Saume, von gleicher Farbe die Flecken auf Kopf, Halskragen und Schulterdecken; Hinterleib in den Seiten ockerbraun mit einer schwarzen Fleckenreihe. Die Unterseite des Körpers ist ockerbraun, nach hinten zu ins Gelbliche ziehend, die Beine werden nach den Fussenden zu dunkelbraun.
an
Flügel kurz und breit, der Vorderrand der Vorderflügel bildet einen Viertel-Kreisbogen ; der kaum gezähnte Aussenrand steil, seine Länge ist gleich dem Innenrand, gleich 3}, des Vorderrandes. Hinterflügel mit ziemlich langem, spatelförmigem Schwanze, auf den Flügelfalten eingebuchtet.
Hellschwefelgelb. Vorderflügel: Vorderrand schmal, Aussenrand breit schwarzbraun , in letzterem tritt die Grundfarbe zwischen den Rippen spitzbogig und nach dem Vorderrande zu mit Ausnahme von Zelle 6 und 8, in denen er ziemlich gerade abschneidet, zackig hinein. Vor der Spitze liest in Zelle 7 ein ovaler Fleck der Grundfarbe. Hinterflügel: Der ganz schmal schwarzbraun gezeichnete Vorderrand verbreitert sich um den Vorderwinkel herum zu einer ununterbrochenen, ziemlich gleich breit bleibenden Saumbinde, die Flügeleinbuch- tungen mit etwas bräunlicher Schattirung der Grundfarbe überlassend, zieht in den Schwanz, ihn mit Ausnahme zweier bräunlich gelben, dicht an die dunkle Rippe angeschlossenen Flecken an seinem Ende, ganz dunkel ausfüllend; dann wieder heraustretend in zwei Bogen zum Afterwinkel. Auch diese beiden Bogen, von denen der zweite auf der Flügelfalte noch einen Zahn nach aussen bildet, lassen den Saum bräunlich gelb und zwar in Zelle 3 schmal, in Zelle 2 breiter erscheinen. Der letzte Bogen hat nach innen einen annähernd viereckigen, gleich- gefärbten Fleck über sich, durch einen schmalen gelben Bogen, der von Rippe 3 bis in die Mitte der Zelle 2 reicht, getrennt, dagegen am Innenrande durch einen dunklen Bogen, der zwischen sich und dem grösseren Fleck wieder ein kleines gelbes Dreieck freilässt, verbunden, über welchem jener den Innenrand erreicht. Von hier geht eine etwas zackige Begrenzung gleichlaufend mit dem Aussenrande nach Rippe 3, die selbst bis zu dem hellen Bogen die weitere Begrenzung übernimmt. Zwischen Mittelzelle und Saumbinde läuft zwischen Vorder- rand und Rippe 4 absatzweise eine schwarzbraune, fast schwarze Binde; sie besteht aus vier zusammenhängenden Flecken. In Zelle 7 und 6 je ein Fleck von deren Breite, nach innen durch eine gerade zu den Rippen senkrecht gestellte Seite begrenzt, der in Zelle 6 um die Hälfte des ersteren, entsprechend dem Saumverlaufe, nach aussen gerückt; er hat nur eine schwache Verbindung mit einem wieder etwas herausgerückten Bogen, der sich zwischen Rippe 6 und 5 nach aussen zu spannt und sich allmählig nach Rippe 5 zu verbreitert, wo er Ver- bindung mit einem herzförmigen grösseren Fleck findet, dessen sehr abgerundete Spitze sich der Basis zukehrt. Seine nach aussen gerichtete Seite hat auf der Zellenfalte einen vor- springenden Zahn.
Auf der Unterseite sind die Zeichnungen der Vorderflügel denen der Oberseite ent- sprechend; der nach unten umgebogene Vorderrand, sowie der grösste Theil der Aussenbinde ist rostbraun, nur der nach dem Innenwinkel zu liegende Theil, der durch eine etwas ver- waschene Begrenzung, die von der innern Seite der Binde von Rippe 7 nach dem Rippen- ende 3 in gerader Richtung hinzieht, ist schwarzbraun. Der Spitzenfleck erscheint mehr rhombisch und ist innen und aussen schwarzbraun beschattet. Die Grundfarbe der Hinter-
a
flügel ist ockergelb, in der die äussere Hälfte der Mittelzelleneinfassung und der von dieser ausgehenden Rippen schwarzbraun gefärbt sind. Die Mittelzelle ist durch zwei braune Längslinien und durch einen abgezweigten Ast derselben in vier Theile getheilt. Von 2], des Vorderrandes läuft eine breite, nach innen bis Rippe 6 gerade, dann bis zum Innenrand zwischen den Rippen bogig nach aussen begrenzte, dunkel rostbraune Binde. In Zelle 7 ist sie gleichartig dunkel gefärbt, in Zelle 6 und 5 folgen zwei hellere Theile, auf der Falte durch einen dunkleren Strich getheilt; der nach vorn liegende Theil, nach aussen bogig erweitert, legt sich an die Rippe an. Von Rippe 5 an hat die Binde eine gleichmässigere Breite und Färbung, die äusseren Begrenzungen dunkelbraun, ebenso die Rippen und Falten- striche, zwischen denen die Färbung verwaschen hellbraun ist. Die Saumbinde entspricht der Oberseite, ist jedoch rostbraun, und tritt meist nur matt hervor; am dunkelsten ist sie an ihrer Vereinigung mit der Mittelbinde am Afterwinkel. Die freigebliebenen Bogen am Saum sind ockergelb. Die Stücke der Zellen 3, 4 5 und 6, die zwischen der Mittelzelle und Mittelbinde liegen, sind gelblich weiss, an der Mittelzelle dunkelbraun abgegrenzt. Dieselbe hellere Färbung hat der der Binde zunächst liegende Theil der Zelle 2, der vor- liegende der Grundfarbe zeigt einen dunkleren, verwaschenen Längsstrich.
Q zeigt vom & folgende Unterschiede : Der Hinterleib ist bräunlich weiss mit einer grauen verwaschenen Rückenlinie, auf seinen beiden ersten Ringen mit gelblich weissen Haaren besetzt. Die Palpen schwefelgelb, innen schwarz. Die Flügel sind breiter, besonders die vorderen durch den etwas weniger gebogenen Vorder- und steileren Aussenrand, der auf Rippe 6 nur wenig Die Hinterflügelschwänze
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eingezogen, aber in seinem Verlaufe mehr gewellt ist als beim ö sind etwas kürzer, und an ihrem Anfange schlanker. Die braunschwarze Färbung der Ober- seite ist mit Ausnahme der Schwänze und deren nächsten Umgebung dunkler. Die Mittelbinde der Hinterflügel und die Analflecken sind tiefschwarz.
Auf den Vorderflügeln setzt sich an die ersten ?/, des Vorderrandes ein breiter, nach innen etwas verwaschen begrenzter Streif, der nach aussen zu sich erweitert und haken- förmig und abgerundet bis über die Mitte der Mittelzellenbreite hinwegragt. Die dunkle Ver- bindung zwischen diesem Fleck und der Aussenrandsbinde ist nur äusserst schmal, dagegen wird sie durch einen bräunlich weissen Streifen begleitet, der noch als matter Strahl in Binde und Flecken eintritt. Die Auszackungen an der inneren Seite der Aussenrandsbinde sind tiefer und spitzer. Hinterflügel: Die Mittelbinde hat in jeder Zelle eine vorspringende Spitze auf der Falte; der ihr entsprechende Analfleck ist durch die helle Rippe 2 nach innen zu in zwei rundliche Flecken getheilt. Die hellere Trennung von dem letzten Bogen der Aussenrands- binde ist breiter, in Zelle 2 der Grundfarbe entsprechend , am Aussenrande mehr ins Bräun- liche ziehend, und dieser letztere Fleck nimmt an seiner inneren Seite noch einen zapfen- artigen Vorsprung des vorliegenden dunklen Flecks auf. Die Aussenrandsbinde, die nach dem Schwanze zu abblasst, lässt von demselben nur ein kleines ockerbraunes Fleckchen in Zelle 4
Prien, .—
vom Raume frei, das ockerbraune letzte !/, des Schwanzes ist durch die dunkelbraune, nach aussen zu breiter gefärbte Rippe 4 getheilt. Hinter dem Schwanze lässt der erste Bogen in Zelle 3 nur eine kleine Stelle, der nächste, von innen nach aussen etwas eingedrückte Bogen einen grösseren, ockerbraunen Fleck des Saumes frei.
Auf der Unterseite der Vorderflügel ist das Rostbraune mehr mit Grau gemischt, der Fleck vor der Spitze hat keine dunkle Begrenzung, in der Mittelzelle tritt nur der haken- förmige Theil des Fleckes tief braunschwarz und zackig begrenzt auf. Die Zeichnungen der Hinterflügel treten auf dem mehr hell violettbraunem Untergrunde weniger scharf hervor. Die braune Längstheilung der Mittelzelle und Färbung der-Rippen (excl. des innern Theils der Rippe 7) ist dieselbe wie beim 6. Die mehr gleichmässig gefärbt verlaufende nach hinten sich verbreiternde Mittelbinde ist hell rostbraun; ihre innere Begrenzung ein nur wenig durch Vorsprünge unterbrochener Bogen; die äusseren Einzackungen sind seichter. Nur die Zelle 6 zeigt sich innerhalb der Binde heller als der Grund, dagegen sind die Mittelzelle und die übrigen Zellen bis zum Innenrand und bis zu dieser Binde fein braun bestäubt. In Zelle 2, 5, 6 und 7 überschreitet die Oberseitenzeichnung die äussere Begrenzung der Mittelbinde und erscheint grauviolett auf der hier besonders zart angelegten Grundfarbe. Die nur matt auf- tretende Aussenrandsbinde ist braunviolett, am Saume und im Schwanze ockerbraun bis gelb.
Ueber die eigenthümlichen Beziehungen zu Papilio Merope Or., ein Falter des afri- kanischen Festlandes vergl. p. 13 der Einleitung und p. 38 und 40 der Literatur. Mad. (Tamt. Fian. Tan. Ambavaran).
13. P. Antenor Dr. Exot. Ins. I. t.3 f.1. B. Sp. g&n. I. p. 189. — Mad., bis jetzt nur auf der Hauptinsel gefunden. Grandidier traf den Falter in der südlichen Region.
Pieridae,
Pontia F. Nychitona Butl.
14. P. Aleesta Or. var. Sylvicola B. F. Mad. p. 20. B. Sp. gen. I. p. 433. — Während P. Alcesta, die Snellen (Tijd. v. Ent. T. 25. p. 225.) mit der indischen Art P. Xiphia F". vereinigt, den grössten Theil des afrikanischen Continentes bewohnt, beschränkt sich Sylvicola, die hauptsächlich durch ihre Grösse abweicht, auf Mad. (Fian. Tamt.) N.-B. Ein sehr kleines Exemplar Mus. ’F. von N.-B. (32 mm gegen 50 mm) steht auch in der grösseren Ausdehnung der schwarzen Zeichnungen der Vorderflügel (die auch ganz fehlen können) der Xiphia sehr nahe; die schwarze Einfassung der Spitze springt stark in Zelle 5 hinein, der schwarze Fleck vor derselben ist sehr gross und viereckig und ist nahe an den Aussenrand geschoben, mit
dem er durch zwei verwaschene Striche verbunden ist. Doch weicht es ab durch die grössere )
EN
Abrundung sämmtlicher Flügelwinkel und durch die rein weissere Färbung der Oberseite, während die der viel weniger zart gebauten Flügel der Xiphia einen Stich ins Grünliche haben. Von letzterer stehen nur wenige Exemplare zum Vergleich zur Verfügung, sie zeigen aber spitzer endende Fühler, einen einfach gerundeten Aussenrand der Hinterflügel, der bei Alcesta und Sylvicola auf den Falten etwas eingekerbt und nur hier fein schwarz gezeichnet, dagegen bei der indischen Art vom Afterwinkel bis zu Rippe 4 fein schwarz umzogen ist, welch’ feiner Bogen sich auf der viel dichter besprenkelten Unterseite zu einer
nur wenig unterbrochenen schwarzen Saumlinie ausdehnt.
Mwylothris Hb.
15. M. Phileris B. (pars) F. Mad. p. 17. t.2. £.3,4. 5. Sp. gön. I. p. 512. — Süd- Afrika Mad. (Ant. Tamt. Fian.) N.-B. nicht selten.
16. M. Hecyra Mab. C. r. S. Belg. T. 23. p. CV. 1880. (Pieris). — In der Beschreibung ist angegeben, dass diese Art früher von Boisduval mit Phileris zusammengezogen war, es geht aber nicht aus derselben hervor, ob es die in der F. Mad. f.5 der t.2 abgebildete jetzige P. Confusa Butl. sei. Mad. (Flpt.)
17. M. Smithii Mab. Bull. S. phil. VII. 3. 1879. p. 133. (Pieris). — Mad.
18. M. Grandidieri Mab. Ann. S. Fr. 1878. Bull. p. LXXVI. (Pieris). — Mad.
Terias Swains. Eurema Hb. pars. 19. T. Pulchella B. F. Mad. p. 20. t.2. £.7. B. Sp. gen. p. 677. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 77. — Süd-Afrika. Maur. Mad. (Tamt. Bets.) St. Mar. Mayotta. N.-B. nicht selten.
20. T. Florieola 5. F. Mad. p. 21. B. Sp. gen. p. 671. — Maur. Bourb. Mad. Mayotta. N.-B. sehr häufig.
21. T. Desjardinsii D. F. Mad. p. 22. t.2. f£.6. B. Sp. gön. p. 671. Hpff. Peters Moss. p- 367. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 78 & 333. — S.-Afrika. Mad. (Fian. Ost-Küste.) Mayotta.
22. T. Aliena Butl. Ann. & Mag. V. 5. 1880. p. 337. — Mad.
23. T. Hapale Mab. Natural. 1882. No. 13. p. 99. — Mad.
Callidryas B. 24. C. Florella F. Syst. Ent. p. 479. B. Sp. gen. I. p. 608. Trim. Rhop. Afr. austr. p- 68. Gu. Maill. Reun. p. 5. t. 22. £.1,2. var. ?— C. Pyrene Butl. Lep. ex. p. 44. t. 16. f.8—10. Mabille führt in einer Liste Madag. Lep. C. r. S. Belg. T. 23. p. CV. var. Flavescens ohne Autor an, möglicher Weise ist dies die von Guen&e abgebildete, von ihm nicht näher benannte Varietät. — Afrika. Maur. Bourb. Mad. Mayotta. N.-B. häufig.
Pas —
25. C. Florella F. var. Eubule Buil. Lep. ex. t. 22. f. 7—10.
26. C. Florella F. var. Rhadia 5. Sp. gen. I. p. 617. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 69. Trim. Trans. ent. S. 1870. — Beide Varietäten kommen mit der Stammart zusammen vor.
27. C. Hyblaea B. Sp. gen. p. 612. — Nach Voll. auf Mayotta. 28. C. Rufosparsa Butl. Ann. & Mag. V. 5. 1880. p. 395. — Mad.
29. C. Thauruma Reak. Proc. Ac. Philad. 1866. p. 238. Butl. Lep. ex. p. 56. t. 22. £. 3—6. — C. Fiaduna Hew. Ex. Butl. IV. Callidryas t. 1. f. 1—4. — Mad. (Ikaryosoa, Fian.) N.-B.
30. C. Deeipiens Butl. Ann. & Mag. V. 5. 1880. p. 338. — Mad. (Fian.)
31. C. Grandidieri Mab. Ann. S. Fr. 1877. Bull. p. XXXVIN. (Eronia). — Die Beschreibung passt auf ein Exemplar Mus. F., welches aber nach Flügelform, Rippenverlauf und Fühler eine ächte Callidryas ist und der indo-australischen C. Crocale Or. sehr nahe steht. — Mad. N.-B.
Piychoptery& Wlgr. 32. Ptychopteryx Lucasi Grandidier. Fig. 19. 20. 21.
P. 8 albus, alis anterioribus subfalcatis ante marginem fusco einchım late flawis; subtus aurantiacus, alis anterioribus in margine interno late albis, macula nigra parva in costa transversal.
2 flavo-albida aut flava, alis anterioribus macula luniformi in costa transversali; parte apicali marginis antieis margineque externo fere toto nigro-fuseis,; alıs posteriorıbus vie undulatis dupliei serie macularum nigro-fuscarum ante limbum. Subtus aurantiaca ; alis anterioribus macula_ cellulari nigra margine interno albo apiceque rubro-violaceo ; alis posterioribus cum maculıs violaceis marginalibus. Exp. al. 68 mm.
Grand. Guer. Rev. Mag. 1867. p. 273. 2 (Callidryas). — Eronia Vohemara Wrd. Monthl. Mag. VI. (1870) p. 224. & Wrd. Afr. Lep. p.4. t.4. f.3.4.
Körper schwarz. Kopf und der vorderste Theil des Thorax mit brauner, der übrige Theil mit weisser Behaarung. Fühler dunkelbraun, das äusserste abgestumpfte Ende der allmählig sich verdickenden aber deutlich abgesetzten Kolbe ebenso wie die ganze Unterseite des Fühlers hellbraun, seitlich fein weiss beschuppt. Hinterleib an den Seiten weiss. Augen und die ziemlich lange Zunge braun. Die untere Augeneinfassung und die Palpen sind gelblich weiss, letztere an ihrem Ende und die Stirn bräunlich. Die Brust ist gelb, die Beine sind etwas dunkler gefärbt; der Hinterleib ist unten weiss.
Die Vorderflügel sind an ihrem Vorderrande stark gebogen, der wenig gewellte Aussen- rand ist sanft geschwungeu, die Spitze etwas sichelförmig vorgezogen. Der Innenrand bildet beim & eine gerade Linie, beim @ eine nach innen gehende Curve. Die langen Hinterflügel
ag
sind an ihrem Vorderwinkel stark gerundet. am Afterwinkel etwas geeckt, der zwischen beiden liegende Saum ist beim ® stärker, beim & etwas weniger gewellt. Der Vorderrand ist nahe der Basis bei beiden Geschlechtern borstig behaart.
Im Uebrigen sind die beiden Geschlechter sehr verschieden.
ö Oberseite weiss. Vorderflügel: Spitze von ?), des Vorderrandes aus, das letzte '/, der Mittelzelle ausfüllend und vom Ursprung der Rippe 3 mit dieser nach dem innern !/, des Aussenrandes laufend, breit gelb. Costalrand braunschwarz, in seinem letzten !/, in einen braunschwarzen Rand auslaufend, der die Spitze umzieht, sich im Aussenrande verschmälert und bis gegen Rippe 4 läuft. Von dem dunklen Rand aus ziehen die Rippen in gleicher Farbe eine kurze Strecke in das Gelbe hinein. Hinterflügel zeichnungslos.
Vorderflügel auf der Unterseite dottergelb, die Wurzel und den Innenrand breit weiss lassend.. Am Ende der Mittelzelle ein schwarzer, länglicher Fleck, zwischen Rippe 3 und 6 gegen den Aussenrand zu dunkelbraun bestäubt. Hinterflügel dottergelb, mit braunvioletter Bestäubung, die am stärksten am Vorderrande in 2 Gruppen auftritt.
2 Oberseite: Hellschwefelgelb bis in’s Weissliche. Vorderflügel mit schwarzem läng- lichem Fleck am Ende der Mittelzelle, 2), des Querastes bedeckend. Costalrand schwarz, von seinem letzten !/, zieht um die Spitze herum bis nahe an den Innenwinkel ein breiter, braun- schwarzer fleckiger Rand, der in der Regel vor der Spitze ein rundliches Stück Grundfarbe frei lässt. Hinterflügel am Aussenrande mit 6 braunschwarzen, eckigen Flecken auf den Rippen 2 bis 7, den hellen Rand schmal frei lassend; die mittleren sind die grössten. Vor der Fleckenreihe liegen noch vier bis sechs kleinere Flecken im Bogen in Zelle 2 bis 7”. In der Nähe der Wurzel mit schwacher dunkler Bestäubung.
Unterseite: Vorderflügel mit Ausnahme des weissen Innenrandes lebhaft gelb mit dunk- lerem Vorder- und Aussenrand, die beide nach der Spitze zu ins Orange übergehen, mit rosavioletter Beschattung, besonders am Aussenrand und mit einem schwarzen Fleck am Ende der Mittelzelle wie oben. Hinterflügel hell orangegelb mit rosavioletter Bestäubung, am Vorder- rand in mehreren Gruppen dunkler. Der Aussenrand zwischen Rippe 2 und 7 breit und fleckig rosaviolett.
Mad. (S.-W.-Küste) N.-B. nicht häufig.
Teracolus Swains. 33. Teracolus Mananhari Ward. Fig. 33.
T. sulphureus, apice antico late migro maculhis tribus flavo-griseis lavatis maculaque parva in costa tranwersali. Subtus flavus alis anterioribus magis albidulis macula costali et mediana nigris; alis posterioribus striga migra interrupta et angulata mediana a margine amtico usque ad medium et ad marginem intermum. Exp. al. 57 mm.
Bo. =
Wrd. Monthl. Mag. VI. (1870) p. 224. (Pieris). Wrd. Afr. Lep. t.2. f.1—4. Buil. Proc. z. S. 1876. p. 133.
& Der Körper ist kräftig gebaut. Die Fühler sind von halber Vorderrandslänge und verdicken sich im letzten '/, allmählig zur Keule. Die Flügel sind breit. Der Vorderrand der vorderen ist stark gebogen. Die geringe Abrundung der Spitze geht in den steil gestellten wenig gebogenen Aussenrand über, der seinerseits mit dem ein wenig einwärts gebogenen Innen- rand etwas mehr als einen rechten Winkel bildet. Der Aussenrand der Hinterflügel bildet einen Kreisbogen und lässt, indem er mit dem flacher gebogenen Vorder- und Innenrand zusammenstösst, Vorder und Afterwinkel etwas winklig hervortreten.
Schwefelgelb. Kopf und Thorax oben schwarz mit weisslicher Behaarung, der Hinterleib nur mit verwaschener schwarzer Mittellinie. Die Fühler sind oben schwarz, an der Kolben- spitze braun, an den Seiten hellbraun, unten schwefelgelb. Augen braun. Die Unterseite des Körpers gelblich weiss, Beine bräunlich weiss. Die Vorderflügel sind oben an der Basis zwischen Vorderrand und Mittelzelle mit dichter grauer Bestäubung versehen, die sich verschmälernd längs des Vorderrandes bis zu dessen Mitte weiterzieht, wo sie mit der sammetartig schwarzen Flügelspitzen-Einfassung zusammentrifft. Diese zieht von hier in einem Bogen nach aussen, bis sie etwas über Rippe 2 hinaus in den Aussenrand verläuft. Die innere Begrenzung dieses Spitzenfleckens besteht aus ein wenig verwaschenen Bogen, die sich von Rippe zu Rippe aus- spannen. In seinem Innern befinden sich zwischen den Rippen drei bis vier matt graugelbe, verwaschene Flecken, deren grösster zwischen Rippe 6 und 7. Die Querrippe trägt auf ihrer Mitte einen kleinen schwarzen Fleck, der in Bezug auf Grösse varürt. Die Rippen sind besonders nach dem Saume zu fein schwarz bestäubt. Die Grundfarbe der Hinterflügel geht nach dem Vorder- und Innenrande zu breit in’s Weisse über. Die innere Hälfte ist mit ziemlich langen, sehr feinen weissen Haaren besetzt. Die Fransen sind etwas heller als der vor ihnen liegende Saum, der an einzelnen Stellen mit zerstreut liegenden schwarzen Schuppen angeflogen ist.
Auf der Unterseite sind die Vorderflügel gelblich weiss, rein weiss nur am Hinter- winkel und Innenrand, dunkler gelb in der Mittelzelle, am Vorderande und in der Umgebung der Flügelspitze bis gegen Rippe 2 hin. Der Mittelfleck ist tiefschwarz und meist grösser wie auf der Oberseite. Seitwärts des Gabelpunktes der Rippe 7 liest in Zelle 7 ein grösserer, in Zelle 9 ein kleinerer, verwaschener schwarzer Fleck.
Die Hinterflügel sind citronengelb, mit schmal orangefarbenem Vorderrande nahe der Basis, wo auch einzelne kurze borstige weisse Haare auftreten. Da wo Rippe 8 diesen trifft, befindet sich ein braunschwarzer Fleck, der als schmaler verwaschener Strich nach der Mitte von Zelle 4 ausläuft, wo sich eine grössere fleckenartige Anhäufung von braun- schwarzen Schuppen befindet, die ihrerseits wieder in gerader Richtung als eine sehr matte Linie (oft auch ganz fehlend) nach der Grenze von ?/, des Innenrandes ausläuft. Der Vorder-
— 0 —
rand der Vorderflügel ist ganz schmal graubraun angelegt und von gleicher Farbe sind die Fransen von der Spitze bis zu Rippe 2, von wo sie rein weiss den Hinterwinkel umziehen, während sie an den Hinterflügeln gelblich sind, jedoch mit grau bräunlicher Einmischung in der Nähe ihrer Winkel. :
2 Nach Ward ist die Oberseite der Vorderflügel weiss mit breitem schwarzem Aussen- rand, der seine grösste Ausdehnung vor der Spitze hat und mit schwarzem Flecken am Zellenende. Hinterflügel gelblich weiss, mit breitem schwarzem Aussenrand, der sich nach dem Afterwinkel zu verschmälert.
Die Vorderflügel sind auf der Unterseite weiss, haben mit Ausnahme der Spitze, die orange ist, einen schwarzen Rand und einen schwarzen Fleck am Zellenende Die Hinter- flügel sind orange mit einem nahe der Mitte ihres Vorderrandes beginnenden, schmalen unregelmässigen schwarzen Bande, welches nach unten zu läuft und von hier aus sich als Querstrich dem Innenrande zuwendet. Diese Zeichnung ist beim 8 deutlicher als beim 2.
Mad. N.-B. selten. 2 & Mus. F.
Callosune Dbld. 34. Callosune Evanthe Borsduval. Fig. 22. 23. ©. 8 albus, macula rufa nigro-cineta apicali, punctulis nigrıs in costis ommibus extremis,
punctoque minuto cellulari alaruım anteriorum. Esxp. al. 40 mm.
2 macula apicali anguste fusco-nigra, intus squammlis aurantiacis sulphureo-Imitatıs.
Exp. al. 37 mm.
Alae subtus in utroque sexu lemissime nigro-irroratae, punctis 4 cellulalibus. B. Sp. gen. I. p. 567. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 54.
& Der Vorderrand der Vorderflügel dieses zart gebauten Falters ist stark und gleichmässig, der Aussenrand mässig gerundet; zwischen beiden tritt der Vorderwinkel leicht heraus. Vom mässig geeckten Hinterwinkel aus zieht der Innenrand etwas nach innen gebogen, dem Körper zu. Der Aussenrand der Hinterflügel bildet nahezu einen Kreisbogen und geht vor dem Vorder- winkel in den mässig gebogenen Vorderrand über, während der Innenrand über dem After- winkel etwas eingezogen ist.
Die Oberseite des Körpers ist schwarz mit bläulichweisser Behaarung, die Unterseite weiss, Beine bräunlich weiss mit schwarzen Längsstreifen an Schienen und Tarsen. Die kurzen Fühler sind schwarz, unten und auf den Seiten mit drei sehr feinen weissen, auf den Ring- einschnitten schwarz unterbrochenen Längslinien. Das Ende der Fühlerkolbe ist schmal braun umzogen. Die borstig abstehende Behaarung der Stirn und Palpen, welch’ letztere schräg nach unten gerichtet sind, ist in ihrem Ursprunge weiss, in der äussern Hälfte grau melirt.
a
Flügel kreideweiss seidenglänzend. Vor der Flügelspitze befindet sich em schwarz ein- gefasster, breiter, lebhaft orangeroth gefärbter Flecken, dessen ziemlich gerade verlaufende innere Begrenzung etwas hinter der Mitte des Vorderrandes anfängt und gegen das Ende der Rippe 2 im Aussenrande endet. Sie ist in Zelle 5 und 6 unterbrochen und wird hier durch eine orangegelbe Ausfüllung ersetzt. Ueber Rippe 7 hinaus bildet sie einen dreieckigen Fleck, von dessen Basis aus der Vorderrand schmal schwarz in die breitere und schärfer begrenzte Spitzeneinfassung übergeht und am Saume ziemlich gleich breit bleibt. Von hier aus ziehen die Rippen fein schwarz in die bunte Färbung hinein, während die Rippe 4 bis zur gegen- überliegenden Begrenzung des Apicalfleckens ganz schwarz gefärbt ist. Die Fransen, die im Uebrigen der Grundfarbe entsprechen, sind hinter dem Spitzenfleck röthlich grau. Die Basis und ein Theil der Costa sind grau bestäubt. Auf der Mitte des Querastes der Mittelzelle der Vorderflügel steht ein mehr oder weniger deutlicher, kleiner schwarzer Flecken. Auf den Hinterflügeln endigen die Rippen mit einem feinen schwarzen Punkte. Bei einzelnen Stücken überschreitet die schwarze Saumbegrenzung den Apicalfleck mit einer lose zusammenhängenden Schuppenreihe noch über Rippe 2 hinaus. Bei einem Stücke ist das Innere dieses Fleckens hellorangegelb.
Die Unterseite der Vorderflügel ist weiss, am Vorderrande gelblich weiss, an der Basis innerhalb der Mittelzelle mit grünlichem Anflug, darüber fein schwarz und grau punktirt. Der Apicalflecken geht hell und matt orange nach der Basis zu in die Grundfarbe über, und ist dicht grau besprenkelt. Auf der Mitte des Querastes befindet sich ein kleiner schwarzer Flecken und auf den Enden der Rippen 2 bis 7 stehen feine schwarze Punkte. Die Farbe der Hinterflügel zieht mehr ins schmutzig Gelbe mit grauer feiner Besprenkelung, die in allen Abstufungen mehr oder weniger deutlich sich bis zu quer über die Flügel laufenden, zusammen- hängenden feinen Streifen vereinigen kann. Der kleine schwarze Flecken auf dem Queraste ist nach innen zu schmal gelb begrenzt und sämmtliche Rippen des Aussenrandes endigen mit feinen schwarzen Punkten. Die Fransen der Hinterflügel sind heller wie die Grundfarbe; auf den Vorderflügeln umziehen sie den Spitzenfleck bräunlichgrau und diese Färbung über- schreitet noch seine Aussengrenze.
Q Die Flügel sind kürzer; die vorderen an der Spitze viel mehr abgerundet, so dass der Aussenrand auf Rippe 5 am meisten hervortritt. Die Färbung unterscheidet sich vom & nur dadurch, dass der Apicaltleck schmäler und schwarzbraun ist, seine innere Begrenzung bildet einen unregelmässigen , etwas ausgezackten Bogen nach aussen, der in seinem ganzen Verlaufe schwefelgelb vom Weissen abgetrennt ist und in seiner Mitte einzelne orangerothe Schuppen hat. Auf der Unterseite ist die Basis der Vorderflügel in grösserer Ausdehnung grün; der Apicalfleck graugrün, ebenfalls mit dichter grauer Besprenkelung. Die Hinterflügel ziehen etwas mehr in’s Grünliche.
Süd-Afrika? Mad. (Tamt. Ant.) N.-B. 8 nicht selten. ® nur 1 Exemplar Mus. F.
ee oa em
35. C. Ena Mab. Bull. S. phil. VII. 3. 1879. p. 134. — Mad. 36. C. Siga Mab. Natural. 1882. No. 13. p. 100. — Mad.
37. C. Daira Klug Symbol. Phys. t.8. £.1—4. B. Sp. gen. I. p. 579. — Arabien. Mad. (Fipt.) vid. Mab. C. r. S. Beleg. T. 23. p. CIV.
38. C. Zoe Grand. Gu6r. Rev. Mag. 1867. p. 272. — Mad. (S.-W.-Küste.) 39. C. Guenei Mab. Ann. S. Fr. 1877. Bull. p. XXXVII. — Mad. (Inneres.) 40. C. Flavida Mab. Ann. S. Fr. 1877. Bull. p. XXXVI. — Mad.
Idmais B. 41. I. Bucheria Mab. Ann. S. Fr. 1879. Bull. p. CLXXIV. — Mad.
42. I. Philumene Mab. C. r. S. Belg. T. 23. p. CVI. — Mad. (Flpt.)
43. I. Halimede Klug. Symbol. Phys. t.7. f.12—15. 5. Spec. gen. I. p. 526. — Arabien. Weisser Nil. Mad. (Flpt.)
Pieris Schrank.
Die bis jetzt in Madagascar aufgefundenen Arten gehören sämmtlich der Mesentina- und Calypso-Gruppe an, die Butler in dem Genus Belenois Fb. zusammenstellt.
44. P. Heleida B. F. Mad. p. 17. t.2. £. 1,2. B. Sp. gen. I. p.501. — Mad. (Tamt. Tint. Fen. Fian. Tan.) N.-B.
45. P. Albipennis Butl. Ann. & Mag. V. 4. 1879. p. 232. — Mad. (Ant.)
46. P. Confusa Butl. Proc. z. S. 1872. p. 58. — Pieris Phileris 3. F. Mad. p. 18. t. 2. £.5. — Mad.
47. P. Mesentina Or. t.270. A. B. B. Sp. gen. I. p. 501. — Pap. Aurota F. Ent. syst. IM. 1. p. 197. — Indien. Afrika. Mad. (Ant.)
48. P. Agrippina Feld. Nov. Lep. p. 173. — Abyss. Natal. Mad. (Amb. Ant.)
49. P. Elisa Voll. Pollen & van Dam Faun. Mad. V. p. 12. t.2.2.38.392.
50. P. Coniata Butl. Cist. ent. II. 1879. p. 391. — Mad. (Ant. Fian.)
Appias Hb.
51. A. Saba F. Spec. Ins. II. p. 46.2 Trans. ent. S. 1881. t.9. f£.3,4. &2 — Pieris Orbona B. F. Mad. p. 18. t.1. £.3. B. Sp. gen. I. p. 497 &2 — P. Hypathia Dr. Exot. Ins. II. t. 32. £.5,6 2 — P. Epaphia Or. t. 207. D. E.— Pieris Malatha B. F. Mad. p. 18. t.1. 4,52 — Die Zusammengehörigkeit der verschieden aussehenden Geschlechter ist angezweifelt worden. Der genau übereinstimmende Rippenverlauf, die gleiche Gestalt der langen Palpen, die mit einer grünlich schwefelgelben Spitze endenden Fühler und die gleiche auf der Unterseite von
der Flügelbasis ausgehende orange Färbung sprechen für dieselbe Art. Ob die Myl. Orbona Hb. Zutr. f. 985, 986 hierher zu ziehen sei, ist fraglich, da die Abbildung eine etwas abweichende Flügelform zeigt. — Mittel- und Süd-Afrika. Mad. (Tamt.) St. Mar.
Nepheronia Butl. 52. N. Antsianaka Wrd. Monthl. Mag. VII. (1870) p. 30. — Mad. 53. N. Affinis Mab. Bull. S. phil. VII. 3. 1879. p. 133. (Pieris). — Mad.
Danaidae. Danaus Latreille.*)
54. D. Chrysippus Z. Syst. Nat. ed. X p. 471. (1758.) Or. t. 118. B. ©. Hb. Samnl. ex. Schm. T. I. 4f. — Griechenland. S.-Asien. Afrika. Rodr. Maur. Bourb. Mad. N.-B. häufig. Die Madagassischen Exemplare gehören derjenigen Form an, deren Flügel etwas kürzer und breiter sind, mit in der Regel nur 2 weissen Flecken vor der Spitze und etwas breiterer weisser Binde der Vorderflügel, auf denen auch die einzelnen Flecken am Aussenrande grösser und in geringerer Zahl vorhanden sind. Die schwarze Saumbinde der Hinterflügel ist breit
und nur wenig weiss gefleckt.
Amauris Hb. 55. A. Phaedon F. Ent. syst. Suppl. p. 423. B. F. Mad. p.37. t.3. ££3. Ab. Zutr. f. 957, 958. 2. — Maur. Mad. 56. A. Nossima Wrd. Monthl. Mag. VI. (1870) p. 225. Wrd. Afr. Lep. p.5. t.5. f.1. — Mad. Euploea F. 57. E. Euphon F. Ent. syst. Suppl. p. 423. — BD. F. Mad. p. 36. t.3. f.1.— Maur. Mad.
*) Wenn hier das Genus Danaus nach Latreille (Genera Crust. et. Ins. IV. p. 201. 1809.) aufgeführt wird, wie es auch Kirby in seinem Synon. Catal. 1871. Nachtrag p. 639. und Burmeister in seiner Description physique de la Republique Argentine V. 1. p. 108. 1878 sethan haben, so entspricht diess den Grundsätzen der Priorität. Latreille hatte diesen Genus-Namen für den schon vergebenen Danaida (Latreille Hist. nat. des Crust. et des Ins. T. XIV. p. 108. 1805. für D. Plexippus L.; in Mliger’s Magazin VI. 1807. p. 291 irrthümlich als Danais aufgenommen) angenommen, den er in der Enc. meth. IX. p. 10. 1819. p. 172 in Danais umänderte. Nicht gerechtfertigt erscheint es jedoch, wenn Kirby in „The Proceedings of the Royal Dublin Society vol. II. 1880. p. 293. Danaus Linne aufstellt, da Linne diesen Namen überhaupt nicht (im Singular) im eigentlichen Text, nur am Kopf der Seite: Insesta Lepidoptera. Papilio. Danaus., gebraucht. Er theilte wohl seine Insecta Lepidoptera (Syst. Nat. ed. X. 1758) in grössere Gruppen wie Equites, Heliconii, Danai, Plebei ete., denen man aber nicht die Bedeutung der heutigen Genera beilegen kann. Die Danai, die er selbst wieder in D. candidi und D. festivi zerlegte, enthalten in der letzteren Abtheilung allerdings P. D. Plexippus und P. D. Chrysippus aber auch mit P. D. Hyperanthus, P. D. Pamphilus ete. zusammen. Würden wir Danaus L. schreiben, so müssten wir das Genus Papilio auch in Eques L. umändern.
10
Ne
58. E. Euphon F. var. Desjardinsii G@uer. Ic. R. An. p. 474. — Rodr.
59. E. Goudotii B. F. Mad. p. 36 t.3. f.2. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 85. — S.-Afrika. Bourb.
Acraeidae. Acraea FE. 60. A. Ranavalona BD. (pars) F. Mad. p. 30. t.6. f.3.4. Hb. Zutr. f. 925.926. — St. Mar. Mad. (Tamt.).
61. A. Maransetra Wrd. Monthl. Mag. IX. (1872) p. 2. — Mad.
F. Mad. p. 30. t.6. £.5. ?. — Mad. (Tamt. Fian.) N.-B. selten.
A. Manandaza Wrd. Monthl. Mag. IX. (1872) p. 147. Wrd. Afr. Lep. p. 9. '£.7. £1.2. — A. Ranavalona B. @ FE. Mad. p. 30. t6. £.5.
Beide Autoren trennen von A. Ranavalona B. das $ ab und stellen es als selbstständige
Art auf. Guenee citirt die Abbildung mit ?, Ward bezieht sich bedingungslos auf Beschreibung und Abbildung. Wenn auch letztere vielleicht nach mehreren Stücken zusammengestellt worden ist, so prägt sie doch das Charakteristische der Art aus. Guen&e beschreibt die Vorderflügel, wie sie die Abbildung darstellt, gelblich, dagegen sagt Ward, dass sie mit Carmin übergossen sind. Ein Variiren zwischen Gelb und Roth ist m dem Genus nichts Ungewöhnliches; bei der Uebereinstimmung der Hinterflügelzeichnungen können wohl beide aufgestellte Arten
zusammengezogen werden, wobei der A. Piva Gu. die Priorität gehört.
| A. Piva Gu. Vins. Voy. Mad. Lep. p. 34. (1865) — A. Ranavalona B. 2 62
63. A. Obeira Hew. Proc. z. S. 1863. p. 65. — Mad. (Ant.).
64. A. Lia Mab. Bull. S. phil. VII. 3. 1879. p. 132. — Mad.
65. A. Smithii Mab. Ann. S. Fr. 1879. p. 341. — Mad.
66. A. Igati B. F. Mad. p. 29. t.4. £.38. t.5. £32. — St. Mar. Mad.
67. A. Dammii Voll. Pollen & van Dam Faune Mad. V. Ins. p. 12. t2. £.4. (1869). — N. B. selten.
68. A. Pereussa Xef. Jahrb. Ak. Erf. 1870. p. 13. £.1.2. — Mad. (Tamt.).
Auch diese beiden Arten dürften wohl zu vereinigen sein. Es liest nur 1 Exemplar aus N.-B. Mus. F. vor, auf welches die Beschreibung und Abbildung beider Arten passt.
69. A. Masonala Wrd. Monthl. Mag. IX. (1872) p.3. Wrd. Afr. Lep. p. 10. t.7. £.5. — Mad.
70. A. Hova B. FE. Mad. p.29. t4. f.1.2. Gu. Vins. Voy. Mad. Lep. p. 35. Wra. Afr. Lep. t.7. £.9. — St. Mar. Mad. (Tamt.) N.-B. selten, nur 1 Exemplar. Mus. L.
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71. A. Mahela 3. F. Mad. p.31. t.6. ££1. — Mayotta. Mad. (Tint. Tamt.).
12. A. Lyeia F. Syst. Ent. p. 464. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 102. — A. Sganzini B. F. Mad. p. 34. t.6. £.6.7. —- Afrika. Mad. (Bets. Tamt.) N.-B. häufig.
13. A. Fornax Butl. Ann. & Mag. V. 4. 1879. p. 230. — Mad. (Fian.).
74. A. Serena F. Syst. Ent. p. 461. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 107. — Pap. Eponina Or. t.268. C. D.2. — A. Manjaca B. F. Mad. p. 33. t. 4. £.6. t.5. f.6.7. — Afrika. St. Mar. Mad. (Tamt. Tint. Fen. Fian. Ant.) N.-B. häufig.
75. A. Punctatissima DB. F. Mad. p. 31. t.6. f.2. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 105. — Süd-Afrika. Nossi-Faly. Mad. (Fian. Tamt.) N.-B.
16. A. Rakeli B. F. Mad. p 32. 1.5. £1.2.2 — A. Zitja B. F. Mad. p. 32. t.4. f.4. 5.6. — Mad. (Tamt. Fen. Flpt. Ant.).
77. A. Rakeli D. var. Fumida Mab. C.r. S. Belg. T. 23. p. CVI. — Mad. (Flpt.) N.-B. 78. A. Calida Butl. Ann. & Mag. V. 2. 1878. p. 288. — Mad. (Fian.)
79. A. Rahira 5. F. Mad. p. 33. t.5. f.4.5. Trim. Rhop. Afr. aust. p. 103. — Süd-
Afrika. Mad. (Tamt.)
80. Acraea Masamba Ward. Fig. 32.
A. alis anterioribus sa. margimibus externis costisque fuscis aut nigris, maculaque parva cellulali, basi late rufo-brummea; alıs posterioribus rufo-brumneis, margine externo brunneo, intus in costis dentato; margine interno late flavo-albido, basi maculis nigris 10; in medio alae serie dupliei intus et extus curvata macularum nigrarum 8—9 diverso magnitudine. Exp. al. & 42 2 55 mm.
Wrd. Monthl. Mag. IX. (1872) p. 3. Wra. Afr. Lep. p. 10. t.7. £.3.4. — A. Sam-
bavae Wrd. Monthl. Mag. X. (1873) p. 59. — A. Rüppelli »». Ber. S. G. 1878. p. 80.
Fühler schwarz, Kopf und Brust desgleichen mit einzelnen gelblich weissen Schuppen
und Haaren, Palpen gelblich weiss mit schwarzer Spitze. Der schwarze Hinterleib zwischen den Segmenten fein weiss gerandet, Mittellinie nur auf den letzten angedeutet; zu beiden
Seiten derselben stehen auf jedem Leibesringe ein weisser Punkt oder ein weisser schwarz
ausgefüllter Ring. Unten: Brust schwarz, gelblich weiss gefleckt, Beine hellbraun, Hinterleib
gelblich grau. Die Vorderflügel sind in beiden Geschlechtern verschieden gestaltet; während sie beim
2 durch den sanft gebogenen Aussen- und Vorderrand breit erscheinen, ist letzterer beim &
in seinem ersten ?), ganz gerade und der Aussenrand in seinem dem Hinterwinkel zunächst
gelegenen ?/, nicht nur nicht nach aussen, sondern auf Rippe 3 etwas nach innen gebogen.
Die Hinterflügel sind in beiden Geschlechtern an ihrem Aussenrande gleichmässig und stark 10*
a
gerundet. Die Färbung der Flügel an den Rändern geht beim & bis ins Schwarze, die von der Basis ausgehende bis ins grell Rothe über.
Oberseite: Vorderflügel durchsichtig, schwarzbraun umrandet, am breitesten am Vorder- winkel; der Aussenrand verläuft nach innen mit Spitzen in die dunklen Rippen aus und von der Basis zieht rostbraune Färbung bis gegen den Hinterwinkel und bis zur Mitte der Mittelzelle, in der sich ein dunkler Fleck befindet, dahinter die Querrippe schwärzlich bestäubt. Dieser Zelltleck fehlt entweder beim &, oder er schliesst sich an die breite, schwarze Vorderrands- einfassung dicht an.
Hinterflügel rostbraun, am Innenrande weisslich gelb, der Aussenrand breit braunschwarz, den Rippen mit auslaufenden Spitzen bis gegen die davorliegende Fleckenreihe folgend, die im Bogen gestellt, in den Zellen 1 nach der Basis zu stark eingezogen ist. Sie besteht aus 8 schwarzen, unregelmässig gestalteten Flecken, von denen die in Zelle 4 und 5 die kleinsten sind; dicht an der Basis 4, dahinter ziemlich in einer Richtung 5, der letzte am Innenrand an die hintere Fleckenreihe stossend. Hinter dem Punkte in der Mittelzelle steht in derselben noch ein zweiter. |
Unterseite: Vorderflügel wie oben, nur matter angelegt; Hinterflügel statt rostfarben röthlich weiss.
Mad. (Tamt.) N.-B. selten.
81. Acraea Boseae m. . Fig. 3.
A. alis anterioribus translucidis, margimibus costisqgue migro-fuscis, basi late pallide-flavescenti; alıs postervoribus pallide-ochraceis, fascia externa lata nigra, in costis plieisgue dentatis, punchs nigris in basi et serie, ante marginem internum intus non curvatum, 7 pume- forum nigrorum diverso magnitudine, punchvloque in costa tramsversali cellulae discoi- dalis. Exp. al. 42 nm.
Ber. S. G. 1880. p. 250.
2 Oberseite: Vorderflügel durchsichtige. Vorder- und Aussenrand, Querast der Mittel- zelle und die an diese stossenden Rippen schwarzbraun. Ueber den grösseren Theil der Mittelzelle breitet sich bis zum Innenrand und Hinterwinkel ein lebhaftes Hellockergelb aus, welches auch die Grundfarbe der Unterflügel bildet. Diese haben einen tief schwarzen 3 mm breiten Aussenrand, der auf Rippen und Falten Spitzen nach innen sendet; vor diesem eine Fleckenreihe im Bogen gestellt und in 2 Gruppen angeordnet, die durch die leere Zelle 4 getrennt werden. Der kleinste, nur punktartige Fleck befindet sich in Zelle 5. An der Basis befinden sich 10 Flecken, deren 2 in der Mittelzelle, die in der Mitte ihres Querastes noch einen kleinen Fleck hat; 2 in Zelle 1b, 3 in Zelle 1a, von denen einer strichartig mit dem innersten Punkte in Zelle 1 b verbunden ist.
1, en
Unterseite: Färbung blasser, mit gleichen Zeichnungen, die Flecken tiefer schwarz. Der Aussenrand der Unterflügel mit nach innen auslaufenden Rippen- und Faltenstrichen wie auf der Oberseite.
Die schwarzen Zeichnungen erinnern im Allgemeinen an die vorhergehende Art, deren Flecken mehr länglich, nach aussen zugespitzt sind, ihre Zelle 4 ebenfalls befleckt und deren ganzer Habitus plumper und grösser ist. Auch sind ihre Vorderflügel am Vorderwinkel viel weniger gerundet, ihre kürzeren Hinterflügel haben eine rundere Gestalt und ganz anders gezeichneten Saum. Dagegen fehlt dieser Art der Fleck in der Mittelzelle der Vorderflügel und auf den Hinterflügeln ist keiner der 4 dem Innenrande zunächstliegenden Flecken der Mittel- binde nach der Basis zu hineingerückt. Das Auftreten der gelben an Stelle der rothbraunen Färbung dürfte wohl nicht überraschen, wohl würde aber diese nach dem Innenrande zu auch ins Weisse übergehen, wie es in vorliegendem Exemplare kaum angedeutet ist.
1 Exemplar Mus. F. N.-B.
82. A. Turna Mab. Pet. Nouv. 1877. No. 178. p. 158. — Mad.
Nymphalidae. Smerina Hew. 83. 8. Vindonissa Hew. Ann. & Mag. IV. 14. 1874. p. 359. — Mad.
Atella Dbld. 84. A. Phalanta Dr. Exot. Ins. I. t. 21. f£. 1.2.— Pap. Columbina Or. t. 3357. D. E. 5 t. 238. A. B. 2 — Ind. Region. Mittel- und Süd-Afrika. Mad. Maur. Bourb. Mayotta. Nossi-Faly N.-B. häufig. 85. A. Manoro Wrd. Monthl. Mag. VII. (1871) p. 121.
Hypanartia Hb. 86. H. Commixta Butl. Ann. & Mag. V. 5. 1880. p. 336. — H. Hippomene B. (nec Hb.) F. Mad. p. 43. t.8. f.3.4. — Maur. Bourb. Mad. (Fian.) nach Pollen & van Dam auch N.-B. Pyrameis Hb. 87. P. Cardui Z. Syst. Nat. ed. X. (1758) p. 475. — Pap. Carduelis Or. t. 26. E.F. — Kosmopolit. Maur. Bourb. Mad. (Ant). Von N.-B. noch nicht erhalten.
Jumonia Hb. 88. J. Epielelia B. F. Mad. p. 44. t.7. f.3. 2? — Vielfach nur als var. der auf dem Festlande von Afrika vorkommenden J. Oenone L. Syst. Nat. ed. X. p. 473. (J. Clelia Or. t. 21. E. F.) angesehen und zwar besonders aus dem Grunde, weil auch 2 Exemplare hie und
Ze WE
da kleinere oder grössere blaue Schillerflecke auf den Hinterflügeln tragen. Mad. (Ant. Tamt. etc.) N.-B. häufig.
89. J. Orithya L. Syst. Nat. ed. X. p. 473. var. Madagascariensis @«. Vins. Voy. Mad. Lep. p. 37. — Mad. Eine weitere Angabe über das Vorkommen dieser Varietät in Mad. (Flpt.), die in ihrer Stammart über Süd-Asien und Afrika weit verbreitet ist, befindet sich Mab. C. r. S. Belg. T. 23. p. CIV.
Preecis Hb.
90. Preeis Rhadama Borsduval. Fig, 4,5, 6.
P. alis dentatis supra caeruleis, strigis nigro-cyaneis; alıs anterioribus amte apicem maculis albis compluribus, limbo fusco-albo variegato; in & oculo wiolaceo ante angulum intermum, fasciaque submarginali rubicunda undulata,; alis posterioribus oculo anal rubro, flavo- cincto ; in ? magis colore brumneo mixtis, alterogue oculo rubro, migro-cincto ante apicem.
Subtus alis ommibus cinereis, fascüs transversis flavo-albidulis, oculis 2—5 ante mar- ginem externum. — Species valde varvabilis. Exp. al. 48 mm.
B. F. Mad. p. 44. t.T. f.2. & Hpff. Peters Moss. Ins. p. 380. Trim. Trans. ent.
S. 1866. p. 333.
An dem verhältnissmässig grossen Kopf sind die spitzen, unten gefurchten Palpen lang vorgestreckt. Hinterleib klein.
ö Der Vorderrand der Vorderflügel ist stark gebogen, der Aussenrand von Rippe zu Rippe fein gewellt; von der abgerundeten Spitze bis zu Rippe 6 fast geradlinig, auf dieser eckig vortretend und von da an geschwungen zum geradlinigen Innenrand ziehend. Der nur ganz flach gewellt erscheinende Aussenrand der Hinterflügel tritt eckig auf Rippe 4 heraus und endet mit einem nach dem Leibe zu eingezogenen Afterwinkel; die beiden Enden stehen bei ausgebreiteten Hinterflügeln zangenförmig zu einander. Der Körper ist blau beschuppt mit braungrauer Behaarung, auf seiner ganzen Unterseite bräunlich weiss. Augen braun, Fühler oben schwarzbraun, unten hellbraun, Kolbe schwarz mit gelber Spize. Palpen weiss, mit hellbraunen Schuppen untermischt.
Die Oberseite ist prächtig lasurblau, mit metallischem Schiller ins Rosablau. Die Fransen der Vorderflügel sind schwarz und weiss gescheckt, die der Hinterflügel rein weiss. Auf ersteren geht das Blaue an dem Vorder- und Aussenrand theilweisse ins Grauschwarze über. In der Mittelzelle befinden sich die vier, bei den verwandten Arten üblichen, bogigen Quer- streifen tiefschwarz. Die Rippen sind in ihrem Verlaufe, nach aussen zu sich verbreiternd, von einem dunklerem Blau begleitet; in gleicher Farbe erscheint eine Binde hinter der Flügel- mitte vom Vorderrand bis zu Rippe 4, gleichlaufend mit den Mittelzellenquerstrichen, dann auf dieser Rippe stark nach innen gerückt und geschwungen sich verbreiternd bis etwas über Rippe 1, den Innenrand nicht erreichend. Gleichlaufend mit dem Saume folgen nun noch
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drei von Rippe zu Rippe bogige Linien, deren erste in Zelle 2 endet, wo sie einen hell- gekernten schwarzen Ring umzieht. Die nächst folgende verbreitert sich gegen den Innenwinkel und verliert sich in den Innenrand. Die letzte fällt fast mit der Saumlinie zusammen. Bei einzelnen Exemplaren ist der hellere Grund durch die dunkelblaue Querbindenfarbe fast ganz verdränst. Hinter den drei Binden befinden sich vom Vorderrande aus und an diesem am deutlichsten hervortretend, weisse Mondflecken, hinter der ersten zwei bis vier, hinter der zweiten zwei, hinter der dritten in der Regel vier. Auf den Hinterflügeln zieht vom ersten !, des graubraunen Vorderrandes aus ein sammetschwarzer Fleck in die Zellen 6 und 7, das letzte !/, des Aussenrandes nicht erreichend. Von seinem Ende aus geht ein dunkel- blauer Schatten durch Zelle 4 und 5, häufig in Zelle 5 einen augenartigen Fleck einschliessend. Im letzten !/;, der Mittelzelle befindet sich ein eiförmiger, dunkelblauer, hellgekernter Fleck, der bei einzelnen Exemplaren in Zelle 3 und 2 selbst wieder verwaschen dunkel umzogen ist und in Zelle 2 nahe dem Saume ein schön gezeichnetes rundes Auge, welches die ganze Zellen- breite einnimmt. Es besteht aus einem dunkel umschatteten, dottergelben Ring, dessen äussere Hälfte des inneren Raumes tiefschwarz, die innere rothbraun ausgefüllt ist. Zwischen beiden Farben liegt ein hellblauer oder hell violetter Fleck. Hinter diesem Auge zieht aus dem oft breit verdunkelten Vorderwinkel eine nach innen verwaschen dunkel beschattete Bogenlinie in den grüngolden gefärbten Afterwinkel. Der so abgetrennte Saumtheil ist von Rippe 6 bis gegen das Auge hin bedeutend heller blau gehalten als die Grundfarbe, in ihm zieht eine zweite dunkelblaue Linie desselben Weges, nur tritt sie auf Rippe 4 spitz in die daselbst befindliche Flügelecke ein. Nicht bei allen Exemplaren ist die Saumlinie in ihrem ganzen Verlauf ebenso dunkel wie die übrigen querverlaufenden Zeichnungen. Der Innenrand ist breit braungrau.
Die Zeichnungen der Unterseite treten selbst bei den reinsten Exemplaren in Bezug auf Schärfe und Deutlichkeit sehr verschiedenartig auf. Man findet Stücke, bei welchen nur die Con- turen der Hauptbinden angedeutet sind, alle anderen Zeichnungen verwaschen und wie dunklere, unregelmässige Berieselung auf der Grundfarbe und die Augenflecken nur als hellere resp. dunklere Flecken je nach dem Untergrund erscheinen. Sind die Zeichnungen scharf ausgeprägt, so haben die Vorderflügel graubraunen, etwas glänzenden Untergrund, der die Zellen 1a und 1b mit Ausnahme des Saumes seidenglänzend und zeichnungslos ausfüllt. In der Mittelzelle befinden sich fünf zackige dunkelbraune Querstreifen, deren Zwischenräume weissgrau und hellbraun ausgefüllt sind. Vor der Flügelmitte zieht eine weissgraue, zackig dunkelbraun eingefasste Binde verwaschen bis in Zelle 2. Von ?, des Vorderrandes eine ebensolche, in Zelle 5 ein Knie bildend, bis zu Rippe 4. Zwischen diesen beiden Binden zieht ein nach innen dunkel begrenzter, zackiger Lichtstreif vom Vorderrand bis gegen Rippe 2. jVom letzten 1), des Vorderrandes geht ein zweiter nach dem Knie der letztgenannten Binde. Vor dem Saume folgen nun in einer Reihe fünf Augen in Zelle 2, 3, 4, 5 und 6, bestehend aus
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helleren Ringen, die dunkel umzogen, schwarz oder dunkelbraun gekernt sind. Am deutlichsten sind die beiden grösseren in Zelle 2 und 5, ein meist ganz undeutliches in Zelle 6. Hinter den mittleren Augen befindet sich ein hellerer Lichtstreif, hierauf folgt nahe dem Saume eine dunkelbraune Zackenlinie, deren Spitzen nach aussen zwischen den Rippen hervortreten; über jene sind weissliche Mondflecken aufgesetzt, die auch zu einer vollständigen Binde zusammen- geflossen sein können. Zwischen einer nun folgenden dunkelbraunen, bogigen Linie und der ebenso gefärbten Saumlinie wechseln verwaschene weisse und gelblich braune Flecken, welch’ letztere die Rippen überziehen, ab. Die Fransen sind braun und weisslich gescheckt.
Die Grundfarbe der Hinterflügel ist ebenfalls graubraun mit vieler hellerer und dunklerer Einmischung. Etwas hinter der Mitte des Vorderrandes beginnt eine schmale, weisse, scharf dunkel begrenzte Binde und zieht in ziemlich gerader Richtung nach dem Afterwinkel, erreicht diesen jedoch nicht, sondern wird durch Rippe 1b gerade abgeschnitten. Das nach der Basis zu liegende Feld enthält längliche, weissliche Flecken, die nach dem Vorderrande zu ziemlich scharf und dunkelbraun begrenzt sind, nach dem Innenrande zu mehr verwaschen erscheinen ; zwischen ihnen befinden sich hellere und dunklere wolkige Flecken. Nach dem Innenrand zu erblassen die Grundfarbe und die Zeichnungen. Aussen schliesst sich an diesen Streif eine breite braune, wolkige, nach dem Saum zu bogig blau begrenzte Binde an, die im Afterwinkel metallisch blau, grün und violett glänzend endet. In ihr liegen bräunlich gelb umrinste Augen, bis zur Zahl vier. In Zelle 6 liegt das drittgrösste mit hell weisslicher und bräun- licher Ausfüllung, das zweitgrösste in Zelle 5 ist schwarz ausgefüllt, das kleinste, meist ganz fehlend, schwarz mit einem bläulichen Kern. Das grösste und meist deutlich vorhandene ist nach innen zur Hälfte rothbraun, nach aussen schwarz ausgefüllt und hat einen feinen, bläulich weissen Mittelpunkt. Innerhalb dieser Augen zieht ein dunkelbrauner, wolkiger, unregelmässig gestalteter Streif durch die Binde, während zwischen den beiden grössten nach aussen sich ein weisser Flecken an den Bindenrand anschliesst. Der übrig bleibende Saumtheil ist mit Ausnahme der ganz weissen Fransen fein hellbraun bestäubt und durch eine braune Linie getheilt; von gleicher Farbe ist die feine Saumlinie.
Das wenig grössere ? hat im Verhältniss breitere Flügel als der ö; der ganze Aussenrand ist schärfer gezähnt, es treten auch in diesem die Eeken mehr heraus, und ausser denen beim ö befindlichen ist auf den Vorderflügeln der Saum noch auf Rippe 2 merklich geeckt. Die Grundfarbe ist mehr violettblau, wird aber bedeutend durch ein mattglänzendes Braun, von den Flügelrändern ausgehend, eingeschränkt. Auf den Vorderflügeln tritt der ringförmige Fleck in Zelle 2 schon öfter als gekerntes Auge auf; die weissen Flecken sind grösser, besonders die innersten, während die äusseren als eine lose zusammenhängende Reihe matt gefärbter Mondflecken fast den Hinterwinkel erreichen. Die gelbe Beringung des Auges in Zelle 2.der Hinterflügel tritt viel greller hervor als beim & und ausser diesem haben sämmt- liche Exemplare Mus. F. & L. ein noch grösseres Auge in Zelle 5, dieselbe jedoch mit einem
schwarzen Ring um dessen Breite überragend; innerhalb dieses befindet sich ein solcher roth- brauner, der einen rundlichen Fleck von hell rosavioletter Färbung umschliesst. Der durch eine dunkle Linie getheilte Aussenrand weicht weniger von der Grundfarbe ab wie beim &. Die Unterseite entspricht der des & vollständig. Küste von Mossambique, Bourb. Maur. (vergl. p. 19.) Mad. (Ant.) N.-B. häufig.
91. P. &oudotii B. F. Mad. p. 45. t. 7. f. 1. — Mad. (Tamt.) N.-B. nicht häufig.
92. P. Andremiaja B. F. Mad. p. 45. G«. Vins. Voy. Mad. Lep. p. 36. — Mad. (Fian.). Die seither als ö hierzu gerechnete folgende Art trennt Butler wieder ab, da das British Mus. die anderen Geschlechter zu beiden Arten erhalten hat.
93. P. Musa Guer. Ic. R. An. p. 474. Butl. Ann. & Mag. V. 2. 1878. p. 286. Mad. (Fian.) wird als sehr häufig bezeichnet.
Salamis B. 94. S. Augustina B. F. Mad. p. 47. t.8. f.1. ö& — Maur. Bourb. Mad.
$ 95. S. Anteva Wrd. Monthl. Mag. VI. (1869) p. 225. Wrd. Afr. Lep. p.5. t.5. f.2 bis 4 — Mad.
96. S. Duprei Vins. Ann. 'S. Fr. 1863. p. 423. t. 10. 2 Vins. Voy. Mad. p. 573. 1.5. — Süd-Afrika Mad. (Inneres, Ank.)
97. S. Definita Butl. Ann. & Mag. V.4. 1879. p. 230. — Mad. (Fian. Ant.)
Coryphaeola Butl.
98. C. Eurodoce Wstw. Dbld. Gen. Dium. Lep. p. 325. t.54.* £1. (Kallima). — Butl. Ann. & Mag. V. 2. 1878. p. 285. (p. 284. n. g.) — Mad. (Ant.)
Eurytela B. 99. E. Dryope Or. t.78. E. F. 5. F. Mad. p. 55. (p. 54. n. g.) Hpff. Peters Moss. Ins. p. 395. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 213. — Mittel- und Süd-Afrika, Mad. (Tint. Tamt.) St. Mar. N.-B. selten.
100. E. Fulgurata B. F. Mad. p. 52. t. 8. £.5. — Mad. (Tamt.) N.-B. ziemlich häufig. 101. E. Narinda Wrd. Monthl. Mag. IX. (1872) p. 148. — Mad. (Ant.)
Hypanis B. 102. H. Ilithyia Dr. var. Anvatara B. F. Mad. p. 56. t. 7. £.5. Hpff. Peters. Moss. Ins. p. 396. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 214. — Während die Stammart in Indien, Mittel- und
Süd-Afrika fliegt, beschränkt sich das Vorkommen dieser Varietät auf Mad. N.-B. häufig. 11
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Crenis B.
103. C. Madagascariensis B. F. Mad. p. 48. Ohenu, Encyel. d’Hist. nat. Pap. p. 291. 1.494. & t. 27. f. 1. — Mad. (Tamt. Fipt.)
104. C. Amazoula Mab. C. r. S. Belg. T. 23. p. XVI. — Süd-Afrika. Mad.
105. C. Drusius 7. Mant. Ins. II. p. 32. — C. Natalensis B. Voy. Deleg. IH. p. 592, Hpff. Peters. Moss. Ins. p. 381. Trim. Rhop. Afr. austr. p. 144, 338. — Afrika. Mad. (Flpt.)
Cyrestis B.
106. C. Elegans B. F. Mad. p. 42. t.7. f.4. Hb. Zutr. ex. Schm. f. 923. 294. 2 Hpff. Peters. Moss. Ins. p. 383. — Die in letzterem Werke angegebene Abweichung von der Boisduval’schen Abbildung zeigen die meisten Exemplare des Mus. F. — Küste von Mos- sambique, St. Mar. Mad. (Tamt. Flpt.) N.-B. nicht selten.
Hypolimnas Hb.
107. H. Misippus Z. Mus. Ulr. p. 264. 2? — Pap. Dioeippus Or. t.28. B. 0.2 — & Pap. Bolina Dr. Exot. Ins. I. t. 14. £. 1,2. Or. t. 65. E. F. — Die ausserordentlich ver- breitete Art findet sich in Neu-Holland, Süd-Asien, Afrika und Süd-Amerika. Maur. Bourb. Mad. N.-B. häufig.
108. H. Misippus ZL. var. 2 Inaria Or. t. 214. A. B. — Maur. Bour. Mad. N.-B. selten.
109. H. Dexithea Hew. Proc. z. S. 1863. p. 65. t. 40. — Mad. Der grosse, schöne Falter wurde von Caldwell nahe Beforona, bevor man in den grossen Wald von Alamazaotra eintritt, entdeckt. In der Hewitson’schen Sammlung befanden sich 3, in der Boisduval’schen 1 Exemplar.
110. H. Madagascariensis Mab. C. r. S. Belg. T. 25. p. LV. — Mad.
H. Imerina Hew. Ex. Butt. III. Diad. t. 2. £. 5, 6. (1865). — Mad.
H. Glaueina @«. Vins. Voy. Mad. Lep. p.38. t. 6. f. 1,2. (1865). (Panopea). — Mad. Welchem Autor die Priorität zugesprochen werden muss, ist, da beide Veröffentlichungen im Jahre 1865 stattgefunden haben, schwer zu entscheiden.
Jill,
Eusxanthe Hb. 112. E. Madagascariensis Zuc. Ann. S. Fr. 1842. p. 299. t. 12. No. 2. £.1,2. (Godartia). — Mad. Panopea Hb. 113. Panopea Apaturoides Felder. Fig. 35, 36. P. fusco-nigra, alis extus undulatis, ante marginem punetis albidulis,; alis posterioribus
fascia alba lata recta ad alas anteriores angustata ad costam 2 producta, fasciis duabus
macularum obliquis ad costam directis. Subtus extus alis anterioribus ferrugineo-griseis cum maculis albidulis ; alıs posterioribus basi griseo-caeruleis maculisque sex nigris, fascia mediana lata lactea fascia externa ferrugineo-brunnea, maculis albidulis. Exp. al. 62 mm. Feld. Nov. Lep. p. 416. (Panopaea). — Pseudacraea Drusilla m. Ber. S. G.
1878. p. 81. | Kopf, Brust und Hinterleib schwarz, letzterer in den Seiten, die beiden ersteren oben weisslich gefleckt. Fühler schwarz. Die den Kopf fast um seine Länge überragenden, mit ihrem Endgliede nach unten gebogenen Palpen sind schwarz, an der inneren und äusseren Seite der beiden ersten Glieder gelblich weiss. Der Körper auf der Unterseite gelblich grau, nach dem Afterende in’s Bräunliche übergehend; Beine innen schwarz, äussere Seite gelblich grau. Aussenrand der Vorderflügel stark eingezogen, darüber ganzrandig, darunter schwach,
Hinterflügel stärker gewellt, Fransen dunkelbraun, in den Einbiegungen weiss.
Oberseite: braunschwarz, die breite, weisse Binde der Hinterflügel, in der die Rippen dunkel gefärbt sind, setzt sich auf die Vorderflügel unterbrochen und schmäler fort, zunächst bis Rippe 2 mit einer Biegung nach der Basis zu; dann folgen in Zelle 2 und 3 je ein grösserer, gerundeter Fleck durch Rippe 3 schwarz getheilt und von der Richtung der Binde etwas abweichend, nach aussen gerückt. Von 2 stark dunkel bestäubten Flecken steht der grössere gerade am hinteren Rande der Mittelzelle, der kleinere innerhalb derselben an ihrem Vorderrande. Ueber dieser, durch diese 4 Flecken entstandenen Querbinde steht vor der Spitze eine eben solche kleinere, deren deutlichster Fleck in Zelle 6 dreieckig, darunter in Zelle 5 bis gegen den Aussenrand laufend, ein gabelförmig getheilter, in Zelle 4 ein kleinerer, so dass hier am Aussenrande 3 graue Striche parallel dem Rippenlauf über einander stehen. Unter diesen folgen vor dem Aussenrande 6 und auf den Hinterflügeln 11 rundliche graue Flecken.
Auf der Unterseite erscheinen die weissen Binden wie oben. Vorderflügel: Vorder- und Aussenrand schmal rostbraun, an der Basis grau mit gelblichem Anflug, ebenso die Flügel- spitze bis zur nächsten Fleckengruppe. Alles Uebrige ist braunschwarz ausgefüllt, am dunkelsten nach dem Hinterwinkel zu. Vor dem Aussenrande stehen 7 rundliche und am Hinterwinkel ein strichartiger, bläulichweisser Fleck. Hinterflügel an der Basis und Innenrand hellblaugrau, erstere mit bräunlichem Anfluge und 6 schwarzen Punkten, ‚die 3 äusseren, die grössten, liegen an der Grenze der Basalfärbung in den Zellen 6, 7 und 8; nahe dem letzteren ein Punkt in der Mittelzelle, in dieser an ihrem Anfange ein weiterer und dicht an der Flügelwurzel der letzte. Vorderrand gelblich weiss. Die Binde in Zelle 7 hellrosa-, in Zelle 6 bis zum Innen- rand bläulich schillernd. Die breite Binde vor dem Aussenrande in Zelle 6 und 7 hellviolett- rosa, nach aussen rostbraun gerandet, in den übrigen Zellen bis zum Afterwinkel rostbraun mit 10 ovalen, hellviolettrosa Flecken, die nach hinten zu mit dem Schmälerwerden der Binde an Grösse abnehmen. Rippen und Falten zwischen diesen dunkel rostbraun gefärbt, die Binde
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nach innen etwas überragend. Rippe 1a, 1b und die zwischen diesen liegende Falte in ihrem ganzen Verlaufe schwarzbraun gezeichnet. Die Färbung der Fransen wie auf der Oberseite. Mad. (Fian. Tamt.) ziemlich selten, nur 1 Exemplar Mus. F. von Tamt.
114. Panopea Drucei Butler. Fig. 34.
P. fusco-nigro-holosericea, alis anterioribus seriebus tribus obliquis albis, margine externo in medio maculis albidulis. Alis posterioribus area basali late fulvo-albida ; ante limbum serie punctorum 7 rotundorum alborum. lineaque limbali duplice albida interrupta. Subtus ut supra sed ad marginem anticum et extermum magis fusca. Exp. al. 76—86 mm.
Butl. Trans. ent. S. 1874. p. 426. t. 6. f. 5.
Kopf gross, die aufwärts gerichteten Palpen überragen ihn um seine ganze Länge, die Fühler erreichen nicht ganz die halbe Vorderflügellänge. Brust breit und tief. Der schmächtige Hinterleib wird von den Hinterflügeln um !/, seiner Länge überragt. Die langgestreckten Vorderflügel sind am Vorderrande gleichmässig gebogen. Auf Rippe 6 tritt der doppelt ge- schwungene Saum am meisten hervor und hat hier also der Flügel seine grösste Länge; von Rippe 6 bis zur stumpf abgerundeten Flügelspitze zieht der Aussenrand fast geradlinig, während er bis zum etwas herausgezogenen Hinterwinkel, wie auch der mässig gerundete Saum der Hinterflügel sanft gewellt ist; deren Vorderwinkel und Vorderrand stark gerundet, der After- winkel geeckt.
Sammtartig braunschwarz. Kopf mit Fühler und Thorax tiefschwarz. Ersterer auf dem Scheitel mit 4, die schwarzen Palpen dicht an der Stirn mit je einem weissen Flecken ; ebensolche befinden sich auf dem Halskragen, und sechs grössere mehr in’s Bräunliche gehende, in zwei Reihen gestellt, auf dem Thorax. Augen braun, in der Mitte schwarz marmorirt.
Oberseite: Die Vorderflügel sind am Vorderrande bis etwas über die Mitte mit hell- blauen in’s Violette irisirenden Schuppen bestreut; alle übrigen Zeichnungen sind seidenglänzend weiss mit leichtem Schiller in’s Bläuliche und Rosa; an ihren Rändern sind die grösseren Flecken mit blauen und braunen Schuppen besäet, so dass die Umrisse verwaschen erscheinen. In der Mittelzelle befindet sich an ihrem oberen Rande etwa hinter dem ersten !j, der Flügel- länge ein kleiner dreieckiger Fleck, diesem folgt auf '/, ein länglicher nicht ganz die Breite der Zelle ausfüllender, ebenfalls an die Subcostale angesetzt und gleichlaufend mit dem Innen- rande. Ein grosser, ovaler Fleck liegt zwischen der Subdorsalen und Rippe 2 und 3; nur durch die dunkelbraune Rippe 2 getrennt, stösst an diesen ein kleinerer und verbreitert ihn so im seiner hinteren Hälfte. Zwei kreisrunde, scharf begrenzte Flecken, von denen der grössere vor dem Hinterwinkel, der kleinere, "mit demselben Abstande vom Saume wie jener in Zelle 2, bilden gleichsam eine unterbrochene Schrägbinde mit den schon genannten grösseren Flecken.
Auf 3), des Vorderrandes setzt sich an Rippe 9 eine ebensolche aus vier bis fünf Flecken
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bestehende Schrägbinde an, deren Verlängerung auf die Mitte des Aussenrandes treffen würde. Diese Flecken treten sehr verschiedenfach auf; gewöhnlich sind drei derselben, die über die ganze Breite der Zellen 6, 5 und 4 nur durch die dunklen Rippen getrennt, hinweggehen, von ovaler Gestalt und ziemlich gleicher Grösse. Sind sie verschieden gross, so ist derjenige in Zelle 4 der grösste, an den sich häufig noch ein kleines verwaschenes Fleckchen in Zelle 3 dicht anschliesst; ebenso wie ein kleiner weisser Strichfleck jenseits der Subeostalen auftritt. Gegen den Vorderwinkel zu liegen drei etwas weiter auseinander stehende Flecken, von denen der grössere, der wohl auch noch ein weisses Strichelchen über sich haben kann, in der Spitze der Zelle 7, der nächste in der Mitte der Zelle 6 und der kleinste in Zelle 5 liegt. Ver- schwindend kleine Flecken liegen je einer im Saumtheile in Zelle 4 und 3 und stellen die Verbindung zu einer Saumfleckenreihe zwischen den drei Flecken vor der Spitze und zwei Flecken über dem Innenwinkel her. Die Fransen sind schwarzbraun und weiss gescheckt mit Ausnahme der grösseren Ausbiegung des Aussenrandes, wo das Weisse fehlt. Vor dem Saume steht in Zelle 2, 3 und 4 ein durch die Rippen breit, durch die Zellenfalten schmal durchbrochenes weisses, schwarzbraun bestäubtes, schmales Band.
Die Hinterflügel sind in ihrem Basaltheile bräunlich weiss, nach aussen zu in’s Hellbraune verlaufend; am Vorderrande bis ungefähr gegen Rippe 7, jedoch die Mittelzelle nicht erreichend und am Aussenrande das letzte Flügeldrittel auch wohl bis zur Hälfte gleichbreit einnehmend, umgiebt die dunkle Grundfarbe diesen inneren hellen Theil. Die Zellenfalten und Rippen laufen tief schwarzbraun in den Basaltheil hinein. Rippe 7 erreicht in dieser Färbung die Flügelwurzel, die selbst schmal schwarzbraun ist, während die übrigen nur bis zu ihrer Gabelung dieselbe beibehalten. Von der Mittelzelle aus bis zum Innenrande ist der Flügel in seinem hellen Theile mit bräunlich weissen Haaren besetzt. Vor dem Aussenrande stehen auf den Falten der Zellen 2 bis 6 je ein weisser, scharf begrenzter, runder Fleck; in Zelle 1b ein etwas matterer Doppelfleck. Dahinter folgt eine doppelte auf den Rippen und Falten unter- brochene Saumlinie, die sich nach dem Vorderwinkel zu verliert; selten sind beide Saum- linien ganz weiss, zumeist jedoch die innere, während die äussere auch in’s bräunlich Gelbe übergeht oder überhaupt kaum angedeutet ist. Die der Grundfarbe entsprechenden Fransen sind auf den Einbiegungen des Aussenrandes weiss gefleckt. Ein schönes @ Mus. FE. hat auf den Vorderflügeln den Raum zwischen den beiden grösseren Flecken der inneren Binde ocker- gelb ausgefüllt und mit Schuppen gleicher Färbung ist die äussere Begrenzung der zweiten Fleckenbinde vermischt.
Auf der Unterseite sind die schwarzen Palpen und Brust, sowie die schwarzbraune Flügelbasis weiss gefleckt. Die Beine sind graubraun, mit weisser Behaarung an der Aussen- seite der Schenkel. Das Brustende ist ockergelb behaart, der Hinterleib ist braungrau. Sämmt- liche Zeichnungen der Flügel entsprechen denen der Oberseite. Die Grundfarbe der Vorderflügel ist auf deren inneren Hälfte bis zum Aussenrande hin, jedoch die unmittelbare Angrenzung
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des Vorder- und Innenrandes ausgenommen, tief schwarzbraun, und zieht nach der Flügel- spitze zu in einen etwas helleren, matteren Ton über. Die weissen Flecken sind etwas grösser wie oben, nach aussen zu verwaschener, die mittlere Querbinde zieht verwaschen bis an den Vorderrand, der Fleck am Innenwinkel ist weniger scharf begrenzt, die Saumbinde mehr weiss, erreicht fast den Innenwinkel. Auf den Hinterflügeln ist das Braunschwarze ebenfalls _ matter und heller mit einem Stich ins Olivenbraune, es wird in derselben Ausdehnung wie auf der Oberseite von den fast schwarzen Rippen und Falten durchzogen und ebenso der hellere Flügeltheil, der besonders gegen Basis und Innenrand zu lebhaft ockergelb bestäubt ist; die runden Aussenrandsflecken und die Saumbinde erscheinen reiner weiss wie oben. Die beiden Saumlinien sind weiss, breiter und zusammenhängender. St. Mar. Mad. (Tint. Tamt.) N.-B.
115. P. Diffusa Butl. Ann. & Mag. V. 5. 1880. p. 336. — Mad. (Fian.)
Neptis F. 116. N. Frobenia 7. Ent. syst. Suppl. p. 425. — Maur. Mad. 117. N. Dumetorum B. F. Mad. p. 50. t.7. £.6. — Bourb. Mad. 118. N. Saclava 5. F. Mad. p. 49. Chenu Enc. d’Hist. nat. Pap. p. 132. f. 248. — Afr. Ostküste. Mad. (Tamt.) N.-B. nicht selten. 119. N. Kikideli 3. F. Mad. p. 50. — St. Mar. Mad. (Tamt.)
120. N. Sextilla Mab. Natural. 1882. No. 13. p. 99. — Mad. 121. N. Gratilla Mab. C. r. S. Belg. T. 23. p. CVI. — Mad. (Flpt.)
Aterica B.
122. A.. Rabena 5. F. Mad. p. 47. t. 8. f.2. Hb. Samml. ex. Schm. II. 4f.& 2 Dbld. Wstw. Gen. Diurn. Lep. I. t.43. £.3. — Afrika. St. Mar. Mad. (Tamt. Tint.) N.-B. nicht selten.
Charases O. 123. C. Phraortes Dbld. Proc. z. S. 1847. p. 60. Butl. Lep. ex. t.10. f.6. — Mad.
124. C. Cinadon Hew. Monthl. Mag. VI. (1870) p. 177. Butl. Ann. & Mag. V. 5. 1880. p- 335. — Africa (Calabar, Natal.) Mad. (Fian.)
125. Charaxes Antamboulou Zaucas. Fig. 24. 3. C. viridi-ochraceus, costis subcostalibus viridibus; ad angulum amalem versus cum maculis duabus nigris, violaceo circumductis, color in rufo-brumneum transit; alıs anterioribus
extus late nigro-fuseis, maculis costalhbus duabus includentibus seriegque macularum 7
Ben
antemarginalium ochraceis; alıs posterioribus dentatis,, fascia marginali nigro-fusca in margine externo lata, usque ad caudam secundam diminuta ante limbum rufo-brunneum; in facia serie macularum 6 brunneis. Subtus ferrugineus, fasciis et strigis transversis fuseis violaceis imprimis sub marginem anticum basalem late viridem alarum ante-
riorum. Exp. al. 75 mm.
Luce. Ann. Sc. nat. V. T. 15. 1872. art. 22. & — C. Candiope God. var. Ber. S. G. 1878. p. 82 & 1880. p. 123.
Fühler schwarz, Kopf und Hinterleib oben rostbraun, goldglänzend, Brust mehr in’s Grünliche ziehend; die Palpen auf der Unterseite gelblich weiss, Brust braunviolett, in der Mitte heller, ebenso die Beine, an den hinteren die Oberschenkel schwarz und weiss gesprenkelt; Hinterleib gelb, goldglänzend. Hinterflügel doppelt geschwänzt, stärker sezähnt als die Vorderflügel.
Auf der Oberseite ist das Wurzelfeld der Flügel grünlich ockergelb, auf den Hinter- flügeln nach dem Aussen- und Innenrande zu in schönes Rothbraun übergehend; die Rippen sind in diesem helleren Basaltheile hellgrün gezeichnet. Vorderflügel: Auf der Mitte des Vorderrandes der Mittelzelle befindet sich ein schwarzbrauner Punkt; vor der Mitte des Vorderrandes und nicht ganz an diesen reichend, grenzt sich das schwarzbraune Aussenfeld (ur in der Mittelzelle scharf) im Bogen bis hinter die Mitte des Innenrandes gegen das Wurzelfeld ab. Zunächst dieser Grenze liegen drei Flecken in Zelle 3, 4 und 5 in schräger Richtung zum Saume, dann folgt in zweiter Linie ein grösserer nur wurzelwärts scharf begrenzter, zwischen Rippe 5 und 8, dahinter folgt eine Reihe von 7 Flecken, von denen der in Zelle 3 etwas wurzelwärts, die 4 aufwärts folgenden im Bogen nach aussen gerückt sind. Sämmtliche Flecken sind rostbraun mit etwas hellerem Kerne. Die inneren und der Mittel- zelle zunächst liegenden Flecken können zusammengeflossen sein und ein augenartiges Gebilde darstellen, indem dieselben dann gegen die Mittelzelle durch einen scharf begrenzten, schwarz- braunen Bogen nach innen, der die Rippe 4 noch überschreitet und dann als gerader Strich quer über die Zelle 4 hinweg sich mit der dunklen Aussenrandsfläche in Verbindung setzt, abgegrenzt sind und hinter dem Bogen eine schwarzbraune Pupille einschliessen. Der Aussen- rand ist dunkelockerbraun, auf den Rippenenden etwas heller, auf den Falten etwas dunkler gezeichnet; am Hinterwinkel ist derselbe schwarzbraun.
Hinterflügel: Zwischen Rippe 8 und 2 liest innerhalb des rostbraunen Aussenfeldes ein schwarzbrauner bindenartiger Fleck, der vorn fast halbe Flügelbreite hat, nach Rippe 2 zu allmählig in eine Spitze ausläuft, parallel mit dem rostbraunen Aussenrande, von welcher Farbe auch die schmalen, ziemlich gleichlaufenden, etwas nach vorn zu gebogenen Schwänze sind. Nahe seinem Rande liegen 6 längliche, verwaschene, rostbraune Flecken. Hinter dem zweiten Schwanze in den. bräunlichgrünen Afterwinkel, der nach innen zu fein ockergelb
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umzogen ist, liegen 2 violette, nach aussen schwarz begrenzte, rundliche Flecken; über diesen ist der Innenrand bläulich.
Unterseite: Die Wurzelhälfte der Rippen grün, am deutlichsten am Vorderrande, wo sie quer weissgestrichelt sind. Vorderflügel braun, der Theil des Wurzelfeldes unterhalb der Mittelzelle, am hellsten; in der Mittelzelle 6 schwarze, theilweise weiss gesäumte Querstreifen, dahinter ein solcher zwischen Rippe 5 und 8, nach aussen stärker weiss gesäumt, ein anderer ähnlicher zwischen Rippe 3 und 4, darunter nach innen gerückt 2, von denen der vordere kein Weiss zeigt; dann folgt, vom letzten Drittel des Vorderrandes ausgehend, eine Wellen- linie, die einen dunkleren Theil von dem hellbraunen Aussenrand abgrenzt; dieser ist am Vorder- rande und von hier aus gleichlaufend mit dem Saume bindenartig nach dem Hinterwinkel zu dunkler gefleckt; diese Flecken werden wie auch die Wellenlinie nach hinten zu breiter und dunkel violettbraun, wo sie dann am Innenrande etwas heller zusammenfliessen. Hinter- flügel hellviolettbraun. Das Wurzelfeld von Rippe 2 bis zum Vorderrand dunkelbraun, aussen schwarz, hierauf weiss gesäumt; im Innern in der Nähe der Wurzel sind 2 unregelmässig geformte Flecken durch theilweise schwarz-weisse Einfassung vom Grunde abgetrennt, die des untern setzt sich wie die äussere Grenze des Wurzelfeldes in matten dunkelblau gezackten Linien gegen den Innenrand fort; in der Mittelzelle befindet sich hinter dem Flecken noch ein blauer Querstrich. Hinter der Mitte des Vorderrandes zieht eine braune nach aussen dunklere, nach hinten zu spitz endende, bogige und zackige Querbinde nach dem Innenrande, wurzelwärts bräunlichgelb, hierauf blau begrenzt. Zwischen ihr und dem Wurzelfelde, dicht an dieses angeschlossen, geht vom Vorderrande bis zur Rippe 3 eine unregelmässige,, braun- gelbe, theilweise weiss eingefasste Binde. Im Aussenfelde herrscht vor dem grünlich braunen Rande in der Grundfarbe das Rosaviolett mehr vor; mit helleren unbestimmten Mondflecken gegen den Aussenrand, hinter denen ebensolche olivengrünliche folgen, in Zelle 4, 3 und 2 mit schwarzen, nach innen violetten Punkten versehen. Am Afterwinkel befindet sich die gleiche Zeichnung wie auf der Oberseite nur auf bräunlich violetter Grundfarbe, die nach aussen in’s Grünliche, nach innen bis an die Binde in’s Blaue übergeht.
Mad. N.-B. nicht häufig.
126. C. Cowani Butl. Ann. & Mag. V. 2. 1878. p. 285. — Mad. (Fian.) Gehört wohl zur vorigen Art, doch wage ich es nicht die Arten der beiden Autoren nach den gegebenen sehr kurzen Beschreibungen zusammenzuziehen. Auch würde ich in Betreff der Exemplare Mus. F. in Verlegenheit sein, dieselben zu bestimmen, wenn nicht eines derselben in Paris mit C. Antamboulou Zxe. verglichen und übereinstimmend gefunden worden wäre.
127. €. Caeuthis Hew. Ex. Butt. III. Charaxes. t. 3. f. 12,13 (1863). — C. Antanala Zue. Ann. Sc. nat. V. T. 15. 1872. art. 22. — Mad. (Ant.)
128. C. Andara Wrd. Monthl. Mag. IX. (1873) p. 209. — Mad.
Be.
129. C. Analava Wrd. Monthl. Mag. IX. (1872) p. 3. — Mad.
130. C. Betanimena ZLic. Ann. Se. nat. V. T. 15. 1872. art. 22. — 0. Andriba Wrd. Monthl. Mag. IX. (1872) p. 210. — Mad.
1351. C. Relatus Butl. Ann. Mag. V. 5. 1880. p. 394. — Mad.
132. C. Betsimisaraka ZLxe. Ann. Sc. nat. V. T. 15. art. 22. — Mad.
Die drei zuletzt beschriebenen Arten der Nymphaliden haben ihre nächsten und sehr nahen Verwandten auf dem afrikanischen Continente. Die Abweichungen der Madagassen sind zwar diesen gegenüber constant, aber nicht allzu bedeutend, als dass sie nicht in einer alleemeinen Fauna mit jenen zusammengezogen werden könnten. Die Unterschiede stellen sich wie folgt: Panopea Apaturoides Feld. hat im Vergleich zu P. Lucretia Or. die weissen Zeichnungen, in gleicher Lage, mehr entwickelt; dazu kommt vor dem Aussenrande der Hinterflügel noch eine weissliche Fleckenreihe, während die dunklen Flächen der Unterseite bedeutend kleiner auftreten. Panopea Drucei Butl. steht P. Dubius Beazw., der ausserordent- lich variabel ist, sehr nahe; doch tritt bei letzterem der Analwinkel der Flügel etwas stärker hervor, die weissen Aussenrandszeichnungen sind auf der Oberseite meist nur geringfügig, da- gegen zeigen sich dieselben auf der Unterseite der beiden Arten kaum verschieden. In gleich naher Verwandtschaft steht Charaxes Antamboulou Zue. zu C. Candiope God., der über Afrika wohl eine weite Verbreitung hat, da sein Vorkommen nicht allein von der West- küste bekannt ist, sondern auch in Abyssinien, woher ihn seiner Zeit der hochverdiente Afrikareisende Dr. E. Rüppell für das Mus. F. mitbrachte. Beide Arten sind in der Flügel- form etwas verschieden. Bei Candiope verläuft der Vorderflügel zur Spitze etwas schmäler und der Hinterflügel ist etwas kürzer und breiter, dabei der Aussenrand der Vorderflügel gar nicht, der Hinterflügel weniger gezähnt als bei Antamboulou, dessen Grundfarbe dunkler ist, die dunkle Aussenrandsbinde, die fast schwarz erscheint, hat bei grösserer Ausdehnung die dunklen Subcostalflecken noch in sich aufgenommen, die in ihr liegenden rostfarbenen Flecken aber in der Grösse bedeutend reduzirt. Auch die Färbung der Unterseite ist dunkler,
die Zeichnungen selbst weichen nur sehr wenig in beiden Arten von einander ab. %
Elymniidae. Elymnias Hb. 133. E. Masoura Her. Monthl. Mae. XI. (1875) p. 227. (Melanitis). — Mad.
Satyridae. Gnophodes Wstw. 134. 6. Betsimena B. F. Mad. p. 58. (Cyllo). Afrika, Mad. (Tamt. Fian.)
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Melanitis F.
135. M. Leda L. Syst. Nat. ed. X. p. 474. var. Fulveseens @«. Maill. R6un. Lep. p. 15. — Cyllo Leda B. F. Mad. p. 58. — Unter diese Form, die ähnlich der Ismene Or. 26. A. B. und Arcensia Or. 292. C. ist, jedoch ohne den weissen Fleck auf der Unterseite der Vorder- flügel, werden sich wohl alle der Mad.-Fauna angehörigen Stücke dieses über S.-Asien, Australien und Afrika verbreiteten Falters unterbringen lassen. In Beziehung auf Grösse (Exp. al. 80 mm), Färbung und Zeichnung der Oberseite findet bei den verschiedenen Exem- plaren dieser Varietät wenig Abweichung statt, dagegen variirt das Colorit der Unterseite ganz ausserordentlich. Es durchläuft bei den verschiedenen Stücken alle Abstufungen vom Grauen zum Braunen, ja selbst bis zu russig schwarzer Bestäubung. Die über die Flügel laufenden dunkleren Querstreifen sind jedoch stets deutlich, die bei der Stammart als Augen auftretenden Flecken aber nur als kleine weisse Punkte vorhanden. Auch die Form der Flügel ändert wesentlich ab, doch sind es in der Regel die 2 Exemplare, bei denen die aus Zelle 4 heraus- springende Ecke der Vorderflügel schärfer hervortritt und die dahinter folgende Einbuchtung
des Saumes tiefer ausgerundet ist. — Rodr. Maur. Bourb. Mad. N.-B.
Leptoneura Wlgr.
136. L. Cassus Z. Mus. Ulr. p. 269. Or. t. 314. ©. D. Trim. Rhop. Afr. Austr. p. 195. — S.-Afrika, Mad.
Mycalesis Hob.
Die Satyriden, die bis jetzt diesem Genus zugezählt wurden, sind von sehr verschiedenem Aussehen und nur ein Theil derselben entspricht der eigentlichen Auffassung (H. 5.) des- selben. Eine Abtrennung der übrigen wird sich als nöthig erweisen, wobei die Beschaffen- heit der Augen, ob behaart oder nackt, Verlauf und Gestaltung der Flügelrippen und die Lage der Augenflecken zwischen diesen zu berücksichtigen ist. Weniger Gewicht scheint auf die Gestaltung des Aussenrands der Flügel zu legen zu sein, da dieser beispielsweise bei Ma- billei Bat. gezähnt, bei Evanescens »». nur an den Hinterflüseln kaum gewellt ist; während die beiden Arten nach den übrigen Merkmalen, besonders was die Zahl und Lage der Augen- flecken anbetrifft, sich sehr nahe stehen. Das Genus trabena, welches Mabille mit sp. Smithü, aber ohne es zu charakterisiren, einführt, konnte nur für diese Art Verwendung finden, da die übrigen aufgeführten Arten (Arsyrina, Vinsonü, Dyscolo, Rakoto) ihren Platz bei Ypthima 4b. (H. S.) finden. Eine Trennung des Genus konnte an dieser Stelle wegen Mangel an Material nicht stattfinden; das vorhandene wurde mit den Arten, von denen nur Beschreibungen vorlagen, so gut es diese gestatteten, aneinander gereiht, wobei die ächten Mycalesis-Species vorangehen.
137. M. Nareissus F. Ent. syst. Suppl. p. 428. Tim. Rhop. Atr. austr. p. 209. — Süd- Afrika, Maur. Bourb. St. Mar. Mad. (östl. Küste) häufig; scheint auf N.-B. zu fehlen.
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138. M. Fraterna Butl. Catal. Satyı. p. 145. t. 3. f. 13. — Mad. (Ant.)
139. M. Maeva Mab. Bull. S. z. 1878. p. 82. — Mad. N.-B. Zwei Exemplare Mus. F. zeigen auch das Auge der Hinterflügel auf deren Oberseite. Bei dem heller gefärbten & er- scheint die äussere Querlinie auf der Unterseite der Hinterflügel viel mehr gebogen als bei dem 7, und vor dem Auge nach der Basis zu eingezogen.
140. Myealesis Evanescens ». sp.
M. olivaceo-fusca. Alis anterioribus ante apicem oculo minutissimo albo, magnoque nigro albo-pupillato in cellula 2, in plaga ochracea media linea curvata brunnea partita. Alis ‚posterioribus leniter extus undulatis, plaga ochracea diluta ante angulum antieum, oculis duobus nigris albo-pupillatis fulvo einctis in cellulis 2 et 3. Subtus ochraceo-flava ; alis Iinea communi brunnea, in alıs anterioribus ad oculum magnum nigrum albo-pupillatum flavo- et rufo-cinetum versa, in alis posterioribus ad angulum posticum recta,; area basalis alaruım linea brunnea divisa, brunneo irrorata est. Alis posterioribus oculis 7 diverso magnitudine nigris, albo-pupillatis et flavo- rufoque-cinctis, praeterea oculo parvo in apice obscurato alarıım anteriorum. Exp. al. 38 mm.
© Augen behaart. Vorderrand der Vorderflügel sanft gebogen, Spitze breit abgerundet, Aussenrand von Rippe 4 ab nach dem scharf geeckt stumpfwinkligen Hinterwinkel gerade verlaufend. Innenrand fast gerade, ein wenig geschwungen. Die beiden Mittelrippen und la an der Wurzel blasig aufgetrieben. Die Hinterflügel in Zelle 8 mit Haarpinsel haben leicht geeckt hervortretende Vorder- und Afterwinkel, zwischen diesen der gerundete Saum mässig gewellt.
Die Oberseite ist dunkelbraun mit einem Stich in’s Olivenfarbene. Die Fühler sind an ihrer Spitze hellbraun, ebenso gefärbt ist auf der Unterseite der Anfang der Keule; der Schaft ist an beiden Seiten auf jedem Gliede mit weissen keilförmigen Flecken versehen. Die Vorder- tlügel haben in Mitte der Zelle 2 ein grösseres, scharf begrenztes, schwarzes, weiss gekerntes Auge, nahe an die äussere abgerundete Grenze innerhalb eines dunkel